Zur Photokina 2018 erschien der neue Novoflex-Adapter. Obwohl ich nicht unbedingt ein Makro-Fotograf bin und mein Stativ ein Dornröschen-Schlaf hält, dafür kam es zum Einsatz. Libellen und Blumen sind zur Zeit rar, deshalb mussten ein paar Figuren herhalten. Mit einem Objektiv von Olympus und Panasonic versuchte ich den Figuren recht nahe zu kommen – und einer Axt! Wer die „Mini-Axt“ auf dem Übersichtsbild links sieht und die zwei Bilder auf der rechten Seite, der erkennt, es hat geklappt. Mehr dazu in der nächsten fotoGEN 1/2019.
Würden Sie sich noch mit alten Ski an sportlichen Wettbewerben von heute beteiligen?
Kommentar: Weshalb muss ich bei einem Foto mit alten Skimodellen und einem alten Schläger immer an Fotowettbewerbe denken? Ach ja, würden Sie sich in der heutigen Zeit, mit einem solchen Modell, noch an einem Ski- oder Tenniswettbewerb beteiligen? Bei dem die Abfahrten oder das Tempo immer schneller und risikoreicher werden? Bei dem die Zuschauer immer wieder eine neue Sensation erwarten? Sicher nicht!
Fotowettbewerbe werden ebenfalls mit Punkten bewertet, es gibt Preise und Medaillen. Einer davon will der BESTE sein! Doch bei 80 Prozent der Teilnehmer dürften die Chancen auf einen Gewinn niedriger liegen wie der Dreier im Lotto. Auf eine Sensation bei Fotos wartet man sicher nicht. Hier ist nicht das alte paar Ski das Problem, sondern veraltete Bildansichten, die aus den 60er- bis 80er-Jahren stammen. Dazu meist eine Technik, die zu wünschen übrig lässt. Kamerameldungen klotzen mit noch mehr ISO, noch schnellerer Bildserie, noch mehr Qualität. Doch wo bleiben die Bilder mit 12000 bis 400 000 !! ISO die für viel Geld in den Kameras geboten werden? Immer noch werden die wenigsten Wettbewerbsbilder in der blauen Stunde aufgenommen, immer noch strotzen sie vor Bildgestaltungsfehler und immer noch fehlen die Ideen dazu. Wo bleibt das Bild aus einer Serie, bei dem man die schnelle Zeit bei einer Bildfolge erkennen kann? Dazu kommen Juroren, die meist nicht einmal erkennen, wie alt und wie unmodern manche Fotos bereits sind. Man sieht Bekanntes, übertriebene Schönheit, Minimalismus und endlos viele, abfotografierte Sehenswürdigkeiten.
Oft lese ich von teilnehmenden Juroren, die selbst noch nie ein vernüftiges Bild aufgenommen haben – die teilweise noch nie juriert haben. Diese gewählten Motive können wir heute aber auch auf Instagram TAUSENDFACH sehen, oft besser wie jedes Medaillenbild. Natürlich wird man bei einer sogenannten „Bezirksfotoschau“ nicht meckern, wenn dort der Einstieg eines Fotoneulings mit bekannten Bildern erfolgt, auch mit Bildgestaltungsfehlern. Wenn aber die gleichen Motive immer wieder auf Wettbewerben mit höherem Niveau auftauchen, bei denen man anstatt Ideen die selben Bllder sieht (oder einschickt!), dann wundert man sich.
