Zingst an der Ostsee: UNICEF-Fotos des Jahres 2020, die man sehen sollte!

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A boy carries a child in his arms, migrants and refugees flee the Moria camp during a fire broke out, on the island of Lesbos on September 9, 2020.

Sie ist etwas schwer in Zingst zu finden, die Ev. Peter-Pauls-Kirche im Kirchweg 8. Darin die Fotoreportagen über Kinder, deren Lebenswelt unterschiedlichen Zwängen und Herausforderungen unterworfen sind. Es sind keine formalistischen oder schöne Bilder, wie man sie tausendfach bei Amateur-Fotowettbewerben sieht. Es sind Fotos, die unter die Haut gehen. Kinder die keine Familie haben (Sumon Yusuf, Bangladesch „Ihr Bett ist die Straße“), Kinder die böse Schicksale erlebt haben. Jüngere Kinder die in Kohlengruben arbeiten für wenig Geld. Oder das oben gezeigte Foto von Angelos Tzortzinis „Die brennende Not, Lesbos, Griechenland“

Nicht viele Touristen finden leider den Weg in die Kirche – eher zum Strand. Hier sollten eigentlich diese Arbeiten zu sehen sein. Denn nur hier würden auch Familien und so manches nervige und mit Computer-Spielen überschüttete Kind sehen, wie man – nicht nur am anderen Ende der Welt – lebt. Wer die Zeit in Zingst verbringt, sollte diese Ausstellung gesehen haben – und den Text dazu lesen. Die Ausstellung ist noch bis. 1.11.2021 zu sehen.

Man wird ja wohl noch Bilder bei Facebook teilen dürfen – oder?

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Noch habe ich nicht alle Bücher besprochen, die auf meinem Schreibtisch liegen. Heute mache ich den Anfang mit einem Buch aus dem mitp-Verlag. Es heisst „Fotografie und Recht im Fokus“ von Sebastian Deubelli. Meist ist dies ein trockenes Thema, aber man sollte sich damit beschäftigen. Auch ich habe 2021 erstmalig in meinem Leben eine Abmahnung erhalten. Und diese kam ausgerechnet aus Zingst, mit einem Foto während des Fotofestivals aufgenommen. Das Bild hatte ich schon Jahre auf meinem Blog stehen – mit einem Werbetext für ein Lokal!
Das Taschenbuch hat 180 Seiten und nur Text. Trotzdem ist es ganz gut zu lesen, da es in diverse Kapitel eingeteilt ist. Ein Kapitel nennt sich so wie meine Überschrift hier. Auf diese Frage hier gleich eine kurze Antwort: JANEIN! Bei fremden Fotos sollte zumindest der Name des Fotografen stehen – sonst kann es teuer werden. Es gibt natürlich auch noch viele andere praktische Rechtstipps. Die 24,99 Euro lohnen sich – gegenüber einer Abmahnung von eventuell stark über 100 Euro.

Ein Monat der Todesnachrichten…

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Es scheint ein Monat der Todesnachrichten zu sein. Jetzt ist es Kurator Klaus Tiedge aus Zingst, der im Alter von 76 Jahren von uns gegangen ist. Wir sind ihm oft begegnet, wir haben ihn oft fotografiert in den vielen Jahren (siehe Bild). Meist bei einer der vielen Ausstellungen. Nicht nur seine anerkannt lockeren Sprüche werden einem fehlen. Es wird sich seltsam anmuten, wenn wir ihn im Juli nicht mehr in einem seiner Lieblingslokale sehen. Unser Beileid. Christine und Detlev Motz

„horizonte zingst“ findet Ende Mai leider nicht statt!

