Buchmesse in München, Kulturzentrum Gasteig

Für mich ein Pflichttermin, wenn ich wieder einmal die Buchmesse in Frankfurt nicht besuchen konnte. Jedes Jahr im Herbst lädt die Münchner Bücherschau den Besucher ein zu Ausflügen in die spannende und abwechslungsreiche Welt des Buches. An 18 Tagen und Abenden präsentieren in der Buchausstellung rund 300 Verlage über 20.000 Romane, Kochbücher, Reiseliteratur, Kinder- und Jugendbücher, Hörbücher, Kunstbücher, Sach- und Fachbücher aller Wissensgebiete und Kalender. Jeder ist willkommen, um täglich von 8.00 bis 23.00 Uhr Neuerscheinungen sowie Best- und Longseller zu entdecken, ungestört in den umfangreichen Programmen der Verlage zu schmökern und an Hör-Bars neuesten Audio-Produktionen zu lauschen. Der Eintritt ist frei. Kulturzentrum Gasteig, Rosenheimer Straße 5, 81667 München

S-Bahn 1-8: Haltestelle Rosenheimer Platz  –  Bus Linie 51: Haltestelle Rosenheimer Platz

Strassenbahn Linie 18: Haltestelle Gasteig – Straßenbahn Linien 15 und25: Haltestelle Rosenheimer Platz

PARKPLÄTZE

Gasteig-Parkgarage, Parkhaus City Hilton, Einfahrt jeweils in der Rosenheimer Straße, Parkgarage des Holiday Inn, Einfahrt in der Hochstraße. Kostenloser Standplatz für Motorräder in der Gasteig-Parkgarage.

Fotoschule in Bildern und „auf nach Berlin“

 

 

 

 

 

 

 

Hier noch zwei Bücher, die ich für recht gelungen halte. Normalerweise zuckt mein Auge etwas, wenn ich wieder mal lese „Die Fotoschule…“  oder „Die grosse Fotoschule…“ Meist lese ich dann wieder einmal uralte Regeln, zu jedem Thema, die etwas modernisiert wurden. Angenehm überrascht war ich aber von  „Die Fotoschule in Bildern – BILDGESTALTUNG, VON HARALD FRANZEN. Es ist gut zum Lesen und die Bilder sind auch wirklich gestaltet und verständlich beschrieben !  Zum Lauftext wird als Info auf der rechten oder linken Seite folgende Info geboten: Die diversen Daten, wie ISO, Blende, Zeit, Objektiv-Brennweite. Dann unter dem Stichwort Bearbeitung, was an dem Bild noch nachträglich gemacht wurde oder auch „keine Bearbeitung“.  Dazu kommt der Aufnahmeort und wenn nötig der Name des Fotografen. Die Schrift ist gut zu lesen und der Text beschränkt sich auf das Notwendigste. Erschienen ist es  beim Rheinwerk Verlag. Aber auch über Amazon >>> zu beziehen.

Als Tipp dazu, wer in nächster Zeit nach Berlin oder Potsdam fährt, sollt auch einen Blick in dieses Buch werfen, vom selben Autoren: Fotografieren in Berlin und Potsdam, mit 363 Seiten. Er ist auch immer wieder etwas abseits der Postkartenmotive unterwegs. Auf der Verlagsseite: www.rheinwerk-verlag.de >>> gibt es auch von beiden Büchern Leseproben. Ebenfalls über Amazon erhältlich >>>

 

Licht sehen und verstehen

Licht ist sicher mit eines der wichtigsten Gestaltungsmittel – sowohl beim Film, als auch in der Fotografie. Wir hatten das Buch von Oliver Rausch „Gestalten mit Licht und Schatten“ schon in fotoGEN vorgestellt. Ich möchte aber auf die 3. Auflage hinweisen, die es gibt. Es ist kein einfaches Buch, das man so nebenbei schmökern kann, aber es gehört in jede Bibliothek – egal ob in der eigenen oder in der Club-Bibliothek. Es kostet 39,90 Euro und kann noch über Amazon>>> bezogen werden. Schritt für Schritt beginnt es mit Studioporträts und wie Sie das Licht besonders kontrolliert einsetzen können. Danach geht es an komplexere Aufgaben. Das Buch hat 352 Seiten und 9 Kapitel. Von der Aufhellung, über das Gegenlicht und die Lichttheorie mit Tageslicht wird jedes Thema genau erklärt. Auch die Lichtarten bei Stills, Landschaften, Architektur und bei Miniaturwelten.