Jetzt denke ich automatisch wieder an das Skirennen. Für Titel (die es auch in der Fotografie von Verbänden gibt), benötigt man viel Geld – und im Sport einen guten Trainer. Dieser fehlt bei den genannten Fotografen. Dafür geht man auf Workshops – nicht um zu lernen, sondern um diese Bilder dann zu Wettbewerben einzusenden. Dutzendfach liegen dann die gleichen Ansichten vor – manchmal vom selben Fotografen, oft aber von verschiedenen Fotografen. Auch Uraltbilder die wieder aufgefrischt werden. Die Leistung des Fotografen sind bei diesen Bildern nicht zu erkennen: Model – brauchte er nicht zu suchen, Blitzanlage wird für ihn aufgestellt, bearbeitet wurde per gekauftem Programm, Bilder für die Ausstellung werden ihm noch geprintet ! Das ist heute auch bei vielen Tierbildern der Fall. Eigentlich müsste eine Tierfotografin wie Gabriela Staebler, die in freier Natur in Afrika übernachtet und TOP-Fotos liefert, mit Medaillen überhäuft werden. Nein, Medaillen gibt es für Parkbilder, bei denen 20 Fotografen das gleiche Motiv abschiessen. Das ist alles ok – aber für einen Wettbewerb mit Niveau eine geringe Leistung. Auch ob der Fotograf gut printen kann, ist nicht zu ersehen – sie werden für viele Wettbewerbe von Labors geprintet. Immerhin, man kann die Qualität des Labors beurteilen, beim Ausstellungs-Rundgang…
Mich fragte mal einer, wo die Leistung bei meinen App-Fotos liegt? Ganz einfach: Ich schicke sie nicht zu Wettbewerben! Die Leistung ist aber die Idee, welche aus mehreren Apps besteht und der Spaß aus Millionen Möglichkeiten ein Bild zu schaffen, dass man in dieser Art nicht 50 x bei einem Wettbewerb sieht. Die Grundidee ist vor der Bearbeitung im Kopf. Und, es ist der Spaß an dieser Fotografie, die auch immer mehr Smartphone-Fotografen erfasst. Apps werden die Zukunft sein – wie auch immer. Meine Idee kommt nicht von einem Workshopsleiter. Dieser kann auch nichts dafür, dass die Bilder vieler seiner Workshop-Teilnehmer dann bei Wettbewerben landen und er der Buhmann ist.
Ich bin nicht gegen die Wettbewerbsfotografie – im Gegenteil. Ich lebe seit über 40 Jahren damit. Die Auswüchse haben sich aber in diesen Jahren nicht geändert. Früher habe ich das durch Leserbriefe erfahren und durch die Teilnahme an Hunderten von Jurierungen bei COLOR FOTO selbst erlebt. Heute sieht man die Auswüchse auf Facebook oder erfährt fast dauernd etwas darüber. Auch ein Blick in Ausstellungs-Kataloge genügt. Da sind wir wieder bei den Skiern. Würden Sie damit auf einem der heutigen Wettbewerbe optimistisch sagen, ich habe Gewinnchancen? Der Veranstalter hätte viel zu lachen oder würde Sie von diesem Wettbewerb ganz klar ausschließen. Bei Fotowettbewerben ist so etwas möglich.
Nürnberg ist für mich eine sehenswerte Stadt, in der ich auch gerne auf Fototour gehe. Ausserdem gehört immer ein Besuch im Cinemagnum dazu. Einen Film auf der 600qm-Leinwand betrachten – das ist wirklich ein Kinoerlebnis. Gerade bei diesem Film, der perfekte Ilussion bietet. Warum meiner Frau und mir der Christinkindl-Markt in Nürnberg gefällt, ist einfach gesagt: Endlos viele Stände, mit Dingen, die man eben nicht auf jedem Weihnachtsmarkt sieht. Tipp: Fahren Sie unter der Woche. Mit dem Regionalzug von München nach Nürnberg kostet die Fahrt erheblich weniger als mit dem ICE und sie dauert nicht viel länger. Hin und zurück für 2 Personen ca. 34 Euro.
Nürnberg
Nürnberg
Im Cinetitta. Kinofilm „Phantastische Tierwesen Teil 2.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA -Detail im zweiten Stock eines Gebäudes
OLYMPUS DIGITAL CAMERA – 100 Meter von einem überfüllten Weihnachtsmarkt entfernt.