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Nachdem die Landesregierung heute den Lockdown für Mecklenburg-Vorpommern bis vorläufig zum 09.05.2021 ausgesprochen hat, ist die Absage des Festivals unumgänglich.
Mit großem Optimismus und der Pandemie angepasstem Plan hat Zingst am Umweltfotofestival gearbeitet. Ein umfassendes Sicherheits- und Hygienekonzept stellte Workshops, Multivisionsshows, Fotografengespräche, Outdoor-Vernissagen und die Bilderflut am Strand ab Ende Mai in Aussicht.
Mit großem Bedauern informiert Matthias Brath, Geschäftsführer der Kur- und Tourismus GmbH, heute über die Absage und betont dabei: „Auch wenn wir aktuell keine Gäste in Zingst begrüßen können, so wird doch zu einem späteren Zeitpunkt das Reisen nach Mecklenburg-Vorpommern wieder möglich sein. Darauf freuen wir uns und es geht jetzt darum, die entsprechenden Voraussetzungen dafür zu schaffen, möglichst vielen Gästen für einen möglichst langen Zeitraum die Inhalte unseres Festivals zugänglich zu machen.“
Die Ausstellungen werden zu sehen sein, Programm wird in Teilen nachgeholt
Dazu gehört, dass ausnahmslos alle Festival-Ausstellungen aufgebaut und weitestgehend bis in den Herbst hinein zu sehen sein werden. Kuratorin Edda Fahrenhorst: „Es ist unendlich traurig, dass wir »horizonte zingst« in diesem Jahr nicht feiern können. Was wir aber können, ist Fotografie zu zeigen und darüber zu sprechen. Und das werden wir im Verlauf des Jahres und darüber hinaus mit Enthusiasmus tun.“
In diesem Sinne werden die Festival-Formate ein weiteres Mal angepasst, verdeutlicht Rico Nowicki, Produktmanager Fotografie: „Gemeinsam mit unseren Partnern werden wir einige der vorbereiteten Inhalte in Teilen modifizieren und in den kommenden Monaten durchführen. Darüber hinaus haben die Planungen für das 15. Umweltfotofestival »horizonte zingst« bereits begonnen. Es findet statt vom 20.05. -29.05.2022.“

Kein Ausstellungsende in Zingst: Tiefsee – trügerische Schönheit


Fotografie Zingst
Fotoausstellung
Tiefsee – trügerische Schönheit
Zeitraum: 20.07.2020 bis 01.10.2020
Finissage: 01.10.2020, 16:30 Uhr
Ort: EPSON Digigraphie Galerie Zingst

Peter Lebeda formt aus Plastikverpackungen geheimnisvolle Tiefsee-Wesen, die mit Hilfe von Lichteffekten eine ganz eigene Kraft erzeugen. Er stellt als erster von zwei Gewinnern des diesjährigen Epson Digigraphie-Fotowettbewerbs in Zingst aus. Zur Jury gehörte auch Klaus Tiedge, Kurator des Umweltfotofestivals »horizonte zingst«.
Die Arbeit thematisiert den gedankenlosen Konsum von Plastik als Verpackungsmaterial, der die Natur und die Menschheit durch die Vermüllung der Ozeane in eine Katastrophe treibt. Der fotografische Ansatz ist dabei nicht dokumentarisch, sondern Lebeda inszeniert seinen eigenen Plastikmüll im Fotostudio und benutzt dabei gelernte Bildwelten.

Mit polarisiertem Licht fotografiert, werden aus Plastikverpackungen geheimnisvolle Tiefsee-Wesen, die im Scheinwerferkegel eines Tauchboots erscheinen. Zeitlos treiben sie im ewigen Dunkel der Tiefsee. Kein Ort, kein Standpunkt, der uns hilft, sie zu bestimmen. Eine apokalyptische Vision oder Realität? Ein großer Anteil des Plastikmülls landet in den Ozeanen unserer Welt.

Laut aktuellen Schätzungen haben sich dort allein am Meeresboden etwa 80 Millionen Tonnen Plastikmüll angesammelt. Der Fotograf arbeitet ausschließlich mit den klassischen Mitteln Kamera und Licht, was Sorgfalt und Zeitaufwand erfordert. Eine nachträgliche, stark verändernde digitale Bildbearbeitung erfolgt nicht.
„Digigraphie“ beschreibt ein zertifiziertes Verfahren für den digitalen Kunstdruck. Dabei werden Fotografien unter strengen einheitlichen Produktionsstandards in limitierter Auflage gedruckt. Qualitative Inkjet-Drucktechnologie in Kombination mit hochwertigen Fotopapieren sorgen hier für größtmögliche Qualität sowie Haltbarkeit. Alle Werke der Ausstellung werden nach dem Epson Digigraphie-Standard produziert.

