Der stumme Juror – ein guter Juror?

14.jpgIn den letzten Wochen habe ich bei einem Gespräch einen Satz gehört, der mich mehr als erstaunte – obwohl er von einem Funktionär kam: „Diskussionen unter Juroren sind nur dazu da, um dem anderen seine Meinung aufzudrücken“. Dass dort bei Jurieren nicht gesprochen werden darf, sondern nur Pünktchen gedrückt werden, brauche ich sicher nicht extra zu erwähnen.

Jede Jurierung, bei der sich Fotoprofessoren oder Fotoprofis beteiligen, erfolgt ausschließlich mit einer Diskussion. Denn jeder der Juroren trägt seine Fakten bei. Die optimale Besetzung einer Jury berücksichtig der Veranstalter. Der eine Juror kennt sich in Trends aus, der andere in der Technik, ein weiterer über sogenannte „Maschebilder“ die lt. Prof. Nobel gerade bei Verbands-Wettbewerben in der Überzahl sind.  Es ist ein MITEINANDER und kein GEGENEINANDER. Wer Fotografie studiert hat und sich in der Szene auskennt, wird sich sicher keine Meinung „aufdrücken“ lassen. Dort braucht auch keiner überredet zu werden.  Bei Amateur-Wettbewerben verstecken sich manche Juroren natürlich gerne hinter Eingabegeräten. Manfred Kriegelstein hat es schon oft deutlich gesagt „weil sie oft nicht mal fotografieren können oder keine Meinung äussern können“. Was ist Ihre Meinung? Ist ein stummer Juror ein besserer Juror?

BSW-Sammellinse: Bilder, Bilder, Bilder

bsw.jpgBekomme ich die Sammellinse, das Fachjournal der Foto- und Filmgruppen in der Stiftung Bahn-Sozialwerk, kurz BSW in’s Haus, lege ich mich zuerst auf die Couch und blättere diese durch. Ich lese sie auch genau! Das passiert eigentlich nur bei diesem Verbands-Journal, die anderen Blättchen kann man meist ganz schnell im Stehen lesen. Funktionärsdeutsch, trockene Meldungen (meist schon veraltet) und Lobhudelei stehen in mehreren anderen diversen Verbandszeitungen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich im Vordergrund.

Was mir bei der Sammellinse immer wieder auffällt sind u.a. die Bilder zu den Wettbewerben. Ich habe manchmal den Eindruck, daß nur die BSWler noch Menschen fotografieren (von vorn!) und darüber nicht immer die übliche Photoshop-Soße ziehen, die ein Bild bis in die letzte Ecke in eine ästhetische Postkarte verwandelt. Hier gibt es natürlich auch „Motive, welche nicht wegrennen können, wenn der Fotograf kommt“.

Erfreulich auch, daß ich hier gleich mehrere Fotos sehen kann, die in anderen Wettbewerben „nur gut“ abgeschnitten haben, hier aber mit Gold und Sonderpreisen ausgezeichnet wurden. Es lohnt sich also für Fotografen, nicht aufzugeben! In dieser Ausgabe sehen Sie auf 38 Seiten 175 (!!!) Fotos. Eine Mammutarbeit, auch für den Redakteur. Gratulation!

Redakteur Gerhard Kleine ist unter gerhard.kleine@web.de zu erreichen. Und hier kommen Sie auf die Homepage des BSW >>>

Abstecher zu den „BSWlern“

bsw.jpgEs ist schön, wenn man als Begleitperson der Jurorin die Zeit hat, mit dem Bürgermeister 7500 Jahre alte Bandkeramiken anzuschauen, einen Blick auf die Fotos der Landesfotoschau werfen kann und kurz einmal bei der Regional-Fotoschau der BSW im Felix Fechenbach-Haus auftaucht. Danke dafür an Helmut Förster vom Fotoclub Zeil, der mich blitzschnell beförderte. Vermutlich würde ich heute noch einen Parkplatz suchen…  Für die Fotos im Vorraum war – um es gleich zuzugeben – keine Zeit (aber die Häppchen waren gut). Immer wieder traf ich Fotografen, die man schon Jahre kennt, wie Emil Weiß, ein Urgestein beim BSW, um nur einen zu nennen. Dafür reichte die Zeit noch für die Preisverleihung, die Beamershow der besten Fotos, die Einlagen der Musik und die Ansprachen u.a. von Dieter Kupitz (Bild).

