Archive for the ‘Kommentar’ Category

“Optische Sucher” oder Mäusekino?

Freitag, November 6th, 2009

Jeden Tag erhalte ich Newsletter und diverse Mails mit Meldungen. Diesen Satz in einem Beitrag über digitale Fotografie habe ich mir auf der Zunge zergehen lassen: “… Auf den Displays und in den elektronischen Suchern kann sich  der Fotograf jetzt erstmals das Bild so anzeigen lassen, wie es vom Sensor und der Kameraautomatik auch tatsächlich erfasst wird und schließlich auf dem PC, Fernseher oder digitalen Bilderrahmen auch erscheint…“ Dabei denke ich an viele Kameras, deren Sucher eher einem Mäusekino ähnlich sind mit einer furchtbar schlechten Qualität. Der in Amateurkreisen gebräuchliche Ausdruck “mein Mäusekino” höre ich ziemlich oft und denke beim Durchblick eines elektronischen Suchers ebenfalls öfters daran. Eine Kamera mit einem elektronischen Sucher, der mir auch nur annähernd ein Bild wie auf dem PC bietet, habe ich bisher selten in der Hand gehabt. Eher digitale Sucher, bei denen es fast unmöglich war, das Motiv so genau zu erkennen, daß man überhaupt Bildgestaltung betreiben kann. Man sollte die Kirche vielleicht schon im Dorf lassen und nicht in unnötige Lobhudelei verfallen wenn man an Journalisten schreibt. Sie kennen einen elektronischen Sucher den Sie wirklich für TOP halten? Bitte melden !!!!

7 Gründe für einen Ausstieg ?

Dienstag, Oktober 13th, 2009

Einen interessanten Bericht >>> fanden wir bei Fotoholiker.com >>>  . Der Autor Olaf Bathke meint “sind Communities für eine Weiterentwicklung wirklich von Nutzen”? Seinen sieben Thesen ist eigentlich wenig hinzuzufügen.

Canon PowerShot G11 - wider dem Pixelwahn

Donnerstag, August 27th, 2009

Canon PowerShot G11

Mit der ab Oktober 2009 erhältlichen Canon PowerShot G11 scheint die ungehemmte Pixelvermehrung bei Digitalkameras ein Ende zu haben. Ca. 4,7 Mio. Pixel weniger als das Vorgängermodell  PowerShot G10 hat die neue Kamera von Canon. Dies soll das Bildrauschen, auch bei höheren Lichtempfindlichkeiten, deutlich verringern. Im sog. “Low Light” Modus werden 2×2 Pixel zusammengeschaltet. Damit entstehen Bilddateien mit 2,5 Megapixel, die selbst bei ISO 12800 ein sehr geringes Bildrauschen haben sollen. Aufnahmen im RAW-Modus sind möglich. Zudem wurde die G11 mit einem  dreh- und schwenkbaren 2,7 Zoll LCD Display ausgestattet, was in der Fotopraxis deutliche Vorteile bringt. Wenn sich die Ankündigungen bezüglich der verbesserten Bildqualität bei deutlich geringerer Datenmenge bestätigen, kann man die Abkehr von immer größeren Pixelzahlen nur begrüßen. Denn 14 Mio Pixel oder mehr braucht in dieser Kameraklasse kein Mensch. 
mehr Infos >>>

geschrieben von Wolfgang Elster

Neue Bildsprache?

Montag, August 17th, 2009

Wer sich Fotokataloge von internationalen Wettbewerben anschaut, der stellt fest, daß sich die Bildsprache in den letzten Jahren verändert hat. Dies hat sicher auch etwas damit zu tun, daß jedes Bild so angepasst werden kann, wie es der Fotograf möchte. Das aufgenommene Foto per RAW ist eigentlich nur noch der Grundstock für die weitere Bearbeitung zum eigentlichen “Motiv”. Schon Doc Baumann hat in einem Bericht bemängelt, daß die meisten Fotografen dieser zusammengesetzten Bilder meist keine Rücksicht auf die Perspektive oder das Licht nehmen. Natürlich ist dies bei Amateurfotowettbewerben noch öfters der Fall. Da die Betrachtung eines Bildes aber bei Wettbewerben enorm kurz ist, landen immer wieder schlecht zusammengesetzte Fotos in die Reihe der Gewinnanwärter. Schon lange sagen erfahrene Juroren voraus, daß dieser Trend dem Ende entgegen geht. Auch deshalb, weil viele Ausrichter vom üblichen 1 bis 10-Punkte-System alleine angewandt, nicht mehr unbedingt überzeugt davon sind (Meist wurde dies bis jetzt nur unter der Hand zugegeben). So werden die letzten 30 bis 50 der besten Fotos meist nochmals genau von den Juroren unter die Lupe genommen, um schlechte Bildbearbeitung aufzudecken und diese Fotos nicht auch noch auf den 1. Platz zu setzen. Das nicht das ästhetisch zusammengesetzte Bild die Zukunft ist, sondern emotionale Fotos, sagen viele Bildbeobachter längst voraus. Paul Foster, Director of Content for Europe bei Getty Images bemerkt zum Bildermarkt einen guten Satz, der auch auf die zukünftige Wettbewerbsfotografie verstärkt zutreffen wird “Die unverwechselbare Fotografie wird sich durchsetzen. Für stereotype, oft gesehene Bilder und Motive gibt es bald keinen Markt mehr” Nach seiner Meinung geht es wieder zur Natürlichkeit und Authentizität.  ”Sie müssen den Eindruck erwecken, als seien sie spontan entstand…” ist sein Fazit. Ein Interview mit Paul Foster finden Sie auf der  Seite von RED BOX >>> . Ich fand es so interessant, daß ich es angefordert habe.