Begegnungen: Mensch & Tier


Olympus ist in diesem Jahr nicht nur 100 Jahre alt geworden, sondern blickt auch auf 10 Jahre Partnerschaft mit dem Umweltfotofestival »horizonte zingst« zurückblicken. Das Festival zählt mittlerweile zu den bedeutendsten des Landes und zieht Jahr für Jahr mehr Besucher an. Das gilt auch für die Ausstellung der Olympus Community, die schon seit 2011 fester Bestandteil des Festivals ist. Gezeigt werden jeweils die besten Aufnahmen der Olympus OM-D und PEN Fotografen aus dem Fotowettbewerb von Olympus und der Kur- und Tourismus GmbH Zingst. Das Thema für 2020 lautet: »Begegnungen – Mensch und Tier«. Olympus Fotografen sind ab sofort aufgerufen, ihre Beiträge zum Wettbewerbsthema bis zum 31. Januar 2020 einzureichen. Hier finden Sie alle Infos zu diesem Wettbewerb

Der Photoindustrie-Verband ehrt Klaus Tiedge

Pressemeldung: Berlin, 17. September 2019 – Im Rahmen der heutigen Jahrestagung verlieh der Photoindustrie-Verband (PIV) Klaus Tiedge die goldene PIV Ehrennadel für seine herausragenden Verdienste um die Förderung der Fotografie. „Mit dieser Auszeichnung möchten wir Klaus Tiedge unsere Wertschätzung für sein beispielhaftes langjähriges Wirken zum Ausdruck bringen. Durch seinen Einsatz hat er der gesamten Imaging-Industrie und der Fotoszene wertvolle Dienste erwiesen“, sagt PIV Geschäftsführer Christian Müller-Rieker.

In seiner Laudatio würdigte Henning Ohlsson (Epson) u. a. Klaus Tiedges Leistungen als Kurator des Umweltfestivals »horizonte zingst«. Von seinen zahlreichen und vielfältigen Projekten hat er die seit 2008 stattfindende Veranstaltung am stärksten geprägt. Mit seinem fotofachlichen und journalistischen Know-how sowie seinem Gespür für die Wünsche der Besucher hat er das Festival zu einem alljährlichen Highlight im Kalender der Fotoszene etabliert.

Foto: Detlev Motz – Schnappschuss bei einer der vielen Veranstaltungen

Zurück von der Ostsee

Abendliche Veranstaltung ab 22 Uhr an der Seebrücke in Zingst. Foto: P30 Huawei
Schön und erschreckend zugleich, die Ausstellung am Strand „Vorsicht Plastik“ Die Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Magazin „National Geographic“ zeigt, wo unser „Plastikdreck“ angeschwemmt wird und was er für einen Schaden verursacht.

Last Paradise in Zingst

Umweltfotofestival »horizonte zingst«
25.Mai bis 30. Juni 2019 Fotokunst in der Leica Galerie Zingst
„Last Paradise“ von Ekaterina Sevrouk“ Vernissage: 30.05.2019, 16:00 Uhr, Ausstellungszeitraum: 24.05. – 15.10.2019

Hinter einer unnatürlich wirkenden Idylle, entdeckt man die wahre Botschaft dieser außergewöhnlichen Tierporträts. Die Tierpräparate und Pflanzenarrangements erscheinen im Zusammenspiel dieser künstlerischen Installation von Ekaterina Sevrouk in bewegender Eindringlichkeit. Bedrohte oder schon ausgestorbene Arten werden in dieser Bildserie sichtbar gemacht und visuell zum Leben erweckt. Die Bilder haben eine suggestive Anziehungskraft und beziehen ihre Wirkung aus Perfektion und kunstvollem Arrangement.

Die Fotografien lösen kritische Gedanken aus; weil die abgebildete Tierwelt als Mahnung verstanden werden muss. Die leuchtenden Hintergründe, die Ästhetik des Bildaufbaus und die Perfektion der Abbildung machen die Bilder von Ekaterina Sevrouk im Zusammenklang zu einem eindringlichen Seherlebnis.

Für ihr Projekt „Last Paradise“ besuchte die Fotografin immer wieder naturkundliche Museen und hatte freien Zugang zu Bereichen, die als „toter Zoo“ benannt werden. Die Zahl dieser Präparate wächst ständig um weitere Exemplare. „Last Paradise” schärft den Blick für eine wundervolle Natur, die schon Vergangenheit ist und mahnt damit, der weiteren Zerstörung Einhalt zu gebieten.

Ausstellung von Ray Collins – Meldung 7

Grossformatige Bilder sah man auch in diesem Jahr wieder am Strand neben der Seebrücke. Die Vernissage war am 25.5. um 19 Uhr. Dieses Foto von Christine entstand aber später, denn während der Eröffnung zu einem vernünftigen Bild des Fotografen zu kommen ist fast aussichtslos. Erst nach einem Termin mit Ray Collins war diese Aufnahme möglich. Während der Wartezeit – er signierte seine Bücher im Hotel „Vier Jahreszeiten“,  wanderte die Sonne um die Bilder – mit harten Schlagschatten. Nur wenige seiner Motive lagen im Schatten – wie dieses Motiv. Für mich eines der schönsten Fotos, die Christine von den diversen Ausstellern gemacht hatte.

