Öffentliche Jurierungen – nur interessant für gute Fotografen?

0001to.jpgGrundsätzlich bin ich ein Verfechter von öffentlichen Jurierungen. Eigentlich können Mitglieder, die ihre Bilder mit niedrigen Wertungen zurück bekommen oder nicht in die 2. Runde gelangen, bei dieser Gelegenheit nur dazulernen.

Nicht jeder Juror fühlt sich bei einer öffentlichen Jurierung wohl und sagt gerne seine Meinung. Dies wäre bei diesen drei Juroren aber kein Problem gewesen. Überraschend war für die Juroren – weniger für mich – dass wieder einmal viele Sitze leer blieben. Auch nicht neu für mich, dass meist die Fotoclubmitglieder zu einer öffentlichen Jurierungen kommen, welche es eigentlich nicht nötig hätten. Meist fehlen aber diejenigen Fotoclubmitglieder, welche ihre Aufkleber noch nicht einmal richtig auf ein Bild kleben können und ihre „Werke“ dann auf dem Kopf usw. vorgeführt bekommen. Für den Ausrichter entscheidet der Aufkleber, wie das Motiv gezeigt wird! Hier könnte ein Juror aber auch gut einem Teilnehmer erklären, warum sein Bild in der ersten Runde mit drei Stimmen rausgeflogen ist.

Aber anscheinend wohnen diese Mitglieder so weit weg, wie die Partnerstadt Aubigny. Der Stein vor dem Jurierungsraum zeigt die Entfernung an. Meine persönliche Meinung: Man sollte öffentliche Jurierungen nutzen, denn dort sieht der Fotograf (oder kann am Ende der Jurierung oder in der Pause auch mal fragen), weshalb sein Bild keine weitere Runde  geschafft hat. Doch entweder haben viele DVF-Mitglieder in Bayern noch keinen Internetanschluss um diesen Termin auf der DVF-Seite zu erfahren oder sie haben kein Interesse weiter zu kommen. Gut, dafür hat man dann später im Club etwas zu „meckern“, weil sein Top-Bild bei einer –  natürlich unfähigen Jury – durchgefallen ist. Auch eine Möglichkeit.

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Über Detlev Motz

Jahrgang 1946, gelernter Verlagskaufmann, 10 Jahre bei READER DIGEST, 25 Jahre Redakteur bei COLOR FOTO, diverse Bücher, Kodak Fotobuchpreis 1999 für "Kreative Bildgestaltung in der Fotografie", TV-Serie, DAS ABC DER FOTOGRAFIE. Seit 20 Jahren mit meiner Frau zusammen, die ebenfalls gerne und sehr gut fotografiert.

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