Oktoberfest 2023 – Besucherrekord bei strahlendem Sonnenschein!

Es war ein warmer Sommertag am Montag den 2. Oktober. Also auf zur Wies’n – mit iPhone und Kamera. Schön ist, dass auch meine Frau fotografiert. Und zwar so gut, dass ich mich oft anstrengen muss, mithalten zu können. Sie sieht Dinge, an denen ich oft vorbei gehe. Sie bearbeitet ihre Bilder mit Filtern anschließen perfekt. Einige Fotos von ihr, sind auf Instagram zu sehen. Ich selbst achte darauf, Bilder so zu gestalten, dass nichts mehr zu sehen ist, was mich stört oder zu sehr in’s Auge fällt, bei der Betrachtung. Ich liebe ausserdem satte Farben, was man bei einigen dieser Bilder sieht. Ich freue mich aber besonders, wenn ich schöne Porträts aufnahmen kann. Wie bei diesen zwei Verkäuferinnen auf dem Fest. Nur so „abknipsen“ geht bei Personen nicht, wenn man sie veröffentlichen möchte. Gerade Porträts sind nicht so einfach. Ausserdem benötigt man dazu auch noch eine – möglichst schriftliche – Genehmigung. Auf was man bei diesem Rummel aufpassen muss ist, im richtigen Moment abzudrücken. Freunde pur vermittelt dieses Bild. Auch das Licht war recht vorteilhaft. Ganz klar, dass man nicht nur einmal abdrückt! Hier war es von sechs Bildern das schönste Lachen.
Weniger Freunde pur vermittelt das Foto aus dem Riesenrad. Aber es zeigt, wie viele Personen das schöne Wetter für die Wies’n benutzt haben. Ein solches Bild – exakt auf die Menschenmasse gerichtet – ist im Riesenrad nur an einem bestimmten Halt möglich. Und am richtigen Fensterplatz! Vor sieben Jahren haben wir das gleiche Motiv fotografiert – im Regen.
Als Abschluss fotografierte ich die Figur mit dem Mann. Es ist das einzige Motiv, bei dem ich mit einem anderen Himmel nachhalf. Er scheint jetzt die Wolken mit den Krügen einzufangen.
So nebenbei: Es gibt eine 3-Stunden-Doku über diese Wiesen auf RTL PLUS. Ansehen, gut gemacht und man erfährt Dinge, die man sicher noch nie gehört hat über die Wiesn.
Wer sich über Fotografie interessiert, dem darf ich auch meine fotoGEN-Gruppe auf Facebook nahe legen. Vielleicht zeigen auch Sie dort demnächst ein oder zwei IHRER Oktobefest-Bilder.
https://www.facebook.com/groups/973584723697844

Miniatur-Wunderland, PHOTOPIA, Hamburg – mein Fazit

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Zurück aus Hamburg. Zurück von der PHOTOPIA-Ausstellung, in Gedanken noch beim Miniatur-Wunderland.
Donnerstag in Hamburg pünktlich angekommen. Ab Freitag von der ersten Stunde an auf der Messe. In der letzten Stunde in‘s Hotel. Unser Eindruck: „Eine Mischung von Rummel und Messe“. Aber gerade dies scheint gut anzukommen. Diese Messe scheint wie um 20 bis gut 30 Jahre verjüngt, was man gut erkennen konnte. Selbst Aussteller haben das bestätigt und sind froh darüber.Auch die heutigen Kommentare vom 25.9. gehen in diese Richtung.
Es wurde viel geboten. Es gibt Platz für Kl aber auch für Analog. Viele jüngere Aussteller wie Startups waren vertreten. Für mich war es z.B. schön, mal mit den Mitarbeitern von Excire persönlich sprechen zu können. Das Update des neuen Programms ist sehr vielversprechend. Natürlich durfte ein Abstecher bei Ilford und Hahnemühle nicht fehlen. Was mich auch auf den ersten Blick verblüffte war, dass es auch Firmen und Startups gab, bei denen man einen Stand vergebens suchte. Bildschirme, ein Tisch und ein paar Stühle reichten ihnen aus. Was ich echt noch erwähnen muss: Die DFV-Ausstellung mit SW-Fotos war perfekt. Sehr gute Qualität der Bilder und auch des Drucks. Mein Lieblingsbild: Katze auf der Treppe! Was wir ebenfalls noch besuchten war die Ausstellung in der Stadt von Michael Martin – ebenfalls sehr gute und grosse Bilder und ein überzeugender Druck.
Beim Miniatur-Wunderland hatten wir uns ebenfalls per Mail schon Tage vorher angemeldet, um sicher einen Termin zu bekommen. Vor 10 Jahren besucht, hat sich das Wunderland erheblich erweitert. Es ist wirklich verblüffend, was man dort jetzt zu sehen bekommt. Es wird, wenn alles klappt, demnächst auch im Kino einen Film über die Entstehung usw. vom Miniatur-Wunderland geben. Unbedingt mal auf deren Seite gehen miniatur-wunderland.de. Dank meiner Frau, die ohne Hamburg-Reiseführer eher selten zu sehen war, habe ich doch viele Motive gesehen, die sonst an mir vorbei gegangen wären. Das Festival in St. Pauli, dazu der Beatles-Platz mit den Musikern aus Liverpool oder die „Zitronen-Jette“, deren Figur ich unbedingt fotografieren wollte. „Zur Figur von unserem Hotel aus sind es 300 Meter“ meinte meine Frau – und schon hatte ich die Figur mit Kamera (Tele) und iPhone (Weitwinkel) abgelichtet. Wer auf Facebook ist, kann dort noch einige Bilder von Christine und mir sehen.

