Kommentar: Chance vertan – von beiden Seiten!

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Wer zur Wahl im „Zweierpack“ antritt (Frenzel links, Böhm rechts) und mit Vorgaben, hat schon im Vorfeld schlechte Karten bei einem  bürokratischen DVF. Und es geht ja auch um Pöstchen! Es war klar, dass etwas gefunden wird, um diesen „Zweierpack“ zu verhindern. Man darf sich nicht wundern, dass schon im Vorfeld auf der DVF-Bundesseite die Meldung mehr als klein gehalten wurde.

Einige Landesverbände brachten diese Meldung überhaupt nicht, vermutlich unter dem Motto „das wird sich schon von selbst regeln“. Oft hat man aber auch den Eindruck, der Webmaster ist dort bereits verstorben und Neuigkeiten werden alle 2 Monate mal von einem Mitglied eingepflegt.  So war für Insider dieser Ausgang leider keine große Überraschung. Für die kreativen Mitglieder, welche eine Veränderung im DVF wünschten, sicher ein Schlag ins Gesicht.

Die meist älteren Mitglieder wird die Meldung aber nicht sonderlich interessieren, solange sie eine Fotozeitschrift im Beitrag günstig dazu bekommen. Es geht weiter wie immer – ab einem bestimmten Alter ist das erwünscht. Unruhe und Störungen erhöhen unnötig den Blutdruck. Und die Jugend? Interessiert es nicht, diese ist längst abgewandert, wenn nicht gerade der Vater/Mutter im DVF ist und der Junior dort auch von den Eltern erwünscht wird. Möglichkeiten, welche vom Verband verschlafen wurden, gibt es genug. Der alte Bundes-Vorstand lässt sich also wieder ohne Störungen wählen und feiern. Es kann an der Spitze so weiter gehen wie immer – auch mit Zustimmung mancher LVs, die ebenfalls keine Änderung wollen.

Ich kann nur sagen, gut dass es kreative Mitglieder in den Bezirken und Landesverbänden gibt, die noch Power und Ehrgeiz entwickeln. Auch wenn diese „von Oben“ kaum wahrgenommen werden (sonst wäre auch ein Jugendreferent kein Problem, der die 70 noch nicht überschritten hat). Die diversen Erklärungen will ich ihnen hier ersparen. Diese können Sie hier lesen >>> oder auch hier >>> oder auch hier >>>. Immerhin wird ein Kandidat jetzt mit Porträt gezeigt. Ah ja, so hat der Fotograf also ausgesehen, den man hätte wählen sollen. Schön dass man ihn mal sieht…

Wer die Beiträge im DVF-Forum liest, wundert sich nicht, dass es dort rumort. Gespannt darf man sein, ob sich der Präsident dort wie immer in Schweigen hüllt. Ist ja nur die Basis, die sich zu Wort meldet.

Danke für die vielen Mails, die ich erhalten habe und die teilweise recht interessant waren. Viele wollen sich über den DVF nicht öffentlich äussern – aus diversen Gründen. Teilweise auch, weil sie als Funktionär selbst im DVF tätig sind. Nur, eine schweigende Mehrheit kann selten  etwas ausrichten.  Eine sachliche (!) Diskussion hier im Blog, in Facebook oder im DVF-Forum bringt mehr, als nur die Aussage „mir reicht die Fotozeitschrift, die Möglichkeit der Wettbewerbe und der Besuch im Fotoclub“ (Originalzitat). Damit wird man der Überalterung im DVF auch weiterhin zuschauen können. Man sollte den aktiven Mitgliedern auch aktiv helfen, dass ihre Vorschläge gehört werden und nicht in „DP“ wie digitaler Papierkorb landen. Die nächsten Wahlen sind eine Möglichkeit.

Nachtrag: Nicht möglich im Team gewählt zu werden? Dann lesen Sie bitte das DVF-Journal 11/2008 vom November. Anscheinend ist es doch möglich, seine Wunsch-Kandidaten mit ins Boot zu holen (und nicht nur eine Person). Lieber Herr Borgfeld, bitte erklären Sie mir jetzt mal den Unterschied zum Team Frenzel/Böhm. Und wo ist der moderne DVF geblieben, den die Mitglieder sowohl im Forum als in meinem Blog vermissen?

„Wichtigster Aspekt und erfreuliches Ergebnis der sechs Tage des DVF’s auf der photokina 2008 waren die vielen intensiven Kontakte, Gespräche, das Kennen lernen sowie die Ideenentwicklung für einen modernen DVF. Die photokina bot Vertretern der Länder, der Bezirke, der Clubs und allen DVF-Mitgliedern die gute Gelegenheit, das zur Präsidiumswahl aufgestellte Team Willy Borgfeldt mit Heinz Walter Klein und K.H. Tobias, näher kennen zu lernen und zu sprechen. Bei Kölsch und Brötchen am Stand, bei einem gelungenen Mix aus Musik und Bild auf der Gala-Veranstaltung“. 

 

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Über Detlev Motz

Jahrgang 1946, gelernter Verlagskaufmann, 10 Jahre bei READER DIGEST, 25 Jahre Redakteur bei COLOR FOTO, diverse Bücher, Kodak Fotobuchpreis 1999 für "Kreative Bildgestaltung in der Fotografie", TV-Serie, DAS ABC DER FOTOGRAFIE. Seit 20 Jahren mit meiner Frau zusammen, die ebenfalls gerne und sehr gut fotografiert.

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