Bewertungs-System: Verblüffend einfach!

img630.jpg02-kopie1.jpgIn der Ausgabe Juni 2010 von FOTO objektiv aus Österreich, beschreibt Chris Hinterobermaier ein verblüffend einfaches Bewertungs-System, das noch nicht einmal ich kannte. Hier Auszüge: 148. Edinburgh Salon/Schottland. „Die gesamten Einsendungen werden in drei riesige Bilderstöße geteilt und auf drei Räume verteilt. Jeder der drei Juroren sitzt in einem dieser Räume und selektiert die Werke in „good“ and „bad“. Wenn Juror 1 sein Pensum erledigt hat, wechselt er den Raum mit Juror 2. Beide sehen nunmehr nur die vom jeweiligen Vorgänger als „bad“ selektierten Bilder an, die „good ones“ hingegen werden für das Finale am nächsten Tag aufbewahrt. Nunmehr kann Juror 1 aus dem von Juror 2 zuvor abgelehnten Arbeiten, noch jene herausfiltern, die ihm persönlich als gut genug entsprechen. Ebenso machen es die weiteren Juroren.  Am Ende des Tages liegen nur noch „good ones“ für den Finaltag da. Dieser Tag ist insofern spannend als nun jeder Juror „seine Bilder“ verteidigen muss, um die beiden anderen Juroren, in Diskussionen, von der Qualität der von ihm favorisierten Werke zu überzeugen. Ein Lehrbeispiel an Demokratie und am Ende sind tatsächlich die besten Bilder vorne, wie ich mich als zweifacher Juror in Edinburgh überzeugen konnte“. 

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Über Detlev Motz

Jahrgang 1946, gelernter Verlagskaufmann, 10 Jahre bei READER DIGEST, 25 Jahre Redakteur bei COLOR FOTO, diverse Bücher, Kodak Fotobuchpreis 1999 für "Kreative Bildgestaltung in der Fotografie", TV-Serie, DAS ABC DER FOTOGRAFIE. Seit 20 Jahren mit meiner Frau zusammen, die ebenfalls gerne und sehr gut fotografiert.

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