Leider ein Nachruf: Guido Blum

guido-blum-2007.JPGDen Fotografen Guido Blum kennen sicher einige der Blog-Leser aus Laupheim. Dort hat er mit seinen Fotos die Ausstellung bereichert. Immer in Erinnerung werden mir seine Wachsfotos bleiben. Sie sind nicht einfach im Internet oder auf Papier abzubilden, man muss sie im Original gesehen haben. Guido Blum legte großen Wert auf die Präsentation seiner Bilder und er hat seine Projekte immer geplant. Seine letztes Fotoprojekt nannte sich „Auf der Zielgeraden des Lebens – Begleiter der letzten Reise“. Er hatte für dieses Projekt bei einem Bestattungsunternehmen gearbeitet und dort auch fotografiert. Es ist schon fast makaber, aber vor seiner Ausstellungs-Eröffnung und kurz vor seinem 63. Geburtstag ist er auf tragische Weise bei einem Sturz vom Baum gestorben. Foto: Otto Marx, im Jahr 2007

Zur Serie, die mir immer in Erinnerung bleiben wird und damit auch Guido Blum. Die Geschichte: „Eine Gesindewohnung wird nicht mehr benötigt. Sie wird verschlossen und erst wieder nach 57 Jahren von ihm betreten. Durch den Einschluss der Bilder in Wachs und das spätere ausschmelzen, wirkt die Wohnung unwirklich. Teile der Bilder bleiben hinter dem Wachs verborgen. So entstehen 26 Gelatinesilber Prints ca. 31×41 cm, coloriert mit Eiweißlasurfarben, im Wachsblock eingegossen und ausgeschmolzen. Wer die Bilder sieht – und nicht nur diese – wird diesen seltenen Satz sagen, der mir sonst schwer von den Lippen kommt: „Ein wahrer Fotograf und Künstler!“ 

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Über Detlev Motz

Jahrgang 1946, gelernter Verlagskaufmann, 10 Jahre bei READER DIGEST, 25 Jahre Redakteur bei COLOR FOTO, diverse Bücher, Kodak Fotobuchpreis 1999 für "Kreative Bildgestaltung in der Fotografie", TV-Serie, DAS ABC DER FOTOGRAFIE. Seit 20 Jahren mit meiner Frau zusammen, die ebenfalls gerne und sehr gut fotografiert.

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