Leica S2 - Lieber spät als nie…

Donnerstag, Juli 30th, 2009

Leica S2Leica hat laut ORF.at das offizielle Verfügbarkeitsdatum für das digitale S-System bekanntgegeben. Die Leica S2 wird in Österreich und Deutschland im Oktober zum stattlichen Preis von ca. 18.600 Euro auf den Markt kommen. Mit einem Sensor von 30×45 mm und einer Auflösung von 37,5 Megapixel.

Zum Start werden drei Festbrennweiten angeboten. Preis je Objektiv 5.280 Euro. Mehr finden Sie hier >>>

CEWE - ich mach mehr aus meinen Bildern

Samstag, Mai 16th, 2009

Cewe FotobuchMit diesem Spruch haben in diesen Tagen Fotoclubs Post von der CEWE COLOR AG & CO OHG bekommen. Vorgestellt wurde das persönlich gestaltete Fotobuch als Trendprodukt im Bereich der digitalen Fotografie. Dem löblichen Angebot zu Produktshows und für Schulungen vor Ort, lagen der Sendung auch noch einige Gutscheine für Fotobücher dieser Firma >>> bei. Doch als ich das beiliegende Beispielbuch “Holland 2007 - unser Urlaubsbilderbuch” aufschlug, war ich schon etwas überrascht. Der guten Druck-, Papier- und Bindequalität stand eine dermaßen schlechte Buchgestaltung gegenüber, dass einem die Augen schmerzen. Hier wurden wohl alle Register gezogen, was die Buchsoftware so her gibt. Heraus gekommen ist genau das, wie man lieber es lieber nicht machen sollte. Dem Image dieses doch guten Produkts kann so was nur abträglich sein und ich hoffe, die angesprochenen Amateurfotografen folgen diesem Beispiel nicht.  Da erinnere ich mich gerne an einen Vortrag eines anderen Anbieters beim fotoforum 2008 in Münster. Hier wurde gezeigt, dass es auch anders geht. / geschrieben von Wolfgang Elster

e-Book: Das Karussell dreht sich

Dienstag, Mai 5th, 2009

Vor einigen Monaten galt auf der Buchmesse Frankfurt das “e-Book” als Sensation (die nicht wirklich eine war). Die Frage für mich: Wer will Bücher unbedingt auf einem e-Book lesen? Immerhin sind die Geräte dafür nicht gerade preiswert und stellen keine Farbe dar. Interessanter ist schon, daß eine Firma (Plastik Logic) in Deutschland  grössere Lesegeräte herstellt, die Zeitschriften darstellt. Die Besitzer eines “Kindle” können bereits jetzt in der USA aus einem Angebot von 50 Zeitschriften wählen. Am Mittwoch wird es von Amazon eine geheimnisvolle Produktvorstellung geben. Man rechnet mit einem “Kindle” mit großem Display. Ausserdem munkelt man schon lange, dass auch Apple etwas in der Hinterhand hat. Dieser Markt dürfte sicher erheblich interessanter werden, wie der für Bücher. Eine Zeitschrift stellt man sich nicht in den Bücherschrank wie ein Buch. Eine Tageszeitung wirft man nach einem Tag weg. Ein Lesegerät - das vermutlich u.a. auch noch biegbar sein wird - ist schon eher für mich denkbar.