Zwei Neuerscheinungen aus dem Knesebeck-Verlag

Zu dem neuen Buch aus dem Knesebek-Verlag, welches wir hier vorgestellt haben, kommen noch zwei neuen Bücher hinzu. Dazu gehört BERG… von Uli Wimmere und Stefan König. Es nennt sich „die Alpen in 16 Begriffen“. 328 Seiten 25×32 Seiten, Leinenbezug. Auch ein gutes Geschenk für 75.- Euro, von Bergfreunde. Am 12. Oktober erscheint CUBA, Insel im Aufbruch von Bruno Mail. Ich habe es schon mal „angelesen“ und muss sagen, wer nach Cuba möchte, hat damit das richtige Buch gefunden. Text und Bilder gehören in diesem 20,5×25,5 cm grossen Buch gleichwertig dazu. Beide Bücher stellen wir ebenfalls in fotoGEN vor.

Tipp: Auf der rechten Seite unter dem Stichwort Bücher, finden Sie weitere Werke, die wir auch schon in fotoGEN vorgestellt haben. Viele davon mit „Sehr empfehlenswert“ oder „empfehlenswert“. Ein Blick lohnt sich für Fotografen, die rechtzeitig ein Geschenk für sich oder Fotofreunde suchen.112 Bücher finden Sie zur Zeit dort. Falls Sie Fragen haben: magazin-fotogen@detlev-motz.de

ES gab früher nur gute Clowns

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Als ich diese Aufnahme vor etwa 40 Jahren auf Diafilm machte, gab es nur gute Clowns. Ein grosser Zirkus nach dem anderen zog durch das Land und sie machten sogar in einer Stadt wie Isny Station. Als Jugendlicher war ich bei diesem Erlebnis dabei. Die Tiere wurden am Bahnhof in Isny ausgeladen inkl. diverse Zirkuswagons und fuhren dann inkl. Elefanten usw. durch die Stadt. Ein Clown war immer „der Gute“. Heute hat sich dieses Bild gedreht und in vielen Filmen und Büchern ist der Clown die Verkörperung des Bösen. An dies musste ich denken, als ich dieses Motiv mit der OM-D E-M10 Mark III und einem Kit von Novoflex in digitale Daten verwandelte. Heute erinnert es die Leute nicht mehr an die Zeit früher sondern an ES. Obwohl dieser Clown eine völlig andere Gestalt hat. Mich erinnert dieses Motiv immer noch daran, als ein Zirkus mit Tieren und Clowns eine Sensation war. Es war eine schöne Zeit…

ES habe ich natürlich auch im Kino gesehen. Der neue Film wird auch eine Fortsetzung bekommen. Bei diesem Filmerfolg war dieses aber klar.  Die Frage ist immer, kann ein Film der im Buch 1500 Seiten umfasst und im Kino 135 Minuten dauert, wirklich gut sein? Das sollte man aber jedem Zuschauer selbst überlassen. Deshalb möchte ich in diesem Fall auf den Film selbst nicht eingehen. Tipp: Einige ES-Bücher wurden gekürzt ! Wer es noch etwas genauer mag, sollte zu den ca. 1535 Seiten greifen aus dem Heyne-Verlag

