Manchmal erfährt man nur durch Zufall von einer der endlos vielen Zeitschriften, die man an einem Bahnhofskiosk übersehen hat. Sechs Jahre besteht das Reisemagazin „Sehnsucht Deutschland“ und erhielt mit der aktuellen Herbst-Ausgabe eine „Rundumerneuerung“. Es kostet 2.70 Euro. Es gibt ganzseitige Fotoaufnahmen, Hotel- und Ausflugempfehlungen für wechselnde Regionen und auch Fotowettbewerbe. Das Design ist klar und mit farblichen Info-Kästen versehen. Für Amateurfotografen die in Deutschland unterwegs sind, dürfte die Zeitschrift recht interessant sein. Hier geht es zur Webseite >>>
Dunkle Wolken über Altenerding. Trotzdem rauf auf’s Fahrrad und mit dem üblichen Glück gerechnet, nicht nass zu werden. Heute fotografierte ich einen orthopädischen Schuhmacher-Meister. Schon beim Vorgespräch stellte ich fest, da war ich ja schon mal. Nicht ganz einfach war es, einen Standpunkt zu finden, der möglichst viel von einem kleinen Raum erfasst, der vollgestellt ist mit Maschinen, Schuhen, Leder usw. Auf dem Rückweg geht es noch zu einem türkischen Feinkostgeschäft um die schriftliche Einverständiserklärung abzuholen, von einem Bild das ich schon gemacht hatte. Obst, Bananen, Lebensmittel – in der Stadtmitte von Erding immer schwerer zu finden. Aber es gibt dort noch viel mehr zu entdecken – und gerade dieses Fülle an Details, die man in manchen Läden findet, macht Spaß. Es gab vielen zu sehen (und zu hören) in den bisherigen Ladengeschäfte.
Weisheiten gibt es in der Fotoliteratur wie Sand am Meer. Aber dass man die besten Motive rund um’s Haus findet und dazu nicht in den Urlaub fahren muss, diese kann ich immer wieder bestätigen.
Bis das jeweilige Bild beim fotografierten Geschäftsmann ist, hat einBesuch (einmalige Bestzeit) bis zehn Besuche stattgefunden. Dies geht von der Kontaktaufnahme bis zum letzten Schritt: Abgabe eines DIN A4-Abzugs und Abholung der schriftlichen Einverständniserklärung das Bild zeigen zu dürfen.
Nach dem eigentlichen Fototermin werden die Bilder gesichtet, sortiert und an Christine weiter gegeben. Diese sorgt jeweils am Wochenende dafür, dass jeder „Fotografierte“ ein Bild im DIN A4-Format bekommt (übrigens auch auf FineArt-Papier). Dafür erhalte ich die Genehmigung, das Bild zeigen zu können. Mit dem Rad bedeutet es wieder, dass ich heute etwa zwei Stunden unterwegs bin. Jetzt kommen noch einige Termine, welche ich bereits habe, danach ist die Serie abgeschlossen, aber noch nicht beendet. Ab Mitte November werden die ersten Motive auf DIN A3 und DIN A2 geprintet und mit Passepartout und Magnetrahmen versehen. Der Vorteil dieser Magnetrahmen ist u.a. auch, dass die Schildchen in einem Plastikhalter nur hinter dem Rahmen eingeklickt werden müssen. Dann kann ich sie einigen interessierten Leuten präsentieren – sozusagen unter dem Motto „von der Platte auf bestes Papier“. Dieses hat eine Haltbarkeit von über 100 Jahren, geprintet mit flüssigem Gold (so nennt man die Tinte, welche dementsprechend teuer ist). Der Print ist also nicht zu vergleichen, mit einer Vergrößerung aus dem nächsten Kaufhaus. Bis zur endgültigen Ausstellung in Erding vergeht also noch etwas Zeit.
Eigentlich war ich wieder unterwegs um mit dem 15 mm ein Bild vom Geschäftsführer und der Ladeneinrichtung zu machen. Aber dieser „Kunde“ war mir noch ein Extrafoto wert. Ja, auch ein Hund möchte mal Urlaub machen und weg aus Erding…
„Ich möchte gerne auf eine griechische Insel mit vielen Katzen, haben Sie so etwas im Angebot?“
Oft werde ich von befreundeten Fotografen gefragt, ob es auch Absagen von Geschäftsleuten gibt, wenn ich mit meiner Bildermappe durch die Gegend fahre. Ja, aber diese halten sich in Grenzen. Bei 70 Besuchen hatte ich drei Absagen. Die letzte Absage erhielt ich leider aus einem Grund, den ich von Geschäftsleuten eher selten höre: „Es wäre ja auch Werbung für mich“, meinte der Besitzer „aber ich schließe in den nächsten Monaten zu“. Diese Absage muss ich akzeptieren, obwohl sie mich betroffen gemacht hat. Es ist ein Radgeschäft, mit einem Inhaber, der seinen Kunden zu fast jeder Zeit hilfsbereit zur Seite stand. Der von anderen Leuten gelobt und mir wärmstens empfohlen wurde. Ich bin zu spät gekommen. Fotografisch wäre es für mich wieder ein Highlight gewesen. Noch betroffener macht einen aber, dass es bereits das siebte Geschäft ist, dass es dann nicht mehr gibt. Leider sind es gerade kleinere Geschäfte, die in Erding immer öfters fehlen werden. Auch die Gründe sind fast immer die selben.