Ein Fotobuch mit viel Text und wenig Bilder – aber lesenswert!

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Kommentar und Buchbesprechung: Bei den bisherigen Büchern die ich von Verlagen erhielt (meist Bildbesprechungen), war es meist 50:50 Text und Bild oder aber eher viel weniger Text. Die Bücher von Christian Heeb kenne ich ebenfalls so. Wenig Text, aber viele sehenswerte Bilder. Bei seinem neuen Buch WIE ICH AMERIKANER WURDE – BRIEFE AUS AMERIKA war es umgekehrt. 361 Seiten Text! Nachdem ich nach einer Woche das Buch ausgelesen habe, erfuhrt ich mehr über ihn und von ihm. Auch er war einer der Fotografen, dessen Bilder mir gefielen und die ich in COLOR FOTO vorstellen konnte. Lange ist es her! Er wollte zu dieser Zeit nach Amerika und Indianer fotografieren. Also schnell noch nach Zürich um mit ihm darüber zu sprechen. Gut vorbereitet hatte ich mich mit einem Magazin von Dietmar Kuegler, mit dem ich ab 2022 einen guten Kontakt hatte. Er ist leider gestorben. Durch dieses Buch lernte ich tatsächlich einen „neuen Christian Heeb“ kennen. Der in dieser Lektüre nicht nur über Indianer spricht. Sondern über seine Reisen, Menschen denen er begegnet war. Aber auch über seine Gefühle, als er in Amerika ankam. Dazu kommt, dass er seine Meinung unverblümt von sich gibt. Hört man sich Vorträge von Fotografen in Deutschland an, ist fast alles eine schöne heile Welt die sie vermitteln. Aber auch Fotografen selbst scheinen oft in einer Scheinwelt zu leben. In diesem Buch schreibt Heeb knallhart seine Meinung auch über die Personen, welchen er begegnet ist. Auch über Dinge, die er bis heute nicht mag. Sein Weltbild scheint sich in den Jahren die er beschreibt, deutlich geändert zu haben. Dabei geht er auch mit sich recht kritisch um.
Ich hatte bei diesem Buch immer den Eindruck, er sitzt auf meiner gemütlichen Couch und erklärt mir, wie es ist, aufzustehen und fremde Länder zu besuchen. Monatelang Dias zu machen, von Ländern die wir so nicht kennen – und vermutlich auch nie besucht haben. Mit 200 bis 400 Filmpackungen und diversen Kameras unterwegs zu sein. Um die richtige Stimmung oder eine Landschaft für einen Reiseführer einzufangen. 200 Bücher, Reiseführer und endlos viele Kalender – nicht nur über Indianer – sind seine Ausbeute. Sicher ist er der erfolgreichste Fotografen den ich – und die Schweiz – kennt. Ich kann nur sagen, es lohnt sich, dieses Taschenbuch bei Amazon für 20.28 Euro zu bestellen!