Echte Fotografie, echte Liebe zu diesem Land

Als ich das Paket öffnete, welches der Postbote brachte, war mein erster Gedanke „ich stelle diese drei Bücher zusammen kurz vor“. Als ich das erste Buch von Bernd Römmelt durchgeblättert hatte, kam mir in den Sinn, „das ist fast nicht möglich“. Denn dieses 27×31,7 cm grosse Buch zog mich in seinen Bann. Und das Gewicht des Buches auf die Couch. Bernd Römmelt kenne ich seit meiner Color Foto-Zeit und immer wieder staune ich über seine Bilder. Jeder Fotograf, den ich auf Facebook mit seinen „gepimpten  Landschafts-Photoshop-Bilder“ sehe, müsste bei diesen Stimmungsbilder erkennen, das man für die Landschaftsfotografie kein Bildbearbeitungsprogramm benötigt, sondern einfach nur die Kenntnis, wie man zu solchen Fotos kommt – und viel Geduld und Zeit Auf 320 Seiten finden Sie 240 abwechslungsreiche Bilder. Das Kapitel „Yukon Quest, das härteste Hundeschlittenrennen der Welt“ konnte ich nicht überblättern, ich musste es lesen. Die beste Farbreportage die ich bisher gesehen habe. Das Buch ist wirklich eine Hommage auf eine der bedrohten Regionen der Welt. Was mir  an diesem Buch ebenfalls gefällt, ist die Vielfältigkeit. Für diesen Prachtband  >>> unternahm Bernd 22 Reisen und verbrachte 450 !! Tage am Polarkreis. Für 49,95 Euro machen Sie damit sich oder anderen ein wirkliches Geschenk, das man nicht so schnell wieder in den Bücherschrank stellt.

Buch von Manfred Kriegelstein

Fotografen, die ich so lange kenne wie Manfred Kriegelstein, kann ich an einer Hand abzählen. Ob Color Foto, FOTO CREATIV oder fotoGEN – er hatte Bilder oder Bericht in diversen Ausgaben. Sein Buch hat 208 Seiten, kostet 34,90 Euro, komplett in Farbe und erscheint im dpunkt.verlag. Die  Fotografen/innen im Bayern-Olymp von fotoGEN dürften ihn vermutlich alle kennen.  Interessant für Wettbewerbsfotografen, hauptsächlich in Amateurverbänden, ausser seinen Fotos, die Themen „Auf einen Pfau folgen immer Pfauen“, das Thema „Plagiate“ und „Die Phasen der fotografischen Entwicklung“ Es sind Denkanstösse in kurzen Essays, die oft schon Jahre ohne erkennbaren Erfolg diskutiert werden. Mehr dazu in der nächsten Ausgabe von fotoGEN. Vorbestellungen sind auch über Amazon bereits möglich >>>

Wir stellen vor: Ein Buch im Cinemascope-Format von Christian Heeb

Während ich zur Zeit eher mit Excel-Listen beschäftigt bin, um die eingegangen Wettbewerbsbilder zu erfassen, inkl. Namen, Mail-Adressen usw. geht es so langsam an die zwei nächsten Ausgaben von fotoGEN: Das Sonderheft, in dem auch die besten Blumenbilder zu sehen sein werden und das fotoGEN für November-Dezember.  Diesmal stellen wir u.a. als Bildstrecke ein neues Buch von Christian Heeb vor, welches weniger mit Landschaftsfotografie zu tun hat. Es befasst sich im Cinemascope-Format eher mit verlorenen Illusionen. Lassen Sie sich überraschen. Wer ein edles Weihnachtsgeschenk sucht, findet das Buch bereits auf Amazon >>>

Brandneues Island-Buch mit 64 Video-Clips !

Stimmt, Island-Bücher gibt es viele. Dieses bietet aber einen interaktiven Reiseführer und 64 Videoclips. Ausserdem sind bei den Fotos 280 Plätze mit GPS-Koordinaten angegeben. 18 Monate war Fotograf Jürgen Maria Waffenshmidt auf Island unterwegs. Das merkt man, denn es gibt nicht nur die üblichen „Wettbewerbs-Motive“, es geht weit darüber hinaus. Der Preis beträgt 68.- Euro im Eigenverlag und ist über Amazon erhältlich >>>

Zwei empfehlenswerte Bücher !

Das  brandneue Buch erhielt ich kurz vor Fertigstellung von fotoGEN. Das Durchblättern verleitete mich aber, es doch noch in fotoGEN aufzunehmen. Vielleicht auch deshalb, weil es eine angenehme Urlaubslektüre ist, die man in Ruhe lesen sollte. Was mir auf den ersten Blick gefallen hat, man muss recht interessante Sprüche nicht suchen oder später nachblättern – und nicht mehr finden – sie stehen groß auf mehreren Seiten verteilt.

