452 Kilometer für die Fotografie

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Samstag, 8.Oktober: Es regnet, stürmt und im Radio ist zu hören dass es auf der Autobahn Garmisch die ersten Unfälle wegen Schnee gab. Um 7.20 Uhr starten wir nach Laupheim zur Jurierung der „Fotowochen DVF-Bezirk Alb-Donau“. Es regnet ohne Unterbrechung – trotzdem kommen wir pünktlich an. Die Juroren: Michael Hüttinger stellv. Chefredakteur von CHIP Foto Video, Wolfgang Elster, Webmaster des DVF-Bayern, der selbst gerade mit einer Bezirksfotoschau beschäftigt ist und ich. Otto Marx (auf dem Foto links) empfängt uns und erklärt, warum sich diese Bezirksfotoschau etwas von den anderen Ausstellungen abhebt. 1. Die Juroren bewerten eine Kollektion und kein Einzelbild. 2. Die Ausstellung geht nicht wie meist üblich zwei Tage sondern vom 15. Oktober bis zum 8. Januar mit einem umfangreichen Zusatzprogramm >>>.

Was mir bei dieser Jurierung sehr gut gefällt: Die Jurierung geht sehr viel schneller wie bei Einzelbildern, man kann sich dafür aber mehr auf die jeweilige Kollektion konzentrieren. Ausserdem sind die Clubs hier gefordert ZUSAMMEN etwas auf die Beine zu stellen. Und das dies nicht ganz so einfach ist, zeigen die 8 Kollektion die bereits an den Wänden hängen. Ohne dem Veranstalter vorzugreifen fällt auf, daß zwischendurch einzelne Bilder zum Thema überhaupt nicht passen, die Technik nicht stimmt oder nur ein Sammelsurium von Bildern als „Gemeinschaftsleistung“ getarnt wird. Auch die Präsentation (ebenfalls wichtig bei diesem Wettbewerb) war sehr verschieden.   Es war schön, dass man sich mit jeder der Serien längere Zeit beschäftigen konnte – wenn es sein musste auch mehrmals.  Es ging ohne Punkte zu drücken und mit vielen Diskussionen, bei der jeder Juror zu Wort kam und seine Meinung vertrat. Bei den drei Siegern war sich die Jury schnell einig, wobei es noch eine Gemeinschaftsleistung gab, die knapp den 3. Platz verfehlte. Ein besonderes Lob gilt den Preisträgern des 1. Platz. Eine Präsentation wie aus einem Guss. So etwas habe ich bisher selten gesehen. Weitere Infos auch auf der DVF-Bayern-Seite >>>

Danach ging es weiter nach Wiggensbach im Allgäu. Vor vollem Saal zeigte Chris Hinterobermaier seine Beamershow „Die besten Dias der Welt“. Lange hab ich ihn schon nicht mehr persönlich gesehen, aber ich hatte dabei den Eindruck, die Zeit ist still gestanden. Fotografie scheint nicht alt zu machen (ausser mich). Etwa 1000 Bilder waren bei dieser 1  1/2 stündigen Show zu sehen. Mit „Hammer-Fotos“ die man sich bei der Masse an guten Fotos leider nicht merken kann. Dem Fotoclub Wiggensbach bescherte diese Veranstaltung wieder ein volles Haus. Und mir eine weitere Regenfahrt am späten Abend nach Erding  Fotos: Bilder von Chris Hinterobermaier und Saal, Wolfgang Elster, Bild der Juroren Christine Motz 

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Über Detlev Motz

Jahrgang 1946, gelernter Verlagskaufmann, 10 Jahre bei READER DIGEST, 25 Jahre Redakteur bei COLOR FOTO, diverse Bücher, Kodak Fotobuchpreis 1999 für "Kreative Bildgestaltung in der Fotografie", TV-Serie, DAS ABC DER FOTOGRAFIE. Seit 20 Jahren mit meiner Frau zusammen, die ebenfalls gerne und sehr gut fotografiert.

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