fotoGEN – in eigener Sache

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Wettbewerbsbilder gehen ab Ende nächster Woche „auf Reisen“. Wer noch eine Urkunde vom letzten Fotowettbewerb erhält, diese sind dabei inkl. der neuen Urkunden für 1/2017. Wenn fotoGEN 2/2017 erscheint, kommt ein Newsletter und es steht auch hier auf dem Blog. Es dauert noch etwas.  Wenn der Titel auf www.magazin-fotogen.de >>> zu sehen ist, kann davon wieder ein Download erfolgen.

Wunsch und Wirklichkeit liegen weit auseinander

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Vor ca. 25 Jahren verschickte Fritz Pölking eine Presseinformation an viele Zeitschriften. Auch auf meinen Schreibtisch bei COLOR FOTO flatterte dieses 4-seitige Schreiben. Er nannte es „Die Freunde am Echten“ und gab darin Ratschläge, wie ein „echtes Tier- oder Naturfoto“ auszusehen hat. Nein, er ging noch weiter mit einem Vorschlag, wie so manche „falschen Naturfotos“ genannt werden sollten. Schon damals sagte ich ihm, dass dies nie eintreffen wird. Natürlich kenne ich Fotografen wie Norbert Rosing oder Gabriela Staebler, die sich daran halten, ohne dass sie von diesen Vorschlägen etwas wissen. In der Wettbewerbsfotografie hatten und haben seine Vorschläge aber NULL Erfolg. Natürlich wird kein Wettbewerbsfotograf seine Bilder mit „echte Naturaufnahme“ – „arrangierte Naturaufnahme“ – „erfundene Naturaufnahme“  usw. bezeichnen. Es gibt noch mehr Sparten, die er einführen wollte.  Denn er befand beispielsweise „ich kann keine Fütterungsanlagen aufbauen und kämpfende Tiere fotografieren um die Leute glauben zu lassen, das wäre in unberührter Natur passiert“. Doch kann man und es passiert immer öfters. Denn Wettbewerbsfotografie heisst „gewinnen, gewinnen, gewinnen – mit allen Mitteln“. Dabei bleibt die „Echtheit“ auf der Strecke, denn sie interessiert weder den Einsender noch den Juroren noch den Veranstalter. Wobei die „Echtheit“ bei TAUSENDEN eingehender Fotos, die im Sekundentakt juriert werden, kaum festzustellen ist. Wenn ich heute diese 4 Seiten lese, die ich immer aufgehoben habe, dann sind alle diese Informationen keine Realität geworden sondern Wunschträume. Aber deshalb ist es um so schöner, dass es immer noch Bücher wie von Norbert Rosing gibt, welche die Freunde am Echten pur vermittelt, wie „UP HERE“ aus dem Knesebeck-Verlag.

Die Farben dieser Welt – auf einem App

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Entdeckt: Die Farben BLAU GRÜN ROT und GELB kennt fast jeder. Doch wie ist es mit „Frost Azurblau“ oder „Charmant“ oder „Kolumbisch Blau“. Als Farbenspezialist gehen Sie sicher durch, wenn Sie alle Farbnamen auf dem App…. ja, genau FARBNAMEN kennen.  Es gibt aber bei diesem App noch viele praktische Features. Mit einer Lupe können Sie auch die Farben in Ihrem eigenen Bild schnell bestimmen – und noch mehr. Zur Zeit ist das App noch kostenlos. Es schadet also nichts, wenn Sie es zur Probe aus dem App Store  schnell mal downloaden. Es ist übrigens in deutscher Sprache!

15. Laupheimer Fototage 22. und 23. April 2017

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Im Schloss Großlaupheim – Kulturhaus und Museum- Claus-Graf-Stauffenberg-Str. 15 in 88471 Laupheim werden Ihnen die Fototage präsentiert. Die Eintrittspreise betragen am 1.Tag 17.- Euro. Für zwei Tage 27 Euro. Der Eintritt gilt für das gesamte Programm ausser den Workshops. Für Jugendliche freien Eintritt. Den Flyer mit dem gesamten Programm finden Sie hier >>> Auch , welchen Firmen Sie in den Hallen begegnen.