Zürich – ab 8. September: OPEN YOUR EYE

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Im Herzen der Stadt Zürich trifft ab 8. September 2023 erstmals Weltklasse-Wissenschaft auf Weltklasse-Fotografie. Gemeinsam kreieren sie ein neues Kommunikationsformat. Im Wortsinn stehen dabei im Fokus die 17 Nachhaltigen Entwicklungsziele der UN (SDGs). Ein multinationaler Kompass zur Entwicklung einer friedlicheren und gerechteren Welt.
Großzügige Open Air Installationen verschränken Dokumentarfotografie und wissenschaftliche Erkenntnis in 17 Ausstellungs-Inseln zu einem Plädoyer für Frieden, Toleranz und Miteinander getragen von humanistischer Gesinnung. Durch die ästhetische Magie der Bilderzählungen verwandeln sich die Gärten, Strassen und Plätze von Zürich in eine Bilder-Stadt.
Das Festival heißt OPEN YOUR EYES und findet vom 8. September bis 15. Oktober 2023 in Zürich statt.
Der Wissenschaftspartner ist die eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH).
Der Fotografiepartner ist The Photo Society (TPS).
Lois Lammhuber ist dort für die Fotografie und Dramaturgie der Ausstellungen verantwortlich.
Das line up der Fotograf:innen ist einzigartig: Esther Haase, Chris de Bode, Maryam Firuzi, George Steinmetz, Ciril Jazbec, Ana María Arévalo Gosen, Jodi Cobb, Vera Mercer, Dominic Nahr, David Doubilet & Jennifer Hayes, Rina Castelnuovo & Jim Hollander mit Tsafir Abayov, Eli Reed, Steve McCurry, Bea Bar Kallos, Roger Ballen, Ziv Koren, Stuart Franklin, Lois Lammerhuber, Brent Stirton, Peter DeJong, Patrick Zachmann, Gilles Peress, Alfred Yaghobzadeh, Alec Soth, Peter Turnley; Peter Menzel mit Alexandra Boulat, Miguel Luis Fairbanks, Peter Ginter, Leong Ka Tai und Louis Psihoyos; Renée C. Byer, Cássio Vasconcellos, Jerome Gence, Gerd Ludwig, Randy Olson, James Balog, Shana & Robert ParkeHarrison, Cooper&Gorfer, Anna Boyiazis, Michael «Nick» Nichols, Goran Tomašević, Markus Eisl und Gerald Mansberger von eoVision und die Sonderausstellung «Code of the Universe» des CERN.

Unten: Der Weg, auf dem Sie die Bilder sehen können:

Festival LA GACILLY Baden Photo – wieder zurück

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Meine Frau und ich haben in den letzten 20 Jahren einige Ausstellungen besucht. In diesem Jahr (2023) war es zum vierten mal dieses Festival in Baden bei Wien. Schon die Anfahrt per Zug ist oft ein kleines Abenteuer. Wann werden wir ankommen? Eine besondere Zugfahrt erwartete uns diesmal bei der Abreise! Nach Salzburg fuhr dieser noch nach Traunstein – und damit waren wir im Nirwana. Kein Zug ging weiter! Eine der letzten Durchsagen lautete: „Sie sind jetzt in Traunstein gestrandet.Wir bitten um Entschuldigung!“ Wie man weiter nach München kam – keine Erklärung… Man kam nicht weiter! Für hunderte von Personen war die Frage: „Wie lange stehen wir hier? Laut Infos im Internet mussten viele in einer Halle übernachten und wurden bis zum Abreisetag verpflegt!“

