Donnerstag, 7. März – tolles Licht

Wer ziemlich oft am Mac sitzt, der ist froh, dass er von dort einen Blick in die Natur werfen kann. In einem großen Strauch gegenüber dem Fenster tummeln sich bereits viele Spatzen. Nein, von einem Vogelsterben kann ich bei mir nicht reden. Die Vögel wissen aber auch, wo es bei mir etwas zu holen gibt. Links von meinem Fenster steht etwa 200 Meter entfernt mein Baum, den ich seit ca. 15 Jahren fotografiere (hier mit Magnolienknospen). In der Nähe befinden sich zwischendurch auch landwirtschaftliche Geräte. So entstand auf der einen Seite, bei bestem Licht, das Motiv „Natur & Technik“ auf der anderen Seite ein neues Bild mit meinem Baum (nein, gehört mir nicht, wird nur fotografiert von mir). Und eigentlich sind es zwei Bäume, je nachdem von welchem Standpunkt man fotografiert. Fotografie ist schon eine gewisse Sucht für mich. Denn auch nach ca. 55 Jahren mit der Kamera (mit den vielen Praxis-Testkameras etwa 300 in meinem Leben) ist ein Spaziergang oder Rundgang ohne Kamera undenkbar. Aber ich muss zugeben, das Smartphone ist zwischenzeitlich kein Ersatz mehr, sondern ein vollwertiges Aufnahmegerät. In diesem Fall war es aber wieder einmal eine Vollformat-Kamera.

Medaillen-Regen

10 Medaillen wurden beim letzten fotoGEN-Wettbewerb vergeben. Diese gingen an acht Fotografen/innen. Jeweils zwei Medaillen haben zwei Fotografen geschafft. Die Medaillen gingen am Samstag ab. Auch die Urkunden werden demnächst versandt. Die Bilder der Medaillen- und Urkundengewinner sind in der fotoGEN-Ausgabe November-Dezember 2018 zu sehen – und zwar vom Themenfreien- und vom Themenwettbewerb. Letzter Einsendetag für den nächsten Wettbewerb ist der 28.2.1019. Diesmal ist es nur ein „Themenfreier Wettbewerb“ mit vier digitalen Fotos.

10 Medaillen gingen am Freitag/Samstag, den 1/ 2. März an ihre Gewinner

Perfektes Zoom: 12 bis 200 mm für Micro Four Thirds-Kameras

Vorab, dieses Motiv ist nicht mit dem 12 bis 200 von Olympus entstanden. Es ist eines der Bilder, die mit einer Panasonic GX8 in Schottland entstanden ist (fotoGEN 4/2016). Mit der Brennweite 14 bis 150 mm an einer Four-Third-Kamera. Viele dieser Motive wären nicht entstanden, denn in Wirklichkeit ist dies ja die Brennweite 28 bis 300 mm (entspricht 35 mm) . Mit dem Verwacklungschutz waren solche Aufnahmen ohne Stativ kein Problem. Egal wie dicht die Menschen um diese Figur (und andere) standen – ich war nah dran. Ohne Objektivwechsel war aber auch eine gute „Totale“ möglich. Gerade auf Reisen, möchte ich nicht mehr einen dicken, schweren Kamerakoffer in der Gegend herumschleppen. Sehr viel unauffälliger kam ich mit einer kleineren, leichteren und damit nicht so schweren Kamera zu guten Porträts in Edinburgh. Dort fand u.a. in der Hauptstrasse das „Festival Fringe“ statt – das größte Kulturfestival der Welt. Ich liebe es !

Als ich die Pressemeldung von Olympus am 12.2. erhielt, dachte ich sofort: Ja, diese Brennweite interessiert mich noch mehr! Sie entspricht mit 12 bis 200 mm einer SLR-Brennweite von 24 bis 400 mm. Auch der Preis dafür – ca. 899 Euro – ist gerechtfertigt, wenn man denkt, was ein 400 mm-Objektiv kostet. Schon mal eine Jubiläums-Überraschung im Olympus-Jahr, die mir gefällt. Jetzt warte ich nur noch auf eine nicht zu schwere Olympus-Four-Third-Kamera, die ich in meine innere Westentasche bekomme. Viele Bekannte von mir wissen: Links ist die Kamera, rechts ist das Smartphone für die schnelle Bearbeitung und Übertragung an Bekannte und Instagram. Das Objektiv soll Ende März erscheinen. Ein schönes Ostergeschenk für Four-Thirds-Fotografen.