Dass die BSWler fotografieren können – und erfreulicherweise nicht nur Motive, die nicht davon laufen können – beweisen sie eigentlich schon seit vielen Jahren. Dass Alfred Söhlmann wieder einmal Preise über Preise einkassiert hat, damit müssen die anderen Fotografen leben – er hat halt ein Blick für’s perfekte Motiv.

BSW-Sammellinse: bunt, spannend, wirkungsvoll

titel.jpgDie neue SAMMELLINSE – das Fachjournal der Foto- und Filmgruppen in der Stiftung Bahn-Sozialwerk ist erschienen. Ansgar Forster von der BSW-Foto und Filmgruppe Schwandorf zeigt seine Tiermotive zum Thema Naturfotografie. Interessant auch die Bilder zum Thema „Die Fotoserie“. Zum Erscheinen des Buches von Prof. Harald Mante Die Fotoserie schrieb der dpunkt.verlag >>> auch einen Wettbewerb aus. 300 Serien gingen ein. Verdient gewonnen hat Robert Schlaug, wenn man die gezeigten Ideen sieht, mit einer Fotoserie über Fertiggaragen! Dass man auch zeitgemäße, sehr spröde Themen perfekt umsetzen kann, zeigt er in seiner Serie. Gratulation zu dieser Arbeit! Ausserdem sind Fotos zum Thema Gegensätze zu sehen, die vom BSW für seine Mitglieder ausgeschrieben wurde. Obwohl diese Mitgliederzeitung natürlich auch auf einigen Seiten mit „Punkte-Listen“ aufwartet, hat sie den Vorteil, dass die Artikel auch für Einsteiger interessant sind. Eine der wenigen Mitgliederzeitungen, die man nicht liest und nach 5 Minuten in den Papierkorb wirft. Sie ist eben nicht nur mit „Funktionärsdeutsch“ und langweiligen Mitteilungen gefüllt, die man meist billiger ins Internet stellen könnte, sondern bietet immer wieder interessante Beiträge, bei denen man auch das „Herzblut“ der Macher und Einsender der Bilder/Texte spürt. Wer Mitglied werden möchte oder Interesse an einem Probeexemplar hat – Gerhard Kleine hilft Ihnen sicher gerne weiter. Mail-Adresse: sammellinse@bsw-foto.de

Fotoschau der BSW-Fotogruppe Würzburg

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Die BSW-Fotogruppe Würzburg ist Ausrichter der BSW Regionalfotoschau 2011 für den Bereich Bayern. Die Präsentation der besten Bilder und einer Beamer-Show, in der die besten Bilddateien gezeigt werden, findet am 12. und 13. März 2011 im Felix Fechenbach Haus (Stadtteilzentrum Würzburg-Grombühl), Petrinistr. 18b, 97080 statt. Die Eröffnung ist am 12.3. um 11 Uhr 30. Öffnungszeiten jeweils von 11 bis 18 Uhr. Achtung: Es findet eine öffentliche Jurierung des Wettbewerbs statt. Sie beginnt am Samstag 15.1. 2011 um 9 Uhr 30, ebenfalls im Felix Fechenbach Haus. Parkmöglichkeiten im Parkhaus Grombühlstrasse. Mein Tipp: Würzburg und ein Besuch auf der Burg, ist immer eine Reise wert. Den Tipp mit dem Parkhaus sollten sie aber beherzigen – es wird schnell abgeschleppt.

BSW: Regionalfotoschau in Duisburg 2011

eisenbahn.jpgEmil Weiss, ist sicher nicht der jüngste Fotograf beim BSW mit über 70 Jahren, aber immer noch einer der aktivsten „Macher“ im BSW. Per Mail teilt er mir mit, daß der Einsendeschluß für die Regionalfotoschau am 10. Dezember 2010 ist. Fünf Aufsichtsbilder, davon mindestens ein Motiv zum Thema „Eisenbahn“ dürfen von Mitgliedern des BSW eingeschickt werden. Die Ausstellung wir am 26. Februar 2011 in Duisburg eröffnet. Ausstellungsort: Bezirksbibliothek Rheinhausen, Händelstr. 6, 47226 Duisburg. Wir werden kurz vor der Ausstellung nochmals auf diesen Termin hinweisen. Erfreulich bei den BSW-Fotografen ist, daß es auf diesen Wettbewerben noch sehr viele gute Lifebilder zu sehen gibt. Sie wissen nicht wer oder was der BSW ist? Hier geht es zur Webseite: www.bsw-foto.de >>>

Diskussions-Thema: Mehr Hilfe für Einsteiger?