Was macht man, wenn die Katze nicht zum Tierarzt will? Man lässt ihn ins Haus kommen. Dass diese Idee nicht so gut ist, habe ich vor einigen Jahren erfahren. Tierarzt im Haus ist Stress für’s „Herrchen“ und für die Katze. Was ich damals erlebt habe, möchte ich nicht wieder erleben – und Dr. Mai garantiert auch nicht 🙂 Heute haben wir Erfahrung, wie wir die Katze in den Transportbehälter bekommen und in diesem Behandlungszimmer ist sie sehr still… Wenn die Tiere nur wüssten, wie gut sie hier behandelt werden, wäre der Besuch kein Problem. Dieser Hund scheint es auf jeden Fall zu wissen.
Nach diesem Besuch kamen zwei völlig andere Location. Und dazu diverse Besuche mit der Bildermappe. Diese Geschäfte hatten etwas mit Schuhen und Einlagen zu tun, mit Autos, mit Blumen, mit Nähmaschinen und Übernachtungen. Ausserdem ist die erste Ladung 30×40 cm-TECCO-FineArt-Papier >>> (BWR300 Bright White Rag, 300 Gramm) angekommen. Es ist brandneu erschienen , besteht aus 100 % Baumwolle und hat eine feine, homogene Oberflächenstruktur. Dieses Papier ist säurefrei und damit extrem alterungsbeständig (über 120 Jahre) und lichtstabil. Also kein Papier, das man mal für einen „schnellen Schnappschuss“ nimmt. Meine Frau kann am Wochenende die ersten Bilder printen um sie im HALBE-Magnetrahmen >>> und Passepartout anzuschauen. Denn mit den Aufnahmen ist es ja längst nicht getan. Die meiste Arbeit kommt erst danach. Ausserdem werden später noch 10 Fotos auf DIN A2 geprintet.
Die Anlaufstelle für kranke Tiere ist die Kleintierpraxis Altenerding in der Bahnhofstrasse. 3, mit Dr. med. vet. Martin Mai. Unser Kater hat das kapiert – aber nicht unsere Kätzin. Dafür fühlt sich der gezeigte Hund besonders wohl.
Fressnapf Erding, Berghamerstraße 12. Wo Hund und Katze einkaufen würden.
Heute war ein eher früher Termin für mich (Ich muss auch zugeben, dass ich diesen Termin vor ein paar Tagen verpennte, bzw. übersehen habe). Doch der Fototermin ging dann heute über die „Fressnapf-Bühne“. Vorbei an langen Reihen mit Mais und auf der anderen Seite abgeerntete Felder mit endlos vielen Krähen, führte die Fahrradfahrt zum „Lieblingsladen unserer Katzen“. Die Grösse des Geschäfts, zeigt selbst mit dem immer benutzten 15 mm-Objektiv nur einen Teil der Flächen, die noch mit anderen Tierartikeln bestückt sind.
Wir alle in Erding brauchen diesen Geschäftsmann, obwohl wir den gezeigten Raum nicht betreten können. Dafür gibt es keine Öffnungszeiten. Er und sein Team ist dafür zuständig, dass Strom in unseren Leitungen fließt. Jeder dieser unscheinbaren Kästen ist für ein bestimmtes Gebiet in Erding zuständig“. Er ist zwar nicht der „Herr der Ringe“ aber „Herr des Stroms“. Danke an Geschäftsführer Walter Huber von den Stadtwerken Erding GmbH für diese plakative Aufnahme.
Ein eher unscheinbares „Geschäft“ welches man an dieser Stelle nicht besuchen kann. Mehr über Strom können Sie aber bei den Stadtwerken Erding GmbH, Am Gries 21 erfahren.
In den nächsten 3 Tagen wird es für die Ausstellung wieder drei neue Motive geben. Am Anfang dieser Serie hätte ich nie gedacht, dass es so viele verschiedene Geschäfte in Erding gibt. Obwohl die Zielstellung bei dieser Serie ist, von gleichen Geschäften nur ein oder zwei auszuwählen. Können Sie erraten, wie viele Friseure, Brillengeschäfte, Lokale oder Pralienengeschäfte es in Erding gibt? Ich war selbst über die Anzahl erstaunt 🙂
Bevor sie auf Semmel aus dem Automaten greifen, gehen Sie lieber mal zu Bäcker Neumaier in der Landshuter Strasse 26. Dann wissen Sie, wie Semmel schmecken können. Und was es in einer Bäckerei noch an guten Sachen geben kann.
