Wettbewerb – Bilder mit Beschreibung!

Jurierung Wettbewerbsteilnehmer von fotoGEN >>> erhalten ihre Bilder mit einem Brief zurück. Auf dieser ist der Ablauf der Jurierung aufgeführt. So erhalten Einsteiger einen Eindruck, wie juriert wird – Wettbewerbsprofis wissen dies längst. Nach Punkten ausgedrückt: 30 Punkte bekommen die „Top-Bilder“ des Wettbewerbs. Sehr gute bis gute Fotos 20 bis 29 Punkte. Bilder, die mit 3 bis 10 Punkten zurück gehen, haben meist nicht nur erheblich gestalterische Mängel, sondern auch die Technik stimmt nicht. Ein Durchschnittsbild geht mit etwa 11 bis 15 Punkten zurück. Bei den zurückgehenden Fotos sind 16 bis 19 Punkte gut bis sehr gut, bei den abgebildeten Fotos sind 20 bis 30 Punkte gut bis sehr gut.  Dieser Wert variiert etwas von Wettbewerb zu Wettbewerb. Internationale Wettbewerbe mit vielen Fotos haben teilweise einen anderen Modus. Der Anhaltswert jedes fotoGEN-Wettbewerbs steht im Brief. Wie versprochen, finden Einsender auf diesem Brief entweder eine Lob oder eine Kritik, die von der Jury zu hören war.

Ein Teilnehmer aus dem Bayern-Olymp schreibt mir „die nachvollziehbaren und sachlichen Tipps helfen mir auch bei anderen Wettbewerbe weiter.“ Ein anderer Teilnehmer meint: „Es ist zwar nicht schön, wenn ich mein Foto nicht in fotoGEN sehe, aber die Tipps helfen mir und ich sende bei niedrigen Punktzahlen, sicher nicht mehr das gleiche Bild ein. Solche Tipps vermisse ich bei anderen Wettbewerben“. (Diese Tipps sind bei größeren Wettbewerben nicht möglich, weil sich ein Veranstalter bei Einsendezahlen von 500, 1000 oder 10 000 Bilder die Kritik der Juroren garantiert nicht merken kann. Dies geht auch bei fotoGEN nur so lange, wie die Einsendezahl übersichtlich bleibt).

Natürlich sind nicht alle mit „einem Tipp“ zufrieden. Da schreibt ein Teilnehmer, der seine Bilder mit 7 – 9 Punkten zurückerhielt. „Was ist das für eine Arschloch-Jury, die nicht erkennt, daß es sich bei meinen Fotos um künstlerische Bilder handelt“. Jetzt beschreibt er noch auf zwei Seiten, um was es sich auf der Vorderseite der (auch noch schlecht vergrößerten)  Bilder handelt. Natürlich hat jeder Teilnehmer bei einem Fotowettbewerb mal mit „falschen Fotos“ angefangen – auch ich. Nur sollte man bei etwas Selbstkritik und einem Blick in Wettbewerbskataloge feststellen können, wenn man wirklich völlig falsch liegt.

Nun, ich würde sagen, sollte er mit diesen künstlerischen Werken einen Fotowettbewerb gewinnen, bin ich gerne bereit ihm eine gute Flasche Wein zuzusenden. Übrigens auch jedem Teilnehmer, der mit einer Punktzahl von 3 bis 15 einen anderen Wettbewerb gewonnen hat. Damit meine ich keinen der kleinen Foren- und Community-Wettbewerbe, bei dem sich Mitglieder die Punkte selbst zuschieben, sondern einen Wettbewerb mit 3 echten Juroren. Die Flasche stelle ich schon mal kühl. Foto: Mit Bildbewertungsbogen arbeitet keine Jury, da die Zeit dazu fehlt. Sie muss diese Kriterien im Kopf und als „Bauchgefühl“ haben. Fotoclubs benutzen bei ihren internen Fotowettbewerben Bildbewertungsbogen, ähnlich wie der von mir 1980 entworfene.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Fotowettbewerb, Magazin fotoGEN von Detlev Motz. Setze ein Lesezeichen zum Permalink.

Über Detlev Motz

Jahrgang 1946, gelernter Verlagskaufmann, 10 Jahre bei READER DIGEST, 25 Jahre Redakteur bei COLOR FOTO, diverse Bücher, Kodak Fotobuchpreis 1999 für "Kreative Bildgestaltung in der Fotografie", TV-Serie, DAS ABC DER FOTOGRAFIE. Seit 20 Jahren mit meiner Frau zusammen, die ebenfalls gerne und sehr gut fotografiert.

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