Wie sag ich es meinem Mitglied?

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In diesem Blog hatte ich schon einmal das Thema angeschnitten, daß Einsteiger in die Wettbewerbsfotografie (und nicht nur diese...) nach dem Wegfall der Punkte gerne wissen würden, “wie hat denn mein Bild bei der Bezirks- oder Landesfotoschau XY eigentlich abgeschnitten?”  Ich spreche nicht von einer Bundesfotoschau oder  Staatsmeisterschaft, bei der Teilnehmer wissen müssen, es ist “die Olympiade der Fotografie” beim DVF oder VÖAV und ich kann dort nicht jeden M…. hinschicken. Hört man einige Funktionäre ist diese Möglichkeit “nicht machbar – schwierig – nicht möglich – zu langwierig – usw. usw.” Einer meiner Vorschläge (siehe auch Bild) wurde von Einsteigern für gut befunden, von Funktionären… siehe oben!

Um so erfreulicher, daß ich bei meinem Besuch in Schwanfeld einen Landesverbandsvorsitzenden getroffen habe, der sich ebenfalls mit diesem Thema beschäftigt hat. 1. Vorsitzender Bernhard Leibold aus dem DVF Saarland zeigte mir seine Vorlage, die dem Wettbewerbseinsteiger eine Hilfe sein soll. Berndhard Leibold: “Die Beklebung mit roten und grünen Punkten habe ich erstmalig am 19.2.2011 in Kirkel bei der diesjährigen LAFO praktiziert und kam bei den Mitgliedern gut an. Ich finde, es bietet mehr wie das Punktesystem, das Seriosität und Objektivität nur vortäuscht. DAS optimale Bewertungssystem gibt es nicht – aber es ist ein Anfang.”

Endlich kann ich hier einem Funktionär voll zustimmen! Und ich finde ihn noch besser wie mein Vorschlag, da Button auch noch cooler aussehen und sicher bei Jugendlichen besser ankommen. Ein weiterer Grund, diese Punkte von der Rolle kosten nicht viel und sind schnell aufgeklebt. Vielleicht gibt hier wieder der eine oder andere Einsteiger oder Funktionär seine Meinung ab. Wie auch immer diese lauten mag.

6 Responses to “Wie sag ich es meinem Mitglied?”

  1. Eva Maria Zernig sagt:

    Klasse Idee – da merkt man auch einen Servicegedanken des DVF für die Mitglieder!

  2. Alfred Söhlmann sagt:

    Als einer der Juroren bei dieser LAFO kann ich sagen, dass auch ich die Idee gut finde und nach kurzer Eingewöhnungsphase kamen die Ablehnungsgründe sehr rasch über die Lippen der drei Jurymitglieder. Ein Service, der dann vielleicht hilft, die Punktegläubigkeit ein bisschen zu vergessen.
    Zeitlich gesehen jedenfalls kein Argument, gegen diese Art der Informationspolitik und wenn man dazu ein sehr flottes Ausrichterteam wie in Kirkel hat, schon überhaupt nicht.

    Zur Nachahmung empfohlen!

  3. Ich finde die Idee auch nicht schlecht. Habe aber als einer der Beobachter dieser Jurierung im Saarland und auch als Teilnehmer am Wettbewerb den Eindruck gehabt, dass es mit zunehmender Dauer der Jurierung den Juroren immer schwerer gefallen ist einen Grund für die Ablehnung (B, T, I) zu finden. Beim durchsehen der abgelehnten Bilder unseres Fotoclubs, war ich wie auch einige meiner Fotofreunde aus dem Fotoclub Tele Freisen, überrascht über die angegebenen Ablehnungsgründe. Bei noch größeren Wettbewerben mit mehr eingereichten Fotos sind diese Hinweise dann wohn nicht mehr besonders Hilfreich für den Teilnehmer. Aber wie bereits gesagt, die Idee ist nicht verkehrt.

  4. Detlev Motz sagt:

    <p>Für grössere Wettbewerbe ist ein solcher Hinweis auch nicht gedacht. Wer dort einschickt, sollte wissen, dass Ideen gefragt sind. Auch mein Hinweis-Brief mit den Tipps der Juroren geht nur bis zu einer bestimmten Anzahl an Fotos und weil er nicht mit digitalen Daten abgehalten wird. Natürlich hat der Veranstalter vorab auch keine Möglichkeit zu prüfen, ob die Juroren in der Lage sind, diese Bewertungen “schnell und frei Schnauze” zu nennen. Ein guter Fotograf muss noch lange kein guter Bewerter sein, der seine Meinung locker von sich gibt. Ein guter Fotograf ist auch nicht automatisch ein guter Referent. Aus diesem Grund gibt es bei meinem Vorschlag noch “Juroren waren sich nicht einig”. Es ist wie beim Eiskunstlauf: Es soll vorkommen, dass Juroren verschiedene Geschmäcker haben – und Sekunden kann man bei Fotowettbewerben schlecht einführen. Man sollte diesen Anfang aber eher positiv sehen. </p>

  5. Alfred Söhlmann sagt:

    zur Meinung von Detlef Rimkus

    er hat natürlich Recht, wenn er sagt, dass es mit fortlaufender Dauer (ab der dritten Runde) immer schwieriger wird, eine möglichst treffende Kurzaussage mit einem Buchstaben zu treffen. Hier sind es ja nur noch Kleinigkeiten, die über “weiter” oder “raus” entscheiden.
    Ich denke, diese Regelung sollte für die ersten beiden Runden angewandt werden, der Hinweis, dass man dann in der dritten Runde ausschied, sagt ja schon aus, dass das Bild so schlecht nicht ist.