Doch auch dies wird uns nicht aufhalten, 2024 Baden wieder MIT DEM ZUG zu besuchen. Wir suchen ja das Abenteuer 🙂
Bei schönstem Wetter ging es „auf Wanderschaft“ zur Ausstellung ORIENT. Wie immer waren die großflächigen Bilder im Park und in der Stadt zu sehen. Dank Lois Lammerhuber (siehe Bild) und seinem Team wurden wir darauf gut vorbereitet. Bevor es am anderen Tag einen Rundgang gab (5 Stunden und 6067 Schritte) wurden wir in das El Gusto Espanyol im grünen Markt eingeladen. Bevor ich in’s schwärmen gerate, alleine der Käse und der Schinken waren ein Gedicht – dazu die tolle Stimmung.
Nach einer Ansprache an die Fotografen und Presse im „Hotel At the Park“ ging es los. Nur einige wenige Bilder sehen Sie hier. Dazu ein recht fotogenes Lokal, das auch noch gutes Essen hat (wie uns gesagt wurde). Bei einem Bild sehen Sie einen Standpunkt, an dem Bilder vom Künstler besprochen wurden. Die Reihe auf diesem Bild geht aber noch weiter!
Auf den weiteren Fotos sehen Sie Maryam Firuzi, welche im Iran geboren wurde. Sie zeigte vier Bildserien, davon ein Bild aus der Serie „Reading for Tehran Streets“. Einen besseren Platz kann man für dieses Bild kaum finden, mit den schönen Bäumen davor. Man darf aber dabei nicht vergessen, dass viele Serien anderer Fotografen bewusst auf das Leid der Bevölkerung hinweisen. Teilweise als Zuschauer fast nicht zu ertragen. Man weiss dann sicher, dass die Zuwanderung in die EU sicher mit Grenzen nicht gestoppt werden kann. Man sollte alles versuchen, dass es den Leuten in diesen Ländern besser geht. Wer mehr über die Ausstellung wissen möchte – sie ist noch zu sehen. Ausserdem gibt es einen Katalog, der die Fotografinnen und Fotografen aus dem Orient vorstellt und auch Fotos zeigt. https://festival-lagacilly-baden.photo/de/service

Baden bei Wien: Fotos „FASZINATION ORIENT

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Es ist wieder soweit: Die 6. Veranstaltung „Festival La Gacilly“ in Baden ist noch bis 15. Oktober zu sehen. Wir werden am 12/13. August in Baden sein. Sie auch? Würde uns freuen, wenn sie einfach HALLO sagen, wenn sie meine Frau. und mich sehen. Mal schauen, ob ich die lange Strecke von 7 Kilometer mit Bilder wieder schaffe. Ok, im letzten Jahr waren es für mich nur 6 Kilometer. Wobei ich diese Fotos am anderen Tag noch angeschaut habe.

Foto gegen Foto oder KI-Bild?

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Kommentar: Wenn ich an meine fotografische Zeit denke, muss ich 1956 beginnen. Schon als Jugendlicher hatte ich eine (preiswerte) „Knipse“. Später kamen diverse Kameras ins Spiel und auch eine NIZO-Filmkamera 8mm. Fotos wurden lange begutachtet oder in ein Album eingeklebt oder Filme geschnitten. Man hatte es mit guten oder weniger guten Bildern zu tun. In erster Linie entstanden sie als „Erinnerung“.

Ich will hier viele Jahre überspringen, auch wenn ich über die Begebenheiten mit meinen diversen Kameras viel erzählen könnte. Ein weiterer Sprung in die Fotografie kam, als ich Redakteur bei COLOR FOTO wurde. Ich stellte dort Profis vor, die ich teilweise auch besuchte. Bildstrecken hatten Uli Steiger, Bernd Römmel, Gabriela Staebler, Norbert Rosing, Thomas Herbrich, Manfred Kriegelstein – um nur einige wenige zu nennen. Ich landete auch bei FOTO CREATIV – dem Wettbewerbsmagazin für Hobbyfotografen, das später in COLOR FOTO aufgenommen wurde. Ich schrieb über Fotografen, Fotografenverbände, Ausstellungen und Fotoclubs. Und ich hatte die „Aufsicht“ über den Wettbewerb. TAUSENDE von Bilder und Dias mussten ausgepackt und für eine Jury „in Form gebracht werden“. So nebenbei: die Geldpreise konnten sich sehen lassen. Ausserdem konnte ich Juroren aus ganz Deutschland anreisen lassen. Da gab es noch keine KI-Jury, die sicher die Jurierung in wenigen Minuten erledigt hätte. Natürlich prägt es einen, wenn man jahrelang so viele Bilder gesehen hat. Auch die Fahrten zu Profifotografen um über sie zu berichten, waren immer interessant. Einige dieser Fotografen und Fotografinnen sind auch heute noch aktiv und sind auf diversen Veranstaltungen zu sehen.