Zur Zeit weiterhin steigend…

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Zwischendurch muss man auch auf seine Statistik in 1&1 schauen. Wobei ich recht zufrieden sein kann, wenn ich diese Seite mit 10.976 Besuchen vom 15.3. bis 16.4. anschaue. Rechne ich die Seite www.detlev-motz.de und fotoGEN-PLUS dazu, inkl. Facebook, komme ich auf ein ganz ordentliches Ergebnis. Der Dank geht an die Besucher und ich würde mich freuen, wenn Sie diesen Blog weiter empfehlen. Wobei sie für einen Technik-Fan eher weniger geeignet ist. Solche Seiten gibt es aber genügend im Internet, die jede Pressemeldung sofort veröffentlichen, auch wenn das sensationelle Kameramodell nur wenig neue Features biete. Für mich besteht Fotografie aus Emotionen, Spaß an der Fotografie und unverbrauchten Ideen. Aber auch an Erinnerungen, zwischen früher und heute, die ich ebenfalls anspreche. Dazu kommt interessante Lektüre, welche Sie unter dem Stichwort „Bücher“ finden.

2006 fotografiert – heute kaum noch möglich

Das Kaltenberger Ritterturnier wurde als die „Show des Jahres“ ausgezeichnet. Es findet seit 37 Jahren statt. Die Vorstellungen von damals, kann man aber mit dem bombastischen Aufwand von heute kaum noch vergleichen. Fotografieren war damals kein Problem. In meiner Zeit lernte ich dann den Wechsel bei der Presseabteilung kennen. Die Regulierungen bei den Fotografen mit Pressegenehmigung wurden aber immer heftiger. Solch ein Foto wie dieses, 2006 aufgenommen, ist heute nicht mehr möglich, weil man dazu bestimmte Standpunkte benötigt. Ausserdem steht dieser Zusatz auf der Webseite, den viele Fotografen übersehen: Aus urheberschutzrechtlichen Gründen ist Fotografieren und Filmen bei unserer Veranstaltung nicht gestattet. Von dieser Regelung ausgenommen sind Fotografen und Filmteams, die von unserer Pressestelle akkreditiert wurden. Wie man das kontrollieren möchte, bei den heutigen Kameras, die sehr klein sein können, aber mit bester Qualität, frage ich mich. Wer nur ein tolles Spektakel erleben möchte, ohne Kamera, dem kann diese Vorführung empfohlen werden.

Zingst – auch zum 10jährigen Jubiläum nicht einfach zu erreichen!

In einem Interview, welches ich vor kurzer Zeit gesehen habe, sagt der heutige Schirmherr Walter Schels einen guten Satz, der von mir sein könnte: „Wie kommt man nach Zingst, die haben doch noch nicht mal einen Bahnhof?“ Das dachte er, als das Umweltfotofestival „Horizonte zingst“ vor 10 Jahren gestartet wurde. Jetzt, im 10. Jahr ist die Anreise nicht unbedingt einfacher geworden. Ich persönlich kann mich nicht beschweren, denn die Pläne dafür macht meine Frau. Sie weiss weshalb, denn sonst wäre ich nicht schon öfters in Zingst gewesen. Eine fotografierende Frau ist für einen Fotografen Gold wert!

Sie können mit dem Flieger bis Berlin oder nach Rostock düsen. Eigentlich die schnellste  Möglichkeit, wenn die Anreise nicht noch weiter ginge, und Rostock nicht an jedem Tag angeflogen wird. Ein Fotograf hat ja nicht nur sein Gepäck dabei, das aus leichten Sommerklamotten besteht, wenn es an die Ostsee geht. Tipp 1: Lassen Sie sich das Gepäck von Hermes oder der DHL zustellen. Das ist möglich und sie schleppen nur noch ihre Kameraausrüstung. Sie sollten ihren Koffer aber rechtzeitig aufgeben. Über Preis und Lieferzeit vorher Erkundigungen einziehen.  Denn wenn Sie mit viel Gepäck am Flughafen Berlin oder Roststock angekommen sind heisst es „wie komme ich jetzt weiter“? Möglichkeit: Bus, Bahn oder Taxi. Per Taxi, geht eher, wenn Sie mit der Bahn bis Ribnitz-Damgarten fahren. Von hier sind es mit dem Taxi noch ca. 50 Kilometer.  Eine weitere Möglichkeit ist die Reise bis Stralsund (schönes Meeresmuseum) und von dort per Schiff oder Bus weiter.  Das Auto habe ich bei dieser Aufstellung nicht erwähnt, denn innerhalb Zingst ist eher ein Fahrrad angebracht und die Parkplätze sind rar. Ausserdem habe ich schon sehr oft Fotografen jammern hören, weil die Rückreise durch einen Stau sehr lange gedauert hat. Wobei wir bei den Flügen grundsätzlich ebenfalls Pech hatten, weil die Flieger 2 bis 4 Stunden Verspätung wegen Unwetter hatten. Das heisst, etwas  Glück gehört bei der An- und Abreise dazu. Aber vielleicht haben Sie noch einen Tipp für die fotoGEN-Leser? Denn viele Fotografen aus Bayern scheuen immer noch die Anreise, wie ich sehr oft höre.