“Ausfotografierte Motive”

Mittwoch, April 22nd, 2009

Zitat Wolfgang Beinert Ein Wettbewerb heisst immer “schneller, höher, besser”. Und wer Punkte - am liebsten noch mit drei Stellen hinter dem Komma - für seine Bilder möchte, der muss sich mit den Regeln des Sports vergleichen lassen. Bei großen Fotowettbewerben fallen aber einige Fotografen auf, die nach dem Motto verfahren “was ich seit 20 Jahren fotografiere, kann heute auch nicht schlecht sein”. Bestes Beispiel ist ein Motiv, daß man vom immer gleichen Fotografen in fast immer gleicher Machart beim immer gleichen (und einigen anderen) Fotowettbewerb sieht: Ein Skiläufer, der bei einem Slalom um das Hindernis fährt. Gut, der Skiläufer wechselt, die Machart nicht. Juroren die das Foto nicht kennen, finden es gut, Juroren die das Bild kennen, sagen nur noch “nicht schon wieder”. Der Fotograf liefert sein eigenes Plagiat. Mit Kreativität hat es wenig zu tun. Dabei fällt mir der Spruch ein, der auf einer Säule in der Frankfurter Messe in Frankfurt zu lesen war (siehe Bild): “Routine ist der Tod von guter Gestaltung”. Doch bei vielen großen Wettbewerben, bei denen 1000 bis 10 000 Fotos eingehen, sind einige bekannte Fotografen längst in “Routine” übergegangen. Die immer gleichen Aktfotos mit Tüll, in immer gleicher Stellung auf den ewig gleichen Seminaren, Motocross-Fotos die man in gleicher Art schon in den 60er-Jahren gesehen hat. Sie fliegen fast identisch wie vor 30 Jahren über den Hügel. Die immer gleichen Sportfotos, an fast der gleichen Stelle fotografiert. Längst gibt es Trendsportarten die fotografisch mehr zu bieten haben, doch diese sind kaum zu sehen. “Ausfotografierte Motive” nannte Professor Nobel solche Bilder einmal und hatte gleich 150 verschiedene dieser Art in seinem Vortrag gezeigt. Längst sind diese Bildeinsender zu Wettbewerben in der “Sackgasse der Kreativität” angelangt. Erfreulich ist dabei nur, daß neue Fotografen - auch durch die Online-Communitys - nachgewachsen sind, die heiss auf neue Ideen sind und diese auch umsetzen können. Vielleicht denken einige Fotografen über den gezeigten Spruch einmal nach und versuchen neue, noch nicht ausfotografierte Motive zu den Wettbewerben einzusenden. Nicht nur die Juroren würden es ihnen danken…

Nachtrag zum Kommentar e-Book

Sonntag, April 12th, 2009

Laut Meldung von ORF.at wird ein größeres Lesegerät von Amazon kommen. Die Bildschirmdiagonale soll 15,2 Zentimeter sein. Interessanter dürfte aber die Meldung eines “biegbaren e-Readers” sein. Gesprochen wird von der Grösse 27 Zentimeter oder genau DIN A4 (letzteres würde sich eher anbieten). Darauf können auch Zeitungen und Geschäftsberichte digital geladen werden. Dafür entsteht eine eigene Fabrik in Dresden. Die Vorstellung soll im Januar 2010 auf der CES in Las Vegas starten. Diese Meldung ist für mich schon eher interessant. 

Fallende Preise?

Mittwoch, April 8th, 2009

detlev72.jpgFür eine digitale Spiegelreflexkamera waren früher Preise von über 1000 Euro üblich. Anscheinend beginnen aber auch die Amateure zu sparen. Fast in jeder Tageszeitung finden Sie heute Schnäppchen-Preise. Heutiges Angebot: Sony Alpha 200 Kit inkl. Ef 18-70 mm Carl-Zeiss-Objektiv für 379 Euro bei Karstadt. Aber auch bei anderen, noch bekannteren Kameramarken, greifen die Amateure anscheinend nicht mehr so schnell zu. Wer auf die Amazonseite schaut oder auf andere Webseiten sieht, der erkennt, wie die Preise auch dort um bis zu 40 % sinken.  ”Eine GPS-fähige Kamera mit Filmmöglichkeit sollte es schon sein”, sagt mir fast jeder zweite Fotograf aus einem Fotoclub. Für die nächste Generation des iPhone, das im Sommer erscheint, ist GPS, Video und mehr Pixel anscheinend eine Selbstverständlichkeit, wenn man Insider-Berichten glauben darf. Bei einem SLR-Modell muss man sich aber fast immer noch für die eine (sehr teure) oder andere (abgespeckte) Version entscheiden. Doch die Fotografen haben das Warten gelernt…