Was die starken PS für’s Auto sind, bleiben die vielen Pixel für den Fotografen

„Der Trend immer mehr Pixel, ist beendet“ lese ich gerade in einem Beitrag über die Photokina. Man sollte nicht alles glauben, der Pixelwahn geht weiter, nur eben dazu mit größeren Sensoren. Gleichzeitig liest man, dass Bilder „meist auf der Festplatte schmoren und oft nur für soziale Netzwerke benutzt werden“. Kein Wunder, dass immer öfters mit dem Smartphone fotografiert wird. Ich schätze, die große Überraschung bei Panasonic, eine Smartphone-Kamera mit 4k und 20 MB (Lumix CM-1), wird diesen Trend weiter anheizen. In meinem Vortrag „60 Jahre erlebte Fotografie“ gibt es auch dieses Motiv von 2004. Aufgenommen mit der Canon 20D, 8 MB. Es wurde geprintet auf DIN A3 und DIN A2. Ich lese immer öfters, dass mit 8 MB nur Bilder in Postkartengröße möglich sind 🙂 Jedes Gesicht ist erkennbar – also scharf. Damals gab es auch nicht die Möglichkeit schnell einmal einen Kopf zu wechseln, weil die Person nicht auf den Fotografen schaut – man musste einfach darauf achten! Die Einstellung „Landsknecht lächelt“ fehlte tatsächlich… Auch wenn der Trend weiter zu noch mehr Pixel geht – wird auch wieder mehr geprintet? Oder lagern die Bilder mit 34 MB nur auf der Festplatte, damit sie in 50 Jahren ein Alien findet und diese nicht mehr auslesen kann 🙂

2004, Gruppenaufnahme von einer Landsknechtgruppe im Rahmen der Veranstaltung in Memmingen "Wallensteins Lager". Eines der alten Schätzchen aus dem Vortrag "60 Jahre Fotografie".

2004, Gruppenaufnahme von einer Landsknechtgruppe im Rahmen der Veranstaltung in Memmingen „Wallensteins Lager“. Eines der alten Schätzchen aus dem Vortrag „60 Jahre Fotografie“.

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Über Detlev Motz

Jahrgang 1946, gelernter Verlagskaufmann, 10 Jahre bei READER DIGEST, 25 Jahre Redakteur bei COLOR FOTO, diverse Bücher, Kodak Fotobuchpreis 1999 für "Kreative Bildgestaltung in der Fotografie", TV-Serie, DAS ABC DER FOTOGRAFIE. Seit 20 Jahren mit meiner Frau zusammen, die ebenfalls gerne und sehr gut fotografiert.

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