Jurierung in Zeil 1. Teil: Hilfestellung für die Fotografen

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Noch letzte Woche höre ich von einem Bezirkswettbewerb, der unter den Augen der Öffentlichkeit juriert wurde. Etliche Zuschauer haben sich dort über den Jurierungsablauf gewundert. Auch, dass die besten – oft weltweit prämierten Bilder – schon in der ersten Runde aus der Wertung fielen. Dazu „labernde“ Bildträger, die den Juroren die Bilder erklärten und eine Jurorin, die auf die Rückseite der Bilder schaute. Und ein Bezirksleiter der dabei zuschaute.

In Zeil sahen die Zuschauer von den oberen Rängen, wie juriert wurde. „Labernde Bildträger“ gab es nicht. Und die teilnehmenden Fotografen erhalten bei der Rücksendung der Fotos – teilweise – eine Hilfestellung. Ein Button (siehe Bild) wurde auf der Rückseite des Passepartouts angebracht, der eine kleine Hilfestellung gab, weshalb das Bild die erste Runde nicht schaffte. Und ein Begleitbrief gibt es ebenfalls, der noch erklärend auf den Button eingeht.

So kann das Bild technisch schlecht gewesen sein (Überschärfung usw.) oder es hat eine Idee gefehlt. Das kann auch der Weiskopfadler sein oder das fünfte Motocross-Bild, welches man 2011 wirklich bei einem Wettbewerb nicht mehr einsenden sollte, wenn es keine neue Sichtweise bietet.

Ich freue mich natürlich, dass es zwischenzeitlich doch einige Ausrichter gibt, die den Einsteigern – gerade bei einem Bezirkswettbewerb – wieder diese Hilfestellung bieten. Da müsste eigentlich das DVF-Präsidium schon längst darauf gekommen sein, anstatt nur zu Verkünden „die Punkte sind tot“.  Deshalb dicker Daumen für die Fotofreunde im Bezirk Mainfranken!

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Über Detlev Motz

Jahrgang 1946, gelernter Verlagskaufmann, 10 Jahre bei READER DIGEST, 25 Jahre Redakteur bei COLOR FOTO, diverse Bücher, Kodak Fotobuchpreis 1999 für "Kreative Bildgestaltung in der Fotografie", TV-Serie, DAS ABC DER FOTOGRAFIE. Seit 20 Jahren mit meiner Frau zusammen, die ebenfalls gerne und sehr gut fotografiert.

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