Was man beim Kauf des Buches ebenfalls wissen sollte, es werden nur SW-Fotos gezeigt, die in Venedig beginnen und in Kenia und Indien weitergehen. Auch in diesem Buch geht es um die „Nachbearbeitung“. Doch der Autor versucht das Thema von der emotionalen Seite zu betrachten. Ein für mich absolut lesenswertes Buch>>>, welches sich aber nicht zum „Überfliegen“ eignet, sondern in Ruhe gelesen werden möchte. Vorab: Sie werden dort wenig über Technik finden, was es für mich doppelt interessant macht.  Der Buchpreis ist 29,90 Euro, hat 288 Seiten, komplett in SW.

TIPP: In fotoGEN  finden Sie noch einen LINK im Kommentar für ein eBook, ebenfalls von diesem Autoren – jetzt noch kostenlos. Einfach auf www.magazin-fotogen.de gehen. Das neue Einzelexemplar mit knapp 100 Seiten kostet 3.90 Euro.

 

Ausgewählt – Motive wie 1980?

Zwei Bücher von 1977 und 1976, die zeigen, dass sich in manchen Dingen so gut wie nichts geändert hat. Trotz superschneller Kameratechnik und ISO-Zahlen die andere Motive zulassen.

Kommentar: Heute lese ich mal wieder eine Diskussion in Facebook, über Bilder, die zu  Wettbewerben gehen und zu Bildern die bei Wettbewerben waren. U.a. ein Schmetterling, Fenster, Treppen und eine Aktaufnahme. So nebenbei: Die Kameras heute bieten mehr Möglichkeiten wie 1980, mehr ISO, mehr Funktionen  Bilder können sofort kontrolliert werden, schnellere Verschlusszeiten, superschnelle Serienschaltung, 4K, Panorama, endlos viele Filter/Presets usw. Manche Fotografen küssen dafür ihre Kamera oder streicheln sie, wenn man die Bemerkungen liest. Oder machen ein Porträt mit Kamera vor dem Gesicht – natürlich mit dem Firmenaufdruck.

Wo aber sind die Top-Fotos, die man mit diesen „perfekten Kameras“ für Wettbewerb ( !!) machen kann? Das meiste übernimmt doch Photoshop?  Ich habe einige Motive schon erwähnt. Nur, solche finde ich fast deckungsgleich in Büchern von Prof. Harald Mante, in der Zeit von 1977 bis 1990. Was ist denn an diesen Motiven heute im Jahr 2017 „wettbewerbsverdächtig“?  Warum sollte ein Juror diesen Fotos, ausser einer „gnädigen Annahme“, weil die „Sollzahl“ beim Wettbewerb noch nicht erreicht ist, eine Medaille oder Urkunde geben? Die Motive und erst recht die Ideen, hinken den Kameras um Jahre hinterher. Ich möchte noch ein paar Sprüche  von Willy Hengl nennen, der ebenfalls um 1976 geschrieben wurde. Im Gegensatz zu den Fotos, könnten diese auch von 2017 sein:  „Amateurfotografen, die über einen guten Wettbewerb schimpfen, deren Fotos  sind meist dort mehrmals nicht angenommen worden“. „Wer in die Kamera verliebt ist, hat zum Fotografen meist keine Zeit mehr“ „Es ist beängstigend, wie wenig Jugendliche einem Fotoclub angehören“ „Es ist eine große Schwäche, Fotos in einem Ausstellungskatalog zu drucken, die andere Veranstalter schon gedruckt haben“.Er meint beim letzten Spruch, diese Bilder werden ewig kopiert, mit leichten Umwandlungen.

Ich finde, Fotografie kann eine schöne Sache sein – denn immerhin gibt es immer etwas zu diskutieren. Man sollte aber manchmal die Schuld nicht auf die Juroren schieben, sondern auf seine oft ausgelutschten Motive, die man für wettbewerbsverdächtig hält  🙂