0001i1.jpgNach der Diskussion über das „Runden- und Punktesystem“ hat sich meine Meinung in einem Punkt nicht geändert: Während eine Bundesfotoschau (oder wie immer sie heissen mag beim VÖAV, DVF oder BSW) schon wegen den hohen Einsendezahlen auf genauere Angaben verzichten kann, sollte bei einer Bezirksfotoschau die Möglichkeit bestehen, daß Teilnehmer genauer erfahren, weshalb ihre Bilder in der ersten oder zweiten Runde ‚rausgeflogen‘ sind. Dies glaube ich verstärkt, nachdem ich bei zwei Bezirksfotoschauen als Juror oder Beobachter dabei war. Der immer wieder gehörte Einwand „geht nicht – wollen wir nicht – dauert zu lange“ kann ich eigentlich schon nicht mehr hören. Es geht alles, wenn man nur möchte. Einen neuen Ansatz hörte ich von meiner Frau, die jurierte und auch der Meinung ist „die Teilnehmer müssen wenigstens im Ansatz wissen, warum ihr Bild rausgeflogen ist“. Der Ausschlag für Sie war ein Bild, welches recht gut war, aber in der Technik gravierende Mängel hatte. Ihr Vorschlag sehen Sie hier zur Diskussion. Warum wird nicht einfach der Bildaufkleber etwas verändert und die Fehler angegeben? Dies geht in dieser Art recht schnell. Da die Bilder vorbeigetragen werden, dürfte es nur wenige Sekunden mehr kosten, das Stichwort der Juroren auf dem Aufkleber einzutragen, wenn das Bild vom Träger abgelegt wird.  So muss ein „Rausgeworfener“ aus der ersten Runde nicht mehr rätseln, weshalb sein tolles Foto die zweite Runde nicht erreichte, wenn er liest: Technik ungenügend! Das kann Überschärfung, Farbstich, Bildstörungen oder auch ein völlig falsches Licht bei einem Porträt sein. Der Teilnehmer hat jetzt einen Anhaltspunkt. In der zweiten Runde würde ein „Jury war sich nicht einig“ bedeuten, das Bild war den Juroren nicht emotional genug oder die Geschmäcker waren verschieden (so etwas soll vorkommen….!!). Was auch immer an Stichwörtern genannt wird, es dürfte nicht schwer sein, dafür einheitliche Begriffe zu finden. Wenn sich Bezirks- Landesvorsitzende- und das Präsidium zusammensetzen (soll ja zu bestimmten Zeiten stattfinden) dürfte nach einigen Jahren sicher ein Ergebnis auf dem Tisch liegen. Was sagen Sie zu dieser Idee? Schreiben Sie Ihren Comment zu dieser Meldung ! Vielleicht ist auch der eine oder andere Bezirksleiter und Landesverbands-Vorsitzende dabei, der eine Meinung hat und auch mal in’s Internet schaut.  Über Kommentare von BSW- VÖAV- und DVF-Mitglieder würde ich mich freuen.

BSW: Foto-Art in Sigmaringen

vorankundigung.jpg Es ist schön, wenn mein „rumgemotze“ doch etwas gebracht hat. Denn nur von interessanten Infos profitiert der Leser. Nur so sieht er – beispielsweise an dieser Meldung – es tut sich was in fremden Clubs. Vielleicht kommt die eine oder andere Gruppe dann ebenfalls auf neue Ideen. Diese Meldung von Mitglied Rüdiger Hartmann betrifft einen Fotoclub des Bahn-Sozialwerkes Sigmaringen. Die Vernissage ist zwar schon vorbei, aber die Ausstellung ist noch am 3, 4, 10 und 11. Juli zu sehen. Und zwar im „Sigmaringer Alten Schlachthof“ 14 bis 17 Uhr. Vielleicht sind SIE gerade in Sigmaringen, dann besuchen sie diese Ausstellung. Wenn  ja, ein kleiner Comment dazu auf meiner Seite wäre nicht schlecht. Fotografieren heisst auch, mal schriftlich seine Meinung vertreten und nicht nur durch die Linse der Kamera.