Eine meiner Lieblingsaufnahmen von der Seebrücke in Zingst. Nicht mit jeder Kamera möglich, da mit 1200 mm fotografiert. Aus der Hand mit kleiner Kamera ! Hoffe, ich kann diese Aufnahme 2017 übertreffen. Was nicht einfach ist, denn TAUSENDE von Fotografen fotografieren in diese Richtung. 🙂 Mit dem Auge sind die Surfer dort kaum zu erkennen.

Ausgewählt – Motive wie 1980?

Zwei Bücher von 1977 und 1976, die zeigen, dass sich in manchen Dingen so gut wie nichts geändert hat. Trotz superschneller Kameratechnik und ISO-Zahlen die andere Motive zulassen.

Kommentar: Heute lese ich mal wieder eine Diskussion in Facebook, über Bilder, die zu  Wettbewerben gehen und zu Bildern die bei Wettbewerben waren. U.a. ein Schmetterling, Fenster, Treppen und eine Aktaufnahme. So nebenbei: Die Kameras heute bieten mehr Möglichkeiten wie 1980, mehr ISO, mehr Funktionen  Bilder können sofort kontrolliert werden, schnellere Verschlusszeiten, superschnelle Serienschaltung, 4K, Panorama, endlos viele Filter/Presets usw. Manche Fotografen küssen dafür ihre Kamera oder streicheln sie, wenn man die Bemerkungen liest. Oder machen ein Porträt mit Kamera vor dem Gesicht – natürlich mit dem Firmenaufdruck.

Wo aber sind die Top-Fotos, die man mit diesen „perfekten Kameras“ für Wettbewerb ( !!) machen kann? Das meiste übernimmt doch Photoshop?  Ich habe einige Motive schon erwähnt. Nur, solche finde ich fast deckungsgleich in Büchern von Prof. Harald Mante, in der Zeit von 1977 bis 1990. Was ist denn an diesen Motiven heute im Jahr 2017 „wettbewerbsverdächtig“?  Warum sollte ein Juror diesen Fotos, ausser einer „gnädigen Annahme“, weil die „Sollzahl“ beim Wettbewerb noch nicht erreicht ist, eine Medaille oder Urkunde geben? Die Motive und erst recht die Ideen, hinken den Kameras um Jahre hinterher. Ich möchte noch ein paar Sprüche  von Willy Hengl nennen, der ebenfalls um 1976 geschrieben wurde. Im Gegensatz zu den Fotos, könnten diese auch von 2017 sein:  „Amateurfotografen, die über einen guten Wettbewerb schimpfen, deren Fotos  sind meist dort mehrmals nicht angenommen worden“. „Wer in die Kamera verliebt ist, hat zum Fotografen meist keine Zeit mehr“ „Es ist beängstigend, wie wenig Jugendliche einem Fotoclub angehören“ „Es ist eine große Schwäche, Fotos in einem Ausstellungskatalog zu drucken, die andere Veranstalter schon gedruckt haben“.Er meint beim letzten Spruch, diese Bilder werden ewig kopiert, mit leichten Umwandlungen.

Ich finde, Fotografie kann eine schöne Sache sein – denn immerhin gibt es immer etwas zu diskutieren. Man sollte aber manchmal die Schuld nicht auf die Juroren schieben, sondern auf seine oft ausgelutschten Motive, die man für wettbewerbsverdächtig hält  🙂