Von Bezirksfotoschau zu Bezirksfotoschau – von Regensburg nach Dillingen

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Der digitale Katalog zur Bezirksfotoschau in Dillingen >>>

Es war ein stressiges Wochenende. Gedopt mit allen Erkältungsmitteln die der Apotheker zur Verfügung hatte und ich später im Körper, ging die Fahrt am Freitagabend nach Regensburg. Wie immer begleitete mich meine Frau, diesmal auch als Fahrerin.  Schöne Stadt, mit schwierigen Parkbedienungen. Nach einer kleinen Rundfahrt durch endlose Einbandstraßen hatten wir den Ausstellungsort und ein Parkhaus gefunden (auch durch Stephan Fürnrohrs Hinweise, die er uns mit Google-Links zur Verfügung stellte).

Nach meinem 90 Minuten Vortrag und diversen Gesprächen ging es wieder nach Erding zurück. Überraschungsgast Maximilian Weinzierl konnte ich in meinen Vortrag einbauen, er durfte einige seiner gezeigten Fotos gleich selbst erklären. Denn beim Thema „was ist ein gutes Bild“ hat auch jeder Fotograf seine eigenen Vorstellungen. Das zeigte auch eine kurze Diskussion, die zum Vortrag immer dazu gehört.

Am anderen Tag die nächste Fahrt Richtung Dillingen. Gottseidank immer bei schönstem Wetter. Die „Doping-Mittel“ halfen und wir kamen rechtzeitig am Adolph-Kolping-Platz an (der übrigens von keinem Navi angezeigt wird).  Es war eigentlich keine Überraschung, dass die Ausstellung bestens organisiert war. Bezirks- und Fotoclubleiter Wolfgang Elster überlässt bei solchen Gelegenheiten nichts dem Zufall. Und wenn man dabei an die Besucher einer sogenannten BUFO denkt: Bei dieser BEZIRKSFOTOSCHAU gab es als Zugabe die besten Häppchen, Weisswein, Rotwein, alkoholfreie Getränke und Kaffee – natürlich kostenfrei. Und es gab dazu eine exzellente Schau (am Anfang der Ausstellung !!) bei der die Bilder zuerst auf einer Leinwand gezeigt wurden, die Gewinner interviewt wurden  – mit dem aufgenommenen Bild im Hintergrund. Dazu zwei Ausstellungen mit bester Präsentation und Fotos, die sich vor keiner anderen Ausstellung verstecken mussten. Im Gegenteil.

Interessant sind aber bei dieser Gelegenheit auch die vielen Gerüchte, interessante Gespräche und der Spaß mit den Fotografen die man hier hat. Denn es bleibt viel Zeit, sich noch zu unterhalten und die Fotografen bleiben lange in Dillingen. Meine Frau: „Eine der wenigen Veranstaltungen auf die ich mich freue, sind die Veranstaltungen in Dillingen, weil ich weiß, dass man hier viele gute Fotografen aus dem ganzen Umfeld trifft und man diesen auch anmerkt, dass sie Spaß an der Fotografie haben. Klar, es waren auch die Wiggensbacher da. Mit Mitglied Norbert Gehrmann ist der Spaß schon mal garantiert.  Sie haben zwischenzeitlich einen Aufnahmestopp weil sie bei ca. 86 Mitgliedern angekommen sind. Schon in fotoGEN, mit einem Artikel über den Club, hatte ich geschrieben „Erfolg macht sexy“. Ein Aufnahmestopp, eventuell mit Liste für eventuelle Aufnahmen, dürfte diesen Trend meiner Meinung nach noch verstärken. Ich kenne zur Zeit kaum einen Club, der bei Wettbewerben erfolgreicher ist. Oder er macht keine Werbung….  Am Präsidium, irgendwo im Norden, geht das anscheinend wie so vieles vorbei. Dafür besuchen immer mehr Personen die aktuelle und gut gestaltete Bayern-DVF-Seite>>> , die man nur empfehlen kann. Aktive Clubs gibt es in Bayern genügend, von denen man aber leider selten eine Info bekommt.

Bei einem Besuch in Dillingen hörte man aber auch wichtige Dinge. Beispielsweise von einem Mitglied der Wiggensbacher. Wir wissen nun alles über den Brauch des „Christbaum loben“. Ob wir das von den Wiggensbacher erledigen lassen, sind wir noch nicht sicher. Vorläufig haben wir mal verbreitet, wir sind an Weihnachten nicht da!  Wir wissen trotzdem nicht so genau, was uns erwartet, wenn 86 Mitglieder mit dem Schlafsack anrücken um unseren „Christbaum zu loben“. Übrigens: Wer keinen hat, dürfte auch nicht ganz unbeschadet davon kommen!

Das Foto zeigt von links nach rechts erfolgreiche Teilnehmer bei der Bezirksfotoschau: Peter Ernszt, Blende Allgäu und Autor der Elements-Reihe in fotoGEN,  Armin Greither, Fotoclub Wiggensbach, dem man nicht ansieht, dass er bereits Mitglied in meinem Fotoclub „Isny 75“ vor langer Zeit war. Und Roland Hank, Blende Allgäu, erfolgreicher Wettbewerbsteilnehmer bei fotoGEN.

Während ich dies schreibe, kommt der Macher der Ausstellung Wolfgang Elster dazu, sich um den „digitalen Umbruch“ von fotoGEN zu kümmern. Er hatte nicht nur zwei harte Tage hinter sich sondern mehrere Wochen. Danach fährt er in den Urlaub. Er braucht ihn dringend.

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Über Detlev Motz

Jahrgang 1946, gelernter Verlagskaufmann, 10 Jahre bei READER DIGEST, 25 Jahre Redakteur bei COLOR FOTO, diverse Bücher, Kodak Fotobuchpreis 1999 für "Kreative Bildgestaltung in der Fotografie", TV-Serie, DAS ABC DER FOTOGRAFIE. Seit 20 Jahren mit meiner Frau zusammen, die ebenfalls gerne und sehr gut fotografiert.

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