Es gibt zwei „Lieblingsbäcker“ in der Familie Motz. Für meine Frau ist es die Bäckerei Neumaier. Dieser hat an jeweils zwei Wochenenden hintereinander geöffnet und meine Frau ist dann am frühen Sonntagmorgen schon mit dem Rad dorthin unterwegs. Die Auswahl der Brote und Semmel ist so überwältigend, dass man manchmal nicht weiß, welches Brot oder welchen Semmel probiere ich heute mal aus. Gut, ich habe einen anderen Lieblingsbäcker, aber nur aus einem Grund, er ist mit dem Fahrrad nicht so weit. 🙂 Ich freue mich aber, dass ich beide Bäcker in der Ausstellung mit zwei sehr verschiedenen Fotos zeigen kann. Für dieses Bild musste übrigens der Kundenstrom etwas umgeleitet werden – ein leerer Laden ist hier eher selten.
Zu der eigentlichen Person im Vordergrund ist für mich der Hintergrund besonders wichtig. Denn auf den 80 Fotos sollten möglichst abwechslungsreiche „Geschäftseinrichtungen“ zu sehen sein. Diese wäre in meiner Serie schon einmalig. Jetzt fehlt nur noch der Geschäftsmann inkl. dem Geschäft (Wohnwagen) und der Ware (Bäume) an der Hohenlindener Strasse 1.
Dieser Christbaum-Verkauf ist direkt bei uns gegenüber. Auch 2013 wird er sicher wieder aufgebaut sein. Und auch hier wird dann ein Geschäftsmann vor seinem Wohnwagen stehen und eventuell von mir mit dem 15mm-Objektiv an der Canon Mark III fotografiert. Mal schauen, ob die Zeit für meine Serie noch reicht. Aber zuerst heisst es dann wieder: Fotomappe mitnehmen und Genehmigung einholen.
So nebenbei: Und es heisst, seine Termine genauer überwachen, denn gerade erhalte ich einen Anruf aus einem Tierbedarf-Geschäft, dass wir um 8.30 Uhr verabredet waren. Sch…. Da nützt der beste Terminkalender nichts, wenn man nicht rechtzeitig einen Blick darauf wirft.
Wer sagt denn, dass die Häuser Montague und Capulet verfeindet waren? Falsch informiert war William Shakespeare auch darüber, dass Juli ihren Romeo liebte! Und Julia ist nicht gestorben! Diese Enthüllungen gibt es ab Januar wieder im Gut Nederling in München. Ach ja, das Stück ist wieder auf bayrisch und mehr Infos gibt es hier: www.gut-nederling.de >>>
Mit dem Radl bei (fast) jedem Wetter in Erding unterwegs. Mit Bildermappe im Gepäck und Fotoausrüstung auf dem Fahrradständer.
Vor 10 Jahren sind meine Frau und ich nach Erding gezogen. Vor sechs Jahren reifte in mir der Entschluss, eine „Geschäftsleute-Serie“ in Erding zu beginnen. Der innere Schweinehund sagt aber immer „ist viel Arbeit, mach es nicht“. Nachdem meine Frau vor 3 Jahren die aufwändige Serie „Underwater Flowers“ begann, die im Jahreszeiten-Hotel in Zingst ausgestellt wurde, meldete sich wieder mein innerer Schweinehund „Schau mal Deine Frau, 3 Stunden pro Aktion unter Wasser – und was machst Du, ausser deinen Lieblingsbaum in Sichtweite 1200 x fotografieren?
Mit drei 30×40 cm-Fotos begann der Start im letzten Jahr. Dabei ein Bild aus Regensburg, von einem Geschäftsmann (eigentlich der Auslöser für die Serie), einem TV-Radio-Laden und einem Brillengeschäft in Erding (sie besuche ich regelmäßig um von den Fortschritten zu berichten). Und damit ich auch etwas mit Wasser in Berührung komme – so geht es zu den Terminen (siehe Bild). Von acht !!! Terminen pro Geschäftsmann, bis zu einem schnellen Termin inkl. Fotoaufnahme, ist alles dabei. Während der Bäcker schon aufgenommen wurde, fehlen noch u.a. Metzger und Friseur (bei beiden gibt es in Erding endlos viel Auswahl – deshalb habe ich mir Zeit gelassen). Das sind meine ersten Infos zu den Mails und Telefonaten, die ich zur Serie schon bekommen habe. Danke für Ihr Interesse. Wenn der Ausstellungstermin mal steht – sie bekommen hier und in fotoGEN Infos darüber. Jetzt erwartet meine Frau viel Arbeit, denn Sie ist für die perfekten Prints zuständig, auf FineArt-Papier, das 140 Jahre halten soll. Gut, bei mir kann sich dann keiner mehr beschweren, dass die Haltbarkeit leider nicht gestimmt hat.