 Auf dem zweiten Foto sehen Sie noch sein Buch, mit herausragenden Meeresfotos des Künstlers aus Australien. Bis jetzt war mir nur Clark Little ein Begriff – aus Haiti – mit seinen Wellenfotos. Jetzt kenne ich einen weiteren Fotografen, mit sensationellen Wellenbildern. Dies ist auch ein Grund, weshalb wir die lange Anfahrt nach Zingst in Kauf nehmen. Bei lockerer Stimmung kommt man mit Top-Fotografen in’s Gespräch, die in dieser Menge und Vielfalt nur Zingst zu bieten hat. 

Wegen den vielen Spams bei den Kommentaren und auch wegen der neuen DSGVO-Verordnung, sind Kommentare nicht möglich. Bei Fragen einfach ein Mail an info@detlevmotz.de senden.

Da wird man zum Fan! Meldung 5

Foto: Christine Motz. Es ist nicht so einfach, wie es aussieht, alle Aussteller vor einem ihrer Bilder zu fotografieren. Aber ich kenne ja meine Frau… es muss gehen! Egal ob schlechtes Licht oder mal wieder lange warten auf einen der Referenten/Aussteller

Es gibt in Zingst sehr gute Fotografen mit ihren Bildern, bei den Multimedia-Shows zu sehen. Teilweise mit Fotos, bei denen man eigentlich die eigenen Werke in die Ecke werfen möchte. Es gab wenige Fotografen, bei denen ich den Saal verlassen habe  in den letzten Jahren. Nur bei einem in diesem Jahr, dessen Buch ich schon vor Jahren an der Verlag zurück schickte – nicht weil es so gut war… Vom Vortrag hätte ich deutlich mehr erwartet.

Es gibt aber – ganz selten – Fotografen die wirklich etwas mitzuteilen haben. Die ein wichtiges Anliegen vermitteln und dazu nicht nur gut Top-Bilder zeigen. Dies war vor zwei Jahren Lois Hechenblaikner, dessen dokumentarische Bilder meine Frau und ich bis heute nicht vergessen haben. Der Text zu den Fotos von ihm – einmalig!  Ein Hotelbesitzer den wir besuchten, meinte sogar: „Es war der beste Vortrag, den ich in Zingst gesehen habe.“

Dieses Jahr war für uns der interessanteste Vortrag von York Horvest mit „Helden der Meere“. Wir werden an ihn denken, wenn wir an einer Thunfisch-Dose im Supermarkt vorbei laufen und wenn wir schöne Bilder von Haiti sehen. Er zeigte uns die Wirklichkeit ! Hier ist  der Fotograf vor einem seiner Bilder zu sehen, aufgenommen von meiner Frau. Auch dieser Vortrag wird uns lange im Gedächtnis bleiben, denn wir warten auf das Buch dazu und werden es rechtzeitig hier vorstellen. Was er aber auch erreicht hat, dass ich vor ein paar Stunden einige der genannten Organisationen angeschrieben habe und um bestimmte Karten bat. Falls ich sie erhalte, gibt es noch einen Nachtrag, den man nur auf Karten und Fotos verdeutlichen kann.

 

Die Sensation: Pottwal am Strand Meldung 2

Viele fielen darauf herein, einige ärgerten sich, einige regte es zur Diskussion an. Auf jeden Fall kam Zingst in ziemlich vielen Zeitschriften vor. Selbst die BILD titelte und lockte Zuschauer an. Eine bessere Werbung kann man nicht bekommen  – egal wie man darüber denkt. Ich fand diese Aktion recht gut, denn es gab viele Diskussionen rund um den Wal die ich hörte. Kinder fragten „ist der echt“? Erwachsene ärgerten sich teilweise über den „Fake“.  Einige  der sattsam bekannten Selfie-Touristen wollten sich auf den Wal setzen für ein Bild, der streng bewacht wurde. Doch eigentlich sollte  diese Aktion nur auf ein Problem aufmerksam machen. Weshalb, das erfuhr man bei einer Vorstellung mit den „Wissenschaftlern“  jeden Tag am Strand.

Schon fast nicht zu glauben, einige Tage später schwemmte es an anderer Stelle einen echten, toten Jungwal an, mit  starken Wunden. So hatte Zingst einen „Aufregen“ der  dann tatsächlich passierte.