Auch meine Bildgestaltungsvorträge, die ich vor COLOR FOTO auch schon in anderen Foto- und Filmzeitungen hatte, waren dann – mit neuen Fotos – in FOTO CREATIV – zuerst als Einzelausgabe, danach als Innenteil von COLOR FOTO. Genau genommen, geht es bei mir seit 40 Jahren um dieses Thema. Bei COLOR FOTO erlebte ich aber auch viele Leserzuschriften und Kommentare, die man heute eher in Facebook finden würde. Denn schon damals wurde über jede Neuheit in der Fotobranche von einigen Lesern hergezogen. Was für ein Aufstand, als die Industrie eine „automatische Scharfeinstellung“ brachte. Der nächste Aufschrei kam, als es plötzlich auch eine „digitale Fotografie“ gab – zur analogen Fotografie. „Ist das noch Fotografie“ war jetzt der Aufschrei. Und was haben wir jetzt? Den Aufschrei „ist KI noch Fotografie?“ Eines habe ich in meinen vielen Jahren gelernt. In ein paar Jahren interessiert es kaum noch, denn es kommen wieder weitere Erfindungen. Auch die „sogenannten echten Fotografen“ werden davor in den nächsten Jahren nicht verschont.

Dabei muss ich auch an Facebook und Instagram denken. Gerade Instagram hat sich bereits in wenigen Jahren nach Erscheinung verändert, als es von Facebook gekauft wurde. Wie schön war es, als man dort früher nur Fotos im Quadrat fand. Keine Werbung sondern nur Fotos! Auch kein endloses Gelaber! Und heute? Mehr Werbung als Bilder! Millionen Fotos, die bei einigen älteren Fotografen Entsetzen hervorrufen (natürlich nicht bei den eigenen Fotos). Dabei habe ich festgestellt, dass man bei genauer Suche sehr gute Ideen bei sehr guten Fotografen findet. Nein, nicht alles sind Urlaubsbilder die alle an einer Stelle gemacht wurden. Durch diese Programme hat sich auch die Sichtweise auf Fotos verändert. In 1 bis 3 Sekunden wird über ein Bild entschieden ob es gefällt. Interessiert dort jemand mit welcher Kamera es gemacht wurde, ob analog oder digital? Oder ob es vielleicht gemalt ist und man erkennt es nicht?

Nach meinen langen Jahren der Fotografie interessiert mich sehr selten wie ein Bild aufgenommen wurde. Es muss mir mit einem Blick einfach gefallen. Scheiss darauf, mit welcher Kamera es gemacht wurde und ob es ein „Foto“ ist. Interessiert mich bei einem Maler der Pinsel und von welcher Firma die Farben kommen? Nein, es interessiert mich nur was ich sehe, egal ob gemalt, auf analogem Film fotografiert, digital oder als „Nichtfoto KI“. Es wird nur wenige Jahre dauern, und wir treiben eine neue Sau durch’s Dorf. Egal, Bilder die uns gefallen wird es weiterhin geben. Und Fotografen die irgendwann vom Rand fallen auch – wie jetzt einige Profis – die zu spät erkannt haben, wohin der Weg geht. Aber wie heisst es doch „die Zeit heilt (fast) alle Wunden“.

Wie ist Ihre Meinung:
bildgestaltung@detlevmotz.de

BLENDE-Wettbewerb – zusätzlich mit KI (Pressemeldung)

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Das sind die neuen Themen des 49. Blende-Fotowettbewerbs

Es ist zwar noch etwas Zeit bis zum offiziellen Start des 49. Blende-Fotowettbewerbs am 01. September 2023. Jedoch sollten alle ambitionierten Amateur- und Hobbyfotografen schon jetzt zur Kamera greifen und durchstarten. Schließlich bieten die Sommermonate, Dank optimalen Lichtverhältnissen von früh bis spät, ideale Bedingungen für starke Aufnahmen.

Diese Wettbewerbsthemen erwarten die Teilnehmer

Auch 2023 bietet der Blende-Fotowettbewerb wieder eine breite Themenvielfalt. Von wilden Tieren bis hin zu süßen Haustieren: Unter dem Wettbewerbsthema „Einfach tierisch“ sind alle Fotobegeisterte aufgerufen ihre Kreativität in der Tierfotografie zu zeigen. Das Thema „Faszination Architektur“ lädt zum Spiel mit Licht und Schatten sowie Linien und Formen in der Architekturfotografien ein. Eine besondere kreative Herausforderung stellt das Wettbewerbsthema „Stillleben als Kunstform“ dar. Hier sind alle Teilnehmer aufgerufen, unbelebten beziehungsweise reglosen Objekten, Leben einzuhauchen. Die Schönheit der Natur durch die Linse entdecken können ambitionierte Amateur- und Hobbyfotografen schließlich bei der Kategorie „Landschaftsfotografie“.

