DVF-Wettbewerb mit dem Familienministerium

Ich habe ja hier schon über den oben genannten Wettbewerb geschrieben. Zwischenzeitlich gibt es auch einen Bericht von Rechtsanwalt Tim Hoesmann, der für fotoGEN ebenfalls schon Berichte verfasst hat. Auch auf photoscala >>> schreibt er über diesen Wettbewerb. Wer sich wirklich an diesem Fotowettbewerb beteiligt, sollte vorher einmal bei Google die Wörter “Familienministerium” und “Fotowettbewerb” eingeben. Immer mehr Journalisten haben dieses Thema aufgegriffen und sind über diese unverschämten Bedingungen entsetzt . Der DVF wird sich mit diesem Wettbewerb – bei aller Werbung die er weiterhin dafür betreibt –keinen guten Ruf erwerben. Schon deshalb, weil der Präsident zwar in der Jury sitzt, zu diesem Wettbewerb aber beharrlich schweigt… Man nennt dies “aussitzen”. Wie ich hörte, sind einige Briefe an ihn unterwegs und auch viele Clubvorsitzende haben die Bedingungen zwischenzeitlich an ihre Mitglieder weitergeben. Aber sicher nicht, um sich an diesem Wettbewerb zu beteiligen. Nachtrag: Schön ist es ja, dass ein Blogger des Familienministeriums den Fotojournalisten erklären will, wie sie die Bedingungen auszulegen haben. Wie gesagt, auf eine Antwort des Bayrischen Journalisten-Verbands bin ich gespannt. Nur soviel: Die “weichgespülten” Bedingungen auf der DVF-Seite haben, wenn es vor Gericht geht, keinen Bestand. Es gelten die Bedingungen des Veranstalters – egal was einigen DVF-Mitglieder zwischenzeitlich mündlich oder schriftlich gesagt wurde.

7 Responses to “DVF-Wettbewerb mit dem Familienministerium”

  1. Eva Maria Zernig sagt:

    Vielleicht meint es der Präsident ja ganz besonders gut und möchte eine Möglichkeit geben, neue ausgezeichnete BuFo-Bilder, die ja danach nicht mehr bei Bezirk und Land starten dürfen, in diesem Wettbewerb zu entsorgen …. ;-)

  2. Hochinteressant finde ich auch, dass auf der DVF-Seite die Teilnahmebedingungen in mindestens einem der strittigen Punkte sehr verharmlosend dargestellt sind und die DVF-Darstellung eindeutig von den tatsächlichen Teilnahmebedingungen abweicht, denen man als Teilnehmer zustimmen muss: http://bilderbrunnen.wordpress.com/2011/02/10/dvf-als-partner-attraktiver-fotowettbewerbe/

  3. Detlev Motz sagt:

    Ärgerlich ist weniger, dass der Fotografierte eventuell auf der Schnabeltasse eines Altersheims landet und noch nicht einmal etwas davon weiß. Ärgerlich ist, dass ein Dachverband sich an einem solchen Wettbewerb beteiligt. Als Sahnehäubchen ist natürlich auch der Herr Präsident in der Jury. Anstatt seine Mitglieder vor solchen Bedingungen zu warnen werden sie “weichgespült”. Was meint eigentlich der Rechtsanwalt des DVF dazu? Oder die Landesverbandsvorsitzenden, von denen nur einige den Mumm haben was zu sagen oder auf ihrer WEB etwas zu schreiben? Sonst könnte ja die Ehrennadel weg sein… Ich habe hier gerade von einem Rechtsanwalt ein Mail, dass “die Einbindung des DVF zu denken gibt”.

  4. Wolf_Stü sagt:

    Erinnert mich fatal an den Ausspruch eines DVF-Vizepräsidenten vor einigen Jahren: “Was juckts die Eiche, wenn die Sau sich an ihr kratzt ?”
    Und mit einer konstruktiven Kiritik die ausschliesslich der Sache dient, konnten die DVF-Präsidenten noch gar nie umgehen. Bundes- und Landesnachrichten dienen fast ausschliesslich der Verbreitung von Zweckoptimismus und Selbstbeweihräucherung.. Leider Gottes fällt mir hierzu nichts Sinnhaltigeres ein !

  5. Norbert Cornils sagt:

    Ein Satz zum Kommentar von E.M.Z. : Manchmal sind ironisch gemeinte Aussagen einfach nur DÜMMLICH!

  6. Reinhard Becker sagt:

    @ Norbert Cornils:
    und manchmal sind zu persönliche Kommentare auf Blog-Einträge flüssiger als Wasser, nämlich überflüssig!
    Ich fand die Anmerkung von Eva aufgrund der aktuellen Situation sehr passend…