Gunther Riehle rief und alle kamen…


…wäre meine Überschrift gewesen. Leider passt aber besser „mehr Kinder wie Teilnehmer“. Egal aus welchem Grund dies so war. Hier die Geschichte zu diesen drei Fotos.
Dieser Text steht auch auf Facebook. Dort etwas zu erklären, ist auf einem solchem schnellen Medium eher schwierig. Anschauen in 3 Sekunden – Klick oder kein Klick – fertig. Deshalb hoffe ich hier, dass der Beitrag eher ganz gelesen wird. Der Ausflug von meiner Frau und mir führte uns am 12. Juni zum zweiten mal zur Nabu Köngen-Wendlingen, der Artenschutzgruppe Steinkauz. Dabei waren mit Gunther Riehle Personen, die einen seiner weltweiten Wettbewerbe schon einmal juriert hatten. Dieser Wettbewerb nennt sich „GERMAN OPEN CIRCUIT“. Gunther kam auf die Idee, diese Steinkäuze mit Patenschaften zu beglücken. Damit verbunden ein Besuch der „Mitglieder des GERMAN OPEN CIRCUIT“, damit diese erleben können, wie die jungen Vögel erstmalig für einen Ring am Bein aus der schon einmal gezeigten Röhre hier genommen werden. Dem Leiter Dieter Schneider ist es zu verdanken, dass er bereits 1977 begonnen hat Röhren auf Bäume zu setzen, um den Kauzen eine gute Möglichkeit für eine Brut zu bieten. Auf der bereits gezeigten Statistik, hier auf der Seite, können Sie ersehen was sich daraus entwickelt hat. Dieter Schneider ist heute, mit 85 Jahren ! noch aktiv Woche für Woche unterwegs um Röhren zu kontrollieren und um aufzuklären. Denn diese „Nester“ müssen gereinigt und ausgebessert werden. Oft werden diese – eigentlich einbruchsicheren Kästen – aber auch von Katzen oder Mardern ausgeraubt. Oder die Eier wurden – eventuell durch Störungen – nicht ausgebrütet. Wer mehr darüber wissen möchte, kann sich mit Dieter Schneider in Verbindung setzen – auch wegen einer Patenschaft für circa 30 Euro im Jahr. Für diese Vögel lohnt es sich. steinkauzpatenschaft@gmx.de
Wie Sie also sehen, werden die Jungvögel nicht aus „Spaß an der Freud“ für uns aus dem Nest geholt – sie sehen erstmalig auf was sie sich einmal einlassen werden – auf eine nicht mehr ganz intakte Natur. Deshalb sind wir vom „Club GERMAN OPEN CIRCUIT“ froh, dass es noch Vereine wie die NABU-Gruppe Köngen-Wendlingen gibt, die bis zu 300 Stunden im Jahr für diese seltenen Vögel viel Arbeit leisten. Sie sind auch zuständig, dass diese Röhren gebaut werden und auf bestimmte Bäume kommen. Auch da gibt es Regeln…Die Nisthöhle muss oben auf dem Platz angebracht sein und nicht unten! Sonst fallen die Jungen vom Ast, wenn sie ihre erste Flugversuche beginnen.
Der Vorsitzende Dieter Schneider ist auf dem Gruppenbild in der Mitte zu sehen. Er möchte nächstes Jahr etwas kürzer treten. Die Arbeit mit den Käuzen wird aber weiter gehen. Hilfe ist immer gern gesehen.

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Über Detlev Motz

Jahrgang 1946, gelernter Verlagskaufmann, 10 Jahre bei READER DIGEST, 25 Jahre Redakteur bei COLOR FOTO, diverse Bücher, Kodak Fotobuchpreis 1999 für "Kreative Bildgestaltung in der Fotografie", TV-Serie, DAS ABC DER FOTOGRAFIE. Seit 20 Jahren mit meiner Frau zusammen, die ebenfalls gerne und sehr gut fotografiert.