Blende 2023 erneut mit KI-Wettbewerb

Im letzten Jahr war der Blende-Fotowettbewerb ja ein bisschen anders als sonst: Neben der Beurteilung der eingereichten Bilder durch eine Fachjury, wurden die Einsendungen zusätzlich mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) bewertet. Auch in diesem Jahr wird Blende die Einsendungen mit Hilfe künstlicher Intelligenz bewerten lassen. Dazu konnte erneut die Pattern Recognition Company GmbH mit ihrer Excire Technologie, eine in Deutschland entwickelte KI-Software für Bilderverwaltung, als Partner gewonnen werden. Alle zu den vier Hauptkategorien eingereichten Bilder können auf Wunsch auch an dem „Sonderpreis KI by Excire“ teilnehmen und haben die Chance auf attraktive Sachpreise.

So nehmen Sie am Blende-Fotowettbewerb teil

Zahlreiche regionale und überregionale Medienpartner begleiten auch 2023 den Blende- Fotowettbewerb. Der offizielle Startschuss zum Wettbewerb wird am 01. September 2023 fallen, ab dann können alle Amateur- und Hobbyfotografen bis zum 30. November 2023 ihre besten Bilder zu den vier Wettbewerbsthemen sowie zum „Sonderpreis KI by Excire“ online auf blende-fotowettbewerb.de einreichen.

So kommen Sie zum Wettbewerb https://www.blende-fotowettbewerb.de

KI mit Wörter? Nein, mit einem App in wenigen Sekunden

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Diskussionen gibt es zur Zeit ohne Ende über KI. Egal ob „per Wörter Bilder“ werden oder bei anderen Gelegenheiten. Soweit ist klar: KI ist überall. In der Fotografie selbst dort, wo wir sie nicht vermuten. Ein Porträt nach Wunsch zu verändern gab es schon lange auch per App. Angefangen habe ich damit 2018 für Color Foto. Nur, dass diese Programme auch „nachgerüstet“ haben und vieles damit möglich ist, was der heutige Fotograf für unmöglich gehalten hat. Beispiel Porträt: Langweilige Porträts, bei älteren Fotografen meist mit Kamera vor dem Gesicht, kennen wir zur Genüge. Dabei wäre es für den Betrachter viel interessanter zu zeigen, was man aus seinem eigenen Gesicht machen kann.
Hier zeige ich ein Beispiel von meiner Frau. Es sind ein paar der Möglichkeiten mit einem App wie Photo Lab. Ich könnte das Originalbild in HUNDERTE von Variationen zeigen. Dies wird sich auch in weiterer Zeit nicht ändern: KI ist überall. Leserbrief wie „ich kündige die Zeitschrift, weil sie jetzt auch KI-Bilder zeigen“ klingen eher schon lächerlich. Wir müssen es nicht mögen, aber wir sollten versuchen damit umzugehen. Wir haben früher bei Wettbewerben meist 3 Juroren zugesehen (wenn es öffentlich war). Heute wird dies verstärkt eine KI erledigen. Viele gute Juroren haben keine Lust mehr, 70 Prozent der Bilder zu sehen, die sie schon von anderen Wettbewerben jahrelang kennen. Auch dort wird sich einiges ändern. Trotzdem kann man auch damit leben.
Ich persönlich freue mich, dass es mal weiter geht. Negativ – Dia – Digital – Bilder mit Wörtern. Und trotzdem macht mir die Fotografie nach aktiven 60 Jahren noch Spaß. Gerade weil es immer wieder eine Abwechslung gibt. Dabei muss ich an die Erfindung des Smartphones denken. Was wurde da von Fotografen gelästert. Heute nehmen die gleichen Fotografen längst ein Smartphone für ihre Bilder – oder als zweite Möglichkeit, für Fotos die man sonst nicht aufnehmen könnte. Ein Profi sagte zu mir: „Ich bräuchte keine teure Ausrüstung für meine Fotos mehr bei den Kunden. Das könnte ich auch mit dem iPhone machen bei der heutigen Qualität. Aber ich würde nichts mehr verdienen.“
Heute haben Profis das Problem, dass man für bestimmte Motiv keine Kamera mehr benötigt – auch keinen Fotografen. Man macht sie durch Worte – und das ist kostengünstiger für so manchen Kunden. Ein Fotograf, der sein Geld nicht damit verdienen muss, kann weiterhin selbst entscheiden, was er für sich selbst möchte. Ich kenne bereits Fotografen, die mit allem davon arbeiten.