SAMMELLINSE – Wettbewerbsbilder

img606.jpgDass die Fotoclubs der Stiftung Bahn-Sozialwerk kurz BSW genannt, Top-Fotografen in ihren Reihen haben, darf kaum bezweifelt werden. Sie zeichnen sich auch dadurch aus, dass nicht nur Motive fotografiert werden „die nicht davon rennen“ sondern immer wieder der Mensch und die Umwelt im Mittelpunkt stehen. Natürlich auch die Eisenbahn in allen Variationen. Das beweist auch die neue Sammellinse, welche viele Motive zum Wettbewerb Bundesfotoschau und zum Leinwandfestival 2010 zeigt. Diese „Sonderausgabe“ der Sammellinse – gerade frisch erschienen, lege ich auch gerne VHS-Teilnehmern vor, die fragen „Wie sieht ein Wettbewerbsbild“ aus. Dort finden sie eine geballte Auswahl. Oft ist unbekannt, daß man auch als „Nicht-Eisenbahner“ diesen Gruppen beitreten kann.  Wer Infos zu dieser Ausgabe möchte, oder zu den Clubs, kann sich vertrauensvoll an Gerhard Kleine in Bietigheim-Bissingen wenden. E-Mail: sammellinse@bsw-foto.de oder geht auf die Webseite des BSW >>>

Verbandszeitschriften für Fotoamateure I

img555.jpgAm gleichen Tag traf bei mir die SAMMELLINSE von der Stiftung BSW ein und das BayernEcho vom Deutschen Verband für Fotografie (DVF). Im DIN A4-Format, Hochglanzpapier präsentiert sich  die Ausgabe April-Juli der SAMMELLINSE mit fast 100 Bildern auf 40 Seiten. Bei vielen der Fotos geht es um Wettbewerbe, aber auch Fotografen mit überzeugenden Arbeiten werden vorgestellt, wie beispielsweise  Herbert Hanauer. Nicht nur für Funktionäre interessant ist der Bericht „Wie viele Worte sagt ein Bild“ von Manfred Kriegelstein. Das heisst, auch ein Einsteiger, der zum ersten Mal die SAMMELLINSE auf dem Tisch hat, findet dort nicht nur Insider-Berichte wie sie in einigen Verbandsorganen üblich sind, sondern Themen die ansprechen. Gut zu lesen auch der Bericht „Zurück in die 50er Jahre – mit Fototechnik von heute“.  Interessant die Siegerfotos zum Thema „Objekt der Begierde“. Da kann man nur sagen, alle Achtung, da haben sich Fotografen Gedanken gemacht und Ideen geliefert an die man nicht zuerst denkt bei diesem Thema. Dies ist aber bei Themenwettbewerb in der Spitzengruppe immer der Fall. Dass sich ein Fotograf die Zeit nimmt, am Internet interessante WEB-Seiten zu suchen und vorzustellen, merkt man sofort am Bericht von Peter Kniep. Im Leitartikel schreibt Gerhard Kleine: „Es gibt sehr gut gemachte und spannende Online-Fotomagazine wie fotoGEN von Detlev Motz, die ich gerne anschaue. Aber ich verbringe ohnehin viel zu viel Zeit am Computer. In Wirklichkeit halte ich lieber ein Buch, ein Bild oder eine Zeitschrift in der Hand“. Lieber Gerhard, da muss ich Dir völlig recht geben. Mir ist eine gedruckte Zeitung auch lieber, wenn sie so abwechslungsreich gemacht ist wie die Sammellinse. Viele andere Objekte würden aber völlig im Internet ausreichen. Dazu kommt, daß die Druckkosten auch in den nächsten Jahren nicht fallen werden und sich natürlich nicht jeder Club oder Verband (auch ich nicht) diese enormen Kosten leisten kann. Wer mehr wissen möchte zum BSW oder der SAMMELLINSE, kann sich an den Redakteur Gerhard Kleine richten unter sammelllinse@bsw-foto.de

BSW: Siegerbilder

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Auch die BSW veranstaltet Bundesfotoschauen. Die besten Fotografen waren Alfred Söhlmann – Dieter Mendzigall – Gaby Kniep. Die besten Gruppen: Hannover – Würzburg – Essen. Die BSW Bundesfotoschau wird vom 26. bis 28.3. auf Borkum präsentiert. Die gezeigten Bilder stammen von Alfred Söhlmann. Beide Fotos gewannen beim Sonderthema Eisenbahn.