München, Nymphenburg: Museum Mensch & Natur

Nach zweijähriger Pause ist die Sonderausstellung „Wildlife Photographer of the Year“ in diesem Jahr wieder im Museum Mensch und Natur zu sehen. Die 100 besten Bilder dieses weltweit renommierten und prestigeträchtigen Wettbewerbs können von den Besuchern ab 15. Februar bis 12. Mai 2019 im Museum bewundert werden. Feierlich eröffnet wird die Ausstellung am 14. Februar um 18.30 Uhr. Für den Festvortrag zum Thema „Im Luchsland – auf der Spur der Samtpfoten“ konnte Julius Kramer, Naturfotograf aus München und Preisträger beim Wildlife Photographer of the Year 2018 , gewonnen werden.

Foto: Paul Mckenzie (Irland/Honkong). Kategorie Komposition und Form. Die Zwergflamingos bewegen sich synchron durch das Flachwasser des Bogoriasees. Dabei spiegeln sie sich in der Oberfläche des stark alkalischen Natronsees. Der Fotograf legte sich in den zähen Schlamm und kroch langsam an die Vögel heran. Canon EOS-5D Mark IV, 600 mm, mit Winkelsucher und Visual-Echos-Schwenkplatte.

Edle Bücher, edles „Prospekt“

Wer ein besonderes Buch sucht, auch als Geschenk, ist bei der EDITION PANORAMA gut aufgehoben. In dieser Ausgabe von fotoGEN hatten wir bereits von Christian Heeb ein Buch besprochen. Auch in der nächsten Ausgabe finden Sie zwei Bücher aus diesem Verlag. Für die schönsten Cafes in Europa hat der Autor und Fotograf 60 000 Kilometer zurückgelegt, war in 20 Ländern und 100 Städten. Das Buch ist ein Beispiel für meine These, dass nicht das Einzelbild auf die Dauer zählt, sondern die Serie. Hauptsächlich dann, wenn Sie so gelungen ist, wie bei diesem Buch. Aber auch Helmut Hirler zeigt, dass Bäume „in Serie“ interessanter sind, als ein paar Einzelbilder zu diesem Thema.

Auf diesen Abbildungen sehen Sie nur zwei Seiten aus dem EDITIONPANORAMA-Prospekt. Wobei der Titel „Prospekt“ eigentlich nicht ganz zutrifft. Es ist ein gebundes Buch, das auf 90 Seiten die neuesten Bücher und Kalender zeigt. Beim Durchblättern sehe ich noch viel mehr Bücher, die es wert währen, besprochen zu werden. Aber vielleicht werfen Sie einfach einmal einen Blick auf http://www.editionpanorama.com. Es lohnt sich!

Zeitschriften & Video

Kommentar: Fotografen sind ja nicht nur auf dem Streifzug nach neuen Motiven. In einer ruhigen Stunde blättern sie auch in Zeitschriften oder schauen sich ein Video an. Links sehen Sie eine Zeitschrift, die sich der „Historie“ verschrieben hat. Wer hat den Kölner Dom noch nicht fotografiert? Genau so interessant ist aber auch seine Entstehungsgeschichte. Wie „Karfunkel“ schreibt, die langwierigste Baustelle Europas. Auf 15 Seiten erfahren Sie in der Ausgabe 136, viel Wissenswertes über die 770 Jahre seit seiner Grundsteinlegung. Ehrlich gesagt, danach schauen Sie sich den Dom mit anderen Augen an.

Auf der rechten Seiten eine Empfehlung, die ebenfalls mit früher Historie zu tun hat. Ein Sonderheft von ALL ABOUT HISTORY: Die Geschichte der Hexerei. Es geht um den Hexenwahn, die Hexenprozesse, die Opfer und die bekanntestens „Hexen“. 130 Seiten spannende Unterhaltung. Wer sich der Zeit um 1603 verschrieben hat, dem wird sicher GUNPOWDER gefallen. Der Film mit 180 Minuten spielt im Krieg zwischen England und Spanien. Game of Thrones-Fans dürften den Hauptdarsteller sofort erkennen: Kit Harington.

Eine völlig andere Abteiliung sind die Fotozeitschriften, die Sie in der Mitte sehen. Sie kamen – und gingen. Wenn man meint, dass Frauen anders fotografieren, bringt man eine Ausgabe wie „CAMERAWOMEN“ heraus. Ich persönlich war schon in der ersten Ausgabe über die Artikel eher erstaunt und war gespannt, wieviel Monate es die Zeitung geben wird. Es dauerte nicht lange… FOTOGRAFIE wurde beim Fotofestival in Oberstorf mit viel TamTam angekündigt – und verschwand noch schneller von der Oberfläche. Leider hielt auch die englischsprachige Zeitschrift PHOT ART nur ein paar Jahre durch. Sie hatte für mich die genialsten Bilder, die ich in einer Fotozeitschrift gesehen habe. Aber dabei erinnere ich mich an einen Satz, den ein Fotoredakter vor vielen Jahren mal zu mir gesagt hat: „Die Leute schreien nach Fotozeitschriften mit vielen Bildern. Bringt man sie heraus, wird diese aber zu wenig gekauft. Die Auflage bestimmen eher die „Technik-Verliebten“ unter den Lesern“. Stimmt, so wird es fotoGEN sicher auch einmal ergehen, denn auch weiterhin viel Technik verzichten. Mal auf das Jahr 2020 schauen…