Schnellste Jurierung die ich in meinem Leben kenne – EXCIRE

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Ein Wettbewerb der recht einfach funktioniert. Vorname, Nachname und Mail-Adresse eingeben inkl. einem Bild zum Wettbewerbsthema. Nein, es ist kein Witz, in etwa 5 Sekunden wissen Sie, ob es für einen Platz unter den 20 BESTEN gereicht hat. Wenn ja, GRATULATION! Aber freuen Sie sich nicht zu früh. Denn der Wettbewerb ist erst Ende des Monat Juli beendet. Und jeder will unter die 20! Das heisst, Ihr Bild rauscht immer weiter nach hinten – und ist recht bald raus. Aber: Sie können sich jeden Tag neu beteiligen. Auch ich war schon unter den erste 20, aber gestern hieß es auch für mich: TSCHÜSS – und raus. Aber meine Frau und ich werden es ebenfalls noch einmal probieren. Es fängt an Spaß zu machen. Gespannt darf man sein, welche 20 BESTEN Ende Juli zu sehen sein werden. In Zeiten von KI mal ein ganz anderer Wettbewerb. Und sie wissen ja, ich bin für Neuheiten in der Fotografie immer empfänglich. Analog war für mich gestern…

Nachtrag: Bei diesem Wettbewerb sind die gezeigten Fotos noch nicht die Gewinner.Auch nicht ein Teilnehmer, der bereits mehrere Bilder im Rennen hat. Warum wohl? Er hat das Thema „Ästhetik“ gut getroffen. Aber er ist noch lange nicht der Gewinner des Wettbewerbs. Es werden noch viele Bilder kommen und gehen. Für mich ist gerade dies interessant, wenn ich am Abend mal schaue, wie sieht es denn aus? Was verstand die KI unter „Ästhetik“. Und da ist sie nicht schlechter, wie so manche menschlichen Juroren. Aber warten wir es ab. Ich bin natürlich auch noch gespannt, ob es meine Frau und ich wieder unter die 20 Bilder schaffen.

https://excire.com/automatisch-fotos-bewerten-lassen-mit-ki/

Igel – haben es nicht leicht

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Mit einer Wildkamera kann man sehen, was in der Nacht passiert. In den letzten 18 Monaten habe ich hier viele nächtliche Tiere gesehen. Fuchs, Marder, Katzen – und in diesem Jahr viele Igel. Sie sind etwas benachteiligt, denn in der Natur gibt es immer weniger Futter für sie zu finden. Hier bekommen sie Igelfutter und sind auch am Katzenfutter sehr interessiert. Im Gegensatz zum letzten Jahr, kommen in diesem Jahr mehrere Igel. Bis jetzt hat es keinen Ärger zwischen de nächtlichen Besuchern gegeben. Egal wer kam – er verhielt sich friedlich. Nur die Igel streiten manchmal unter sich.
Kleiner Tipp: Mit Luminar Neo kann mit die Qualität der digitalen Bilder noch anheben. Und zwar mit Verstärken-Akzente und Details. Was bei diesen Bildern auch geschehen ist.

Einmalig – trotz ewig fotografiertem Motiv

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Welche Blume wird ohne Ende fotografiert? Klar, Klatschmohn. Ich kenne sie von allen möglichen Standpunkten und fotografiere ihn auch selbst. Bei einem Wettbewerb haben solche Motive es sehr schwer, denn die Juroren beginnen zu stöhnen, so oft haben sie dieses Motiv schon gesehen. Aber Wettbewerb heisst ja eigentlich „neu“ in jeglicher Art. Vor vielen Jahren erhielt ich von Martina Weise dieses Mohn-Motiv. Es war damals einmalig. Unter TAUSENDEN von Mohnaufnahmen eine neue Sichtweise zu zeigen, hatte schon was für sich. Klar, dass es auch gewann. Es zeigte auch wieder, dass Frauen vielleicht mit der Technik der Kamera Probleme haben, dafür aber meist die besseren Ideen vorweisen wie Männer. Das hat sich auch in der „Handy-Fotografie“ nicht geändert. Für mich bleibt dieses Mohnbild ein Beispiel, wie man altbekannten Motiven einen neuen „Anstrich“ verleiht und trotzdem in Sekunden erkennt um was es geht. Das ist in der Fotografie nicht oft der Fall.