Widerspruch!?

In den 60er-Jahren wurden wir von der katholischen Kirche gewarnt (mit einem Extra-Filmdienst), nicht in bestimmte Filme zu gehen, die meist ab 18 Jahren von der FSK ausgezeichnet wurden. Es gibt übrigens eine Statistik, die besagt, dass es zu dieser Zeit die meisten „ab 18 Filme“ gab.

Heute wird davor gewarnt, dass Kinder keine Filme und Videospiele in 3D ansehen sollten,  da es Kinderaugen schädigt. Langzeitstudien können dazu aber noch nicht vorliegen. Im Widerspruch finde ich hier die Bewertungen der FSK. Wenn dies stimmen sollte, dann frage ich mich, weshalb 3D-Filme sehr oft „ab null Jahre“ freigegeben sind?  3D-Filme „ab 12“ dürfen mit einem Elternteil bereits ab 6 Jahren besucht werden – und dies wird auch  häufig genutzt. Heulende Kinder habe ich dort schon oft gesehen, die den Film nicht mehr aushalten konnten.  Dies war auch schon bei IMAX-3D-Filmen der Fall, die früher eine besonders laute Tonanlage hatten. Mütter mit Kleinkinder war zu dieser Zeit keine Seltenheit. Bei der Serie „Die Tribute von Panem – tödliche Spiele“ wundere ich mich ebenfalls, wie die FSK auf die Idee kommt, diese ab 12 (also mit Elternteil ab 6) freizugeben (kein 3D).

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Über Detlev Motz

Jahrgang 1946, gelernter Verlagskaufmann, 10 Jahre bei READER DIGEST, 25 Jahre Redakteur bei COLOR FOTO, diverse Bücher, Kodak Fotobuchpreis 1999 für "Kreative Bildgestaltung in der Fotografie", TV-Serie, DAS ABC DER FOTOGRAFIE. Seit 20 Jahren mit meiner Frau zusammen, die ebenfalls gerne und sehr gut fotografiert.

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