Sachliche Kritik bringt einen weiter…

Ich bin bekannt dafür, daß ich sage, was ich denke. Das hat der DVF über 20 Jahre gespürt. Zwischenzeitlich bin ich in dieser Richtung sehr viel ruhiger geworden, weil sich wirklich etwas getan hat unter dem neuen Präsidenten (der mir damals mit zu wenigen Stimmen gewählt wurde…). An der Verbands-Webseite des DVF gibt es nur noch wenig zu meckern, diese ist informativer und besser gemacht, als  die Verbandsseiten in Österreich oder der Schweiz. Auch auf der BSW-Seite dürfte sicher „etwas mehr Leben herrschen“. Überall dort wird von den Präsidenten lamentiert, daß man keine Jugendlichen bekommt. Klar, mit Infos, die nur Insider verstehen, die selbst mir als 63jährigem zu trocken sind (ich muss meist zuerst mal einen Wein darauf trinken), ist nichts zu gewinnen …

Dass es sehr viele Jugendliche gibt, die sich mit Fotografie beschäftigen erfahre ich fast jeden Tag über Twitter oder über einen neuen Blog der mir gemeldet wird. Auch das DVF-Blättchen wird nicht wie vor einigen Jahren noch beim alten Präsident, als „Geheimnispapier“ verteilt. Es ist für jeden Interessenten zum Download bestimmt. Auch ich bekomme natürlich von Zeit zu Zeit Kritik (die von meiner Frau lassen wir jetzt mal weg…). Das beginnt schon damit, daß ich oft mit 5 Fotografen zusammensitze und über fotoGEN diskutiere. Kritik ist dabei normal. Was könnte man besser machen? Sollte der Blog oder meine WEBSITE noch aktueller sein? Was passt in fotoGEN? Nur einige von vielen Fragen und auch Kritikpunkten.

Nur Kritik bringt einen weiter. Einzelkämpfer haben heute keine Chance mehr, weil die Fotografie sehr umfangreich geworden ist. Die vielen interessanten Meldungen über das Internet, können von einer Person alleine nicht mehr verarbeitet oder wahrgenommen werden. 10 Augen sehen mehr, 10 Ohren hören mehr… Auch aus der Fotoszene kommen Stimmen, die man nicht nur zu Seite schiebt. Mit Manfred Kriegelstein habe ich über den fotoGEN-Wettbewerb diskutiert. Wie erreicht man, daß Einsteiger mit guten Fotos nicht erdrückt werden von „Profi-Wettbewerbsteilnehmern“ die seit Jahren fast nur Top-Bilder liefern? Wie bedient man beide Seiten gerecht? In der Szene höre ich immer „ich mache bei Wettbewerben nicht mehr mit, es gewinnen immer die gleichen Leute“. Stimmt, weil sie gut sind. Aber auch die Bilder von Einsteigern (man sieht es auch auf Foren) sind zeitnah und sehr gut gemacht. Ein Dauerthema, nicht nur bei mir, das noch andauert, und in das ich sicher auch die Teilnehmer des „Bayern-Olymp“ demnächst mit einbeziehen werde!

Auch von einem von mir verehrten Kollegen, den ich als Photoshop-Guru bezeichnen würde, kommt ein Vorschlag, welche die Schrift in fotoGEN betrifft. Auch darüber bin ich dankbar. Der Vorschlag wurde diskutiert und ab der Ausgabe 1 in Angriff genommen. Wer „meckert“ muss auch selbst Kritik vertragen. Nur sollte sie konstruktiv sein und auf bestimmte Dinge gezielt eingehen. Also keine Scheu, bevor der Hals drückt – bitte melden! Möglich ist dies übrigens auch mit Kommentaren in diesem Blog oder über unser fotoGEN-Kontaktformular >>>. Auch mein Webdesigner freut sich über jede Kritik – und natürlich auch über interessante Vorschläge.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Fotoszene, Magazin fotoGEN von Detlev Motz. Setze ein Lesezeichen zum Permalink.

Über Detlev Motz

Jahrgang 1946, gelernter Verlagskaufmann, 10 Jahre bei READER DIGEST, 25 Jahre Redakteur bei COLOR FOTO, diverse Bücher, Kodak Fotobuchpreis 1999 für "Kreative Bildgestaltung in der Fotografie", TV-Serie, DAS ABC DER FOTOGRAFIE. Seit 20 Jahren mit meiner Frau zusammen, die ebenfalls gerne und sehr gut fotografiert.

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