Huawei P20 – Einkaufsstrasse in Wien Zurück von der PHOTO+ADVENTURE 2018 in Wien, die uns überraschend gut gefallen hat. Schon aus einem Grund: Egal ob man aus der U-Bahn kam, aus dem nahen Hotel an der Messe oder aus der Messe selbst – keine Baustellen! Dafür 300 Meter weiter der Prater. Da geht man doch gerne aus dem Hotel und schaut sich noch am Abend die vielen Weihnachtsmärkte an. Vorab: Sie sind alle sehr gut besucht! Wer sich aber nur 100 Meter weiter in eine der vielen kleinen Gassen bewegt, kommt zu solchen Motiven. Stille ! Mehr über die Messe und meine Einladung vom VÖAV/CEWE für einen Vortrag – demnächst und im nächsten fotoGEN.
Während ich mit der Olympus OM-D E-M10 Mark III fotografierte, war meine Frau mit dem Huawei P20 pro unterwegs. Es zeigt, dass es kein entweder oder bei dem Thema Smartphone/Kamera und Fotografie gibt. Wenn man mit beidem ausgestattet ist, kommt man mit beiden Geräten zu sehr guten Bildern – gerade am Abend. Sowohl meine Frau als auch ich konnten mit der Auslese der Bilder mehr als zufrieden sein.
Sie sind am 24. 11. (Samstag) oder 25. 11 (Sonntag) auf der Messe? Vielleicht sehen wir uns ! Mein 30 bis 45 Minuten-Vortrag findet am Samstag um 17 Uhr und am Sonntag um 11 Uhr auf der VÖAV-Bühne statt (#460). Aber auch sonst ist meine Frau und ich auf der Messe zu finden. Der Vortrag heisst: APP – Spass an der Fotografie. Ich verspreche Ihnen, der Vortrag ist kurzweilig, kein Bild steht länger als höchstens 20 Sekunden auf der Leinwand und ich zeige keine Tiere, Bäume, Insekten oder diverse Reiseziele. Ich zeige eher, wie man sein Hobby Fotografie mit Kamera und Smartphone optimal verbindet und der Spass an der Fotografie nicht abhanden kommt. Und mit Apps auch mal ein paar Bilder hinbekommt, die man nicht schon tausendfach gesehen hat – oder vielleicht eher in einer anderen Art. Notfalls am VÖAV-Stand (#458) nach mir fragen.
Für alle, die sich für Luminar von Skylum interessieren: Es ist soweit: Luminar mit integrierter Bibliothek kommt am 18. Dezember inkl. weiterer Updates. Mehr dazu hier, wenn es erscheint.
Ausserdem gibt es zur Zeit kostenlos ! die überarbeiteten SW-Presets aus Tonality. Für mich war/ist es eines der besten SW-Programme. Wer Interesse hat, melden. Er bekommt den Link von mir, falls er ihn nicht findet. info@detlevmotz.de
13. November 2018: Der Weihnachtsbaum aus Farchant, Garmisch-Partenkirchen, wurde in der Nacht aufgestellt und bei schönstem Wetter geschmückt. Immer ein Erinnerungsbild wert. Ausserdem wird in so manchem Schaufenster die Dekoration ausgewechselt. Ein Glückstreffer ist sicher das „blaue Motive“. Brav nach DSGVO fotografiert, obwohl Journalisten einen grösseren Freiraum für solche Motive haben. Die nächsten 8 Wochen lohnt es sich, in München zu fotografieren. Dabei die OM-D E-M10 Mark III, mit dem 14-42 mm Pancake. In der linken Westentasche diese Kamera in der rechten Westentasche ein iPhone. Die Zeiten, in denen man eine SLR-Kamera am Bauch trägt, sind vorbei. Je unauffälliger, desto besser. Ausserdem fällt man mit kleineren Kameras und kleineren Objektiven nicht sofort auf, bei bestimmten Aufnahmesituationen. Eine Rolle wird die Kamera auch in Wien spielen, bei meinem Vortrag über Apps und was damit inkl. iPhone möglich ist. Denn für mich gibt es da ein Zusammenspiel. 24. und 25. November,PHOTO +ADVENTURE, VÖAV-STAND.