Olympus mit neuer Profi-Kamera


Zwei Jahre nach dem Launch der Olympus OM-D E-M1 Mark II, der M.Zuiko PRO Objektive sowie des Olympus PRO Service kommt mit der neuen E-M1X eine weitere Kamera für professionelle Anwender auf den Markt. Ein integrierter Akkuhandgriff, das weltbeste staub- und spritzwassergeschützte sowie frostsichere Gehäuse2 und zahlreiche Features, die von Profifotografen gewünscht wurden, machen die E-M1X zu einer Kamera, die hinsichtlich Stabilität, Ergonomie und Bedienkomfort Maßstäbe setzt und professionelle Ergebnisse unter nahezu allen Wetterbedingungen liefert. Der bewährte 5-Achsen-Sync-IS ist mit einem neuen Gyrosensor ausgestattet und kompensiert jetzt bis zu 7,5 EV-Stufen1. Das OM-D AF-System wurde weiterentwickelt und bietet nun zusätzliche Wahlmöglichkeiten der Fokuspunkte sowie eine neue intelligente Motiverkennungsfunktion, mit der sich bestimmte Motivmerkmale automatisch verfolgen lassen. Die High-Speed-Aufnahmeleistung wurde optimiert.
Mit dem integrierten Akkuhandgriff liefert die E-M1X die perfekte ergonomische Voraussetzung, die sich Fotografen bei der Arbeit wünschen. Vertikaler und horizontaler Handgriff bieten identisch angeordnete Bedienelemente, sodass die Kamera in jeder Position intuitiv zu bedienen ist.

Dank der OM-D Wetterfestigkeit – die bei der E-M1X auf ein neues Niveau gehoben wurde und weiterhin die beste der Welt ist – hat die Kamera die firmeninternen Spritzwasserschutztests2, die strenger sind als beim IPX1 Standard, bestanden. Für Anwender bedeutet dies optimale Sicherheit bei nahezu allen Wetterbedingungen. Staub- und Spritzwasserschutz sowie Frostsicherheit2 bleiben selbst beim Anschluss eines Fernbedienungskabels, eines Mikrofons oder Kopfhörers erhalten. Das Sensor-Staubschutzsystem ist jetzt mit einem verbesserten Super Sonic Wave Filter (SSWF) inklusive spezieller Beschichtung ausgestattet, der 30.000 Mal pro Sekunde vibriert. Und die Wahrscheinlichkeit, dass Staub oder Schmutz Fotos und die Kamera ruinieren, wurde um den Faktor 10 reduziert. Noch mehr Zuverlässigkeit bieten die Konstruktion zur Wärmeabfuhr (Heat-Pipe) während der Video- und der Serienbildaufnahme sowie eine Top-Verschlusslebensdauer von 400.000 Auslösungen.

Da gleich zwei Akkus vom Typ BLH-1 (identisch mit der E-M1 Mark II) in der Kamera verwendet werden können, lassen sich jetzt bis zu 2.580 Fotos aufnehmen. USB Power Delivery (USB-PD) von Stromquellen mit bis zu 100 W erlaubt das komplette Aufladen der Akkus in der Kamera in etwa zwei Stunden. Überarbeitetes Autofokussystem für optimalen Komfort, Geschwindigkeit und Präzision
Das OM-D AF-System wurde für die E-M1X komplett überarbeitet: Basierend auf dem Phasendetektions-AF-Sensor mit 121 Kreuzsensoren der OM-D E-M1 Mark II wurde der AF-Algorithmus erheblich verbessert. Darüber hinaus nutzt die E-M1X AF-Informationen der aufgenommenen Bilder, um das schnelle Verfolgen von unvorhersehbaren Motivbewegungen und Veränderungen in der Geschwindigkeit von Motiven zu ermöglichen.

Verschiedene zusätzliche AF-Einstellungen stehen zur Verfügung, darunter Messfeld-Modi (unterstützt jetzt Gruppen mit 25 Fokuspunkten) und anpassbare Positionseinstellungen für AF-Bereiche bei der Verwendung der Kamera im Vertikal- oder Horizontalmodus. Fokuspunkte lassen sich mit dem neuen Multi-Selektor-Joystick schnell verschieben.

Eine neue intelligente Motiverkennungsfunktion lässt das AF-System spezielle Motive (Motorsport, Flugzeuge, Züge) automatisch erkennen, auf den optimalen Bereich fokussieren und diesen verfolgen, sodass sich der Anwender voll auf die Bildkomposition konzentrieren kann.

