Kataloge, nur für Punktesammler und die Papiertonne?

Fotokataloge gab und gibt es fast von jedem Fotowettbewerb solange ich zurück denken kann. Je größer der Wettbewerb, desto umfangreicher der Katalog und die endlosen Seiten mit den Punkte-Vergaben. Es soll Fotografen geben, die sich nicht für die Bilder sondern nur noch für die Punkte interessieren. Ob Staatsmeisterschaft in Österreich (VÖAV) oder Bundesfotoschau  (DVF) in Deutschland –  es gibt einen Katalog. Man blättert ihn einmal durch, legt ihn auf den großen Stoß zu den anderen Katalogen und geht zur Tagesordnung über. Als Sammler dieser Lektüre (und nicht nur dieser) komme ich gelegentlich unweigerlich  an meine „Platzgrenzen“ – 20 Kartons mit diversen Katalogen landeten von einer Woche im Papiercontainer. Viel Herzblut von den „Machern“ und „Layoutern“ steckt in diesen Dingern.

Heute sehe ich zufällig das Jahrbuch des DVF Bayern >>>, welches es für 5.- Euro Schutzgebühr auf Papier gibt, aber auch im Internet. Darin können Sie einen Blick auf diverse Landes-, Bezirks- und Quartalswettbewerbe werfen. Sie finden dort auch Fotoclubs aus Bayern! Ich habe es in Ruhe digital durchgeblättert und muss sagen, in diesem Katalog sehen Sie viele gute Bilder. Teilweise erheblich bessere Fotos, wie ich sie eher im Katalog einer Bundesfotoschau- oder Staatsmeisterschaft vermuten würde. Daran haben natürlich nicht die Macher eine Schuld sondern eher so manche Juroren. Wenn Einsteiger wissen möchten, wie sehen gute Wettbewerbsbilder aus, dort finden sie eine große Auswahl. Während die Bundesfotoschau oder die Staatsmeisterschaft  mit der „olympischen Disziplin“ verglichen wird, kann sich in diesem Katalog der Einsteiger mit Bildern messen, die er eigentlich auch schaffen müsste? Es ist beim DVF sozusagen der Einstieg in die Wettbewerbsfotografie! Wie gesagt, es sind u.a. Fotos von Bezirks- und Quartalswettbewerben! Haben ihre Bilder bereits dieses Niveau? Übertreffen Sie diese Ideen? Gestalten Sie auch so gekonnt? Schauen Sie rein – die Antwort müssen Sie sich selbst geben. Für Schwaben und Schotten: Die digitale Ausgabe können Sie kostenlos anschauen!

 

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