Wer über Fotografie und Fotobücher informiert sein möchte: www.magazin-fotogen.de. Noch nie wurden so viele Bücher vorgestellt wie in der neuen Ausgabe
OLYMPUS DIGITAL CAMERA Die Dekoration wird für die Weihnachtsdeko ausgewechselt
OLYMPUS DIGITAL CAMERA Bei strahlendem Wetter – der Baumschmuck wird montiert.
OLYMPUS DIGITAL CAMERA – Hintergrund und Hauptelement in blauer Farbe! Ein Glücksfall!
Vorabinfo, weiteres in der nächsten fotoGEN: Der neu entwickelte faltbare (!) Carbon-Wanderstock lässt sich individuell in einem Bereich von 120 cm bis 145 cm einstellen. Kommt der Wanderstock als Einbeinstativ zum Einsatz ist die Höhe ohne Griff 114 cm. Das Gewicht beträgt nur 240 Gramm. Er wird im Januar erscheinen. Weitere Infos – ausser in der nächsten fotoGEN – über Mail „mail@novoflex.de„. Da wir gerade beim Thema „leicht“ sind. Über den Umkehradapter für die nicht schweren Micro-Four-Thirds-Kameras berichten wir ebenfalls in fotoGEN Nr 1/2019
Ausser den letzten vier Ausgaben von fotoGEN, finden Sie unter www.magazin-fotogen.de noch ein Freiexemplar über Blumenfotografie mit 93 Seiten. Wer sich für Blumen interessiert, bzw. für die Blumenfotografie, dort finden Sie Tipps und gute Fotos darüber. Das kostenlose Exemplar – gleich auf der Eingangsseite – können Sie als PDF downloaden. Aber nur noch bis Dezember, dann stellen wir diese Ausgabe ein.
fotoGEN ist erschienen! Wie immer auf der Webseite www.magazin-fotogen.de. Wie immer, kann die Ausgabe per Einzelexemplar für 3,90 per Download und Bezahlung per PayPal bezogen werden. Wem sein altes Abo noch läuft und eventuell wieder Schwierigkeiten per Download hat – bitte melden! fotoGEN@detlevmotz.de
Am 1.November bekam Luminar 2018, die preisgekrönte Fotobearbeitungssoftware von Skylum, ein neues Update. Der AI Sky Enhancer, ist ein neuer und hochentwickelter Filter, der mit künstlicher Intelligenz arbeitet. Der AI Sky Enhancer wurde in Skylums AI Lab entwickelt, um dem Himmel mehr Tiefe, Definition und Details hinzuzufügen, ohne dabei unerwünschte Artefakte zu verstärken oder andere Bildbereiche zu beeinflussen. Der AI Sky Enhancer steht in einer Reihe mit dem Accent AI- und Foliage Enhancer-Filter, die bereits in Luminar 2018 implementiert sind. Die Filter bilden ein leistungsfähiges AI-Dreieck für eine sehr schnelle, automatische Bildkorrektur – ganz einfach justiert über smarte Schieberegler. Auch die Bild-Bibliothek erscheint dieses Jahr für Luminar und ist im Preis inbegriffen, wenn sie jetzt das Programm kaufen. Mehr umfangreiche Infos finden Sie hier >>> Auch ein Vergleich zwischen Luminar und Lightroom. Auf meinem Foto sehen Sie recht gut, was man mit einem entsprechenden Programm wie Luminar, aus einem älteren Bild noch herausholen kann. Das Weihnachtshaus wurde von mir, vor einigen Jahren in der Nähe des Flughafens fotografiert. Gerade Weihnachtsstimmungen dürfen in der Stimmung ruhig etwas „farbenfroher“ sein. Wobei es noch viele andere Möglichkeiten gibt, für IHRE gezielte Weihnachtsstimmung.