Mit einem AF-Arbeitsbereich von bis zu -6 LW3 ist zuverlässiges Fotografieren auch bei wenig Licht garantiert.

Absolut schnell und exzellente Bildqualität
Geschwindigkeit und Bildqualität der neuen E-M1X werden gesteuert von einem 20,4-Megapixel-Live-MOS-Sensor mit neuer Beschichtung für verbesserte Empfindlichkeit sowie zwei TruPic VIII Prozessoren, die grundlegende Leistungsfaktoren wie Einschaltzeit und Aktivierung aus dem Sleep-Modus optimieren. Die zwei Prozessoren sorgen nicht nur für schnellere Kamerafunktionen, sondern bilden auch die Basis für die Unterstützung der beiden High-Speed-UHS-II-SD-Kartenfächer, neue Aufnahmefunktionen wie Handheld-High-Res-Shot, Live ND und den intelligenten Motiverkennungs-AF.

Durch die Einführung eines neuentwickelten Gyrosensors bietet die E-M1X die weltweit beste Bildstabilisierung. In Kombination mit einem M.Zuiko IS PRO Objektiv kann der 5-Achsen-Sync-IS circa 7,5 Blendenstufen kompensieren1, wodurch der Einsatz eines Stativs überflüssig und mobiles Fotografieren in vielen Situationen einfacher möglich wird. Die OM-D E-M1X ist mit der gesamten Palette an professionellen Micro Four Thirds Objektiven und Zubehör von Olympus kompatibel und ab Ende Februar zum Preis von 2.999 EUR/3.499 CHF (Body) erhältlich. Mehr Informationen: http://downloads.united.de/Olympus_Highlights2019/E-M1X.

Komm mir näher !

Ich muss zugeben, ich fotografiere sehr selten mit Stativ und genau so selten mache ich Makro-Aufnahmen. Da ich aber gerne mit dem Micro-Four-Third-System fotografiere, inkl. einem iPhone auf dem ich meine Bilder oft übertrage, war ich natürlich auf den Umkehradapter von Novoflex – nur für dieses System hergestellt – gespannt. Einen Bericht finden Sie in fotoGEN, welches mal wieder verspätet in den nächsten Tagen erscheint. Nur soviel vorab: Als ich mit der Olympus OM-D EM Mark III und einigen Objektiven von Olympus und einem Objektiv von Panasonic damit angefangen habe, dieses oben gezeigte Motiv (Axtgrösse mit Stil 4 cm) und einige mehr zu fotografieren, war mein Spieltrieb geweckt. Denn diese Modelle erschienen plötzlich in einem anderen Licht. Kein Test, aber einen kleinen Erfahrungsbericht mit vielen Fotos in fotoGEN.

Viele sehenswerte Fotos !

Die neue 2018er AC-FOTO GERMAN OPEN Circuit Show ist fertig ! Hier der Link zum gmc YOU TUBE Kanal: . Dort können Sie neben der neuen 2018er Show auch die Ausgaben von 2014 / 2015 / 2016 und 2017 finden, sowie eine spezielle BEST of AC-FOTO gmc show 2009-2014. Sie können auch direkt zu der 2018er Show: Viel Spass beim Betrachten der Bilder.

Gunther Riehle
Wettbewerbsleiter AC-FOTO GERMAN OPEN CIRCUIT

Spaß muss sein

In 10 Ausgaben von Color Foto habe ich interessante Apps vorgestellt und Sie können gespannt sein, was es in der März-Ausgabe gibt, welche im Februar erscheint. Das heisst aber nicht, dass ich Ihnen hier nicht auch einmal ein „Spaß-App“ verraten kann. Es gibt dieses für beide Smartphone-Systeme (kostenlos) und nennt sich „NASA Selfies“ Damit fotografieren Sie ihren Kopf, sobald ein weisses Vierreck auftaucht. Der Kopf sollte dabei so beschnitten sein, dass er später im Weltraumanzug echt wirkt. Einige Versuche sind meist notwendig. Danach haben Sie die Möglichkeit aus ca. 30 Hintergrundbilder der NASA auszuwählen. Es reicht ein perfektes Selfie und wenn es abgespeichert ist, können sie einen weiteren „Weltraum“ auswählen.Hier sehen Sie ein Tableau mit einem anderen App zusätzlich, deshalb ist der Name der jeweiligen Galaxi nicht auf jedem der Bilder angegeben. Sie fühlen sich dazu etwas zu Alt? Na dann empfehlen Sie es doch einem Jugendlichen in Ihrem Fotoclub oder Ihrem jüngeren Sohn. Hier noch zu sehen: „Selfie mit Katze im Weltraum“. Aufgenommen am warmen Ofen und